Nacktschrecke
"Love & Other Drugs - Nebenwirkungen inklusive" heißt der neue Film von Anne Hathaway und Jake Gyllenhaal. Eine davon: Weinkrämpfe im Lotterbett ...
Edward Zwick gilt als äußerst präziser Regisseur. Der Macher von Action-Krachern wie "Blood Diamond" und "Last Samurai" verlangt auch bei Komödien exakte Arbeit. Wenn Zwick "Sex" sagt, will er feuchte Träume, und wenn er "Tränen" ordert, müssen Sturzbäche fließen. Anne Hathaway hat da wohl etwas durcheinandergebracht.
Hathaway ("Der Teufel trägt Prada") hatte in Zwicks neuestem Werk, der Komödie "Love and Other Drugs - Nebenwirkungen inklusive" eigentlich eine angenehme Aufgabe: Hemmungsloser Sex mit Jake Gyllenhaal stand auf dem Drehplan. Doch die scharfen Szenen warfen die Schauspielerin aus der Bahn: "Ich war ein Wrack und habe jeden Tag geweint."
"Prince of Persia" Gyllenhaal spielt in "Love and Other Drugs - Nebenwirkungen inklusive" einen potenten Viagra-Vertreter. Anne Hathaway gestand gegenüber der "Vogue", dass sie nichts mit der freizügigen Figur gemeinsam habe, die sie spielen sollte. Sie sei emotional am Boden gewesen, als die Termine für die Sex-Szenen näher rückten. "Diese Charaktere sind Leute, die sich ohne Hemmungen die Kleider vom Leib reißen. Sie betrachten ihre Körper als eine Art Währung. Aber sie wagen es nicht, gefühlsmäßig nackt zu sein und ihre Verletzlichkeiten zu zeigen."
"Normalerweise komme ich mit meinen Nöten alleine gut klar", sagt Anne Hathaway, "aber hier musste ich mich bei jedem anlehnen, der da war. Ich war völlig am Ende." Nun, auch Jake Gyllenhaal war da und das nicht nur zum Anlehnen. "Sex" wollte Edward Zwick sehen und den hat er schließlich von den beiden auch bekommen. Wie das auf der Leinwand aussieht, wenn sich Anne Hathaway auszieht, ist ab 6. Januar 2001 zu bewundern.
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