Werner Enke
Uschi Glas
Henry van Lyck
Regie: May Spils
Verleih: unbekannt
24 Stunden aus dem Leben von Martin, einem Schwabinger Tunichtgut, der zum Aufstehen keinen Bock und zum Arbeiten keine Lust hat. An seinem Geburtstag reißt er im Schwimmbad die hübsche Barbara auf. Um ihr zu imponieren treibt er auf einer Angebertour durch München allerlei Verbotenes mit seinen Mitbürgern und bekommt Ärger mit der Polizei.

Die skurrile, detailverliebte Komödie ist authentisches Porträt der 68er-Generation, zum Klassiker avancierter Paradefilm des Neuen Deutschen Films und Spielfilmdebüt von Regisseurin May Spils, die damit dem Münchner Stadtteil Schwabing ein Denkmal setzte. Der Film brachte Uschi Glas den Spitznamen "Schätzchen" ein. Wort- und Lebenskünstler Werner Enke prägt den Ausdruck "fummeln".
| Darsteller: | Werner Enke | als Martin | |
|---|---|---|---|
| Uschi Glas | als Barbara | ||
| Henry van Lyck | als Henry | ||
| Inge Marschall | als Anita | ||
| Helmut Brasch | als Block | ||
| Rainer Basedow | als Polizist | ||
| Joachim Schneider | als Polizist | ||
| Johannes Buzalski | als Voyeur | ||
| Martin Lüttge | als Dichter im Fahrstuhl | ||
| Elisabeth Volkmann | als Hausmeisterin | ||
| Regie: | May Spils | ||
| Drehbuch: | May Spils | ||
| Werner Enke | |||
| Rüdiger Leberecht | |||
| Produzent: | Peter Schamoni | ||
| Kamera: | Klaus König | ||
| Schnitt: | Ulrike Froehner | ||
| Musik: | Kristian Schultze | ||
Die Generation der 68er rebellierte größtenteils aktiv gegen Gesellschaft und Politik. Doch es hab auch diejenigen, die ziel- und planlos in den Tag hineinlebten.
Dieses Lebensgefühl der damaligen Jugend fing May Spils in ihrem Filmdebüt "Zur Sache, Schätzchen" ein und sprach einem überraschend großen Publikum damit aus der Seele. Die Premiere fand am 4. Januar 1968 statt und machte die bis dahin nur aus Karl-May-Filmen bekannte Uschi Glas über Nacht zum Star. Auch Hauptdarsteller Werner Enke, Lebensgefährte der Regisseurin und Co-Autor, fand bei Publikum und Kritik Beachtung.
Für seine Darstellung des Schwabinger Gammlers Martin erhielt er den deutschen Filmpreis in Gold, ebenfalls gemeinsam mit May Spils den Preis für die besten Dialoge. Uschi Glas sorgte vor allem durch ihren lasziven Striptease auf dem Polizeirevier für Aufsehen und wurde als Schätzchen der Nation bekannt. Noch heute wird sie mit dieser Rolle, die bis heute als ihre beste angesehen wird, in Verbindung gebracht.
Und wäre das "Schätzchen" nicht gewesen, wüsste heute niemand, was die genaue Bedeutung von "Fummeln" ist. Die wird nämlich genauestens und direkt am Objekt erklärt.
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