Hassbriefe
Ist die Darstellung der "Herr der Ringe"-Figur Gollum nun Andy Serkis zu verdanken oder doch ganz jemand anderem?
Seit der britische Schauspieler mit Peter Jacksons "Herr der Ringe"-Trilogie vor zehn Jahren zu großem Ruhm gekommen ist, werden immer mehr kritische Stimmen gegen ihn laut. Vor allem die Animatoren, die der Figur des Gollum damals den Feinschliff verliehen, den ein Mensch niemals hätte umsetzen können, schreiben Andy Serkis immer wieder Hassbriefe.
Darin beschuldigen sie den 47-Jährigen, sich selbst immer als den großartigen Darsteller der Motion-Capture-Figuren in den Vordergrund zu rücken. Dabei sind es doch eigentlich sie, die mit Wochenlanger Kleinstarbeit für die finale Optik sorgen.
Andy Serkis ist diese Hasstiraden inzwischen Leid. In seinen Augen ist es sehr wohl die Arbeit eines Schauspielers, am Set die Szenen mit dem Regisseur und den anderen Darstellern auszuarbeiten und minutiös zu planen. Dazu sind die Technikfreaks am Computer seiner Meinung nach gar nicht fähig.
Und doch muss man feststellen, dass Andy Serkis im Lauf seiner Karriere sehr oft von der Motion Capture Technik profitierte. Nach "Herr der Ringe" folgte "King Kong", in dem er als Vorlage für den großen Affen diente. Erneut als Primat trat er in "Planet der Affen: Prevolution" vor die Kamera, auch in Steven Spielbergs "Die Abenteuer von Tim und Struppi" sind es nicht seine menschlichen Züge, die zu sehen sind.
Alle, die Andy Serkis dennoch den Rücken stärken und sich keinen besseren Gollum hätten vorstellen können: Nächstes Jahr um diese Zeit kehrt er in "The Hobbit" in die Kinos zurück.
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