Originaltitel: 1408
USA 2007
John Cusack
Samuel L. Jackson
Mary McCormack
Regie: Mikael Håfström
Verleih: Senator
Der kalifornische Reiseführer-Autor Mike Enslin (John Cusack) schreibt gerne über übernatürliche Phänomene - und hält sie alle für Ammenmärchen. Bei seinen Recherchen stößt er auf ein New Yorker Hotelzimmer, in dem es tatsächlich spuken soll. Ungerührt von den Warnungen des Hotelmanagers Gerald Olin (Samuel L. Jackson) verbringt er die Nacht in Zimmer 1408, in dem seit 1912 über 50 Gäste binnen Stundenfrist den Tod fanden. Doch statt eines Mythos erwartet Mike das nackte Grauen - die Gruselgeschichten sind nämlich echt.
Nach einer effektvollen Shortstory von Stephen King beweist der versierte Schwede Mikael Håfström ("Evil", "Der Fluch von Hellestad"), dass man klaustrophobische Stimmung und vertrackte Psycho-Hochspannung mit einer smarten Geschichte verbinden kann.
John Cusack checkt unter Mikael Hafströms ("Evil") Regie als abgeklärter Grusel-Autor in ein mörderisches Geisterzimmer ein und verliert darüber fast den Verstand. Gute Nacht!
Nach Jahren voller blutigem Slasher-Horror à la "Saw" oder "Hostel" ist es höchste Zeit, dass die Kreissägen aus der Hand gelegt werden. Klassischer psychologischer Spukhaus-Thrill ist wieder angesagt wie einst bei Stanley Kubricks "Shining".
Autor dieses Gänsehaut-Evergreens war Stephen King, auf dessen Konto auch die Kurzgeschichte geht, der "Zimmer 1408" zugrunde liegt. In dieses Zimmer zieht der zynische Autor Mike Enslin (John Cusack) zu Recherchezwecken ein.
Einst vielversprechendes literarisches Talent, schreibt Mike nach dem tragischen Tod der kleinen Tochter und der darauf folgenden Trennung von seiner Frau nun kalkulierte Bestseller über Geisterhäuser. Und im titelgebenden Raum des altehrwürdigen Dolphin Hotel in Manhattan soll es besonders schlimm zugehen. Weit über 50 Gäste haben dort seit der Eröffnung angeblich bereits ihr Leben gelassen?
Gerald Olin weist Mike auf die möglichen Gefahren einer Übernachtung hin (Foto: Senator)
Schnell ist der Plot skizziert, rasch werden die Figuren eingeführt. Der Hotelmanager - toll besetzt mit Samuel L. Jackson - warnt Enslin eindringlich, die Suite zu beziehen. Was der freilich ausschlägt - eine Entscheidung mit horrenden Folgen. Von jetzt an muss er alle Arten von Höllenqualen durchstehen, denn der Raum besitzt die Fähigkeit, die Ängste seiner Bewohner auf diese zu projizieren.
John Cusack, einer der besten Charakterdarsteller Hollywoods, glänzt in diesem schwierigen Part. Er trotzt allen erdenklichen spektakulären Effekten und Schockmomenten mit grandiosem schauspielerischen Können. "We've only just begun" gellt's urplötzlich aus dem Radiowecker, und dann setzt das Inferno ein.
Einmal Hölle und zurück heißt es für Mike, der unerbittlich mit den eigenen Dämonen konfrontiert wird. Das Zimmer verwandelt sich erst in einen Backofen, dann in eine Eiswüste. Die Geister der Verstorbenen springen aus dem Fenster und die Bilder an der Wand erwachen zum Leben.
Stilsicher inszeniert diesen cleveren Mix aus Geistergeschichte und parapsychologischem Thriller der Schwede Mikael Håfström und knüpft damit nahtlos an Supernatural-Thriller wie "The Sixth Sense" und "The Ring" an.
| Darsteller: | John Cusack | als Mike Enslin | |
|---|---|---|---|
| Samuel L. Jackson | als Gerald Olin | ||
| Mary McCormack | als Lily Enslin | ||
| Jasmine Jessica Anthony | als Katie | ||
| Tony Shalhoub | als Sam Farrell | ||
| Alexandra Silber | als Junge Frau | ||
| Emily Harvey | als Sekretärin | ||
| Noah Margetts | als Noah | ||
| William Armstrong | als Clay | ||
| Paul Birchard | als Mr. Innkeeper | ||
| Regie: | Mikael Håfström | ||
| Drehbuch: | Scott Alexander | ||
| Larry Karaszewski | |||
| Matt Greenberg | |||
| Produzent: | Lorenzo di Bonaventura | ||
| Ausf. Produzent: | Jake Myers | ||
| Bob Weinstein | |||
| Harvey Weinstein | |||
| Buchvorlage: | Stephen King | ||
| Kamera: | Benoît Delhomme | ||
| Schnitt: | Peter Boyle | ||
| Musik: | Gabriel Yared | ||
| Produktionsdesign: | Andrew Laws | ||
| Kostüme: | Natalie Ward | ||
| Casting: | Elaine Grainger | ||
Mit Exorzismen ist es in der katholischen Kirche längst noch nicht vorbei, wie in einem Sachbuch namens "The Rite" zu lesen ist.
Dass sich das Böse besser nicht mit Anthony Hopkins anlegt, ist spätestens seit seinem Auftritt als Professor Van Helsing in "Bram Stoker's Dracula" klar. Nun bekommt es Hopkins, der gerade in "Wolfman" zu sehen ist, mit dem Teufel höchstpersönlich zu tun: Als Exorzist im neuen Horror-Film "The Rite" von Mikael Håfström, der schon für feinen Grusel in "Zimmer 1408" zuständig war.
"The Rite" basiert, ähnlich wie "Zimmer 1408", auf einer Buchvorlage mit angeblich wahren Vorfällen. Dahinter steckt ein Journalist namens Matt Baglio, der 2009 das Sachbuch "The Rite" veröffentlichte. Baglio verarbeitet darin seine Erlebnisse mit einem katholischen Priester, den er über mehrere Monate bei einer Exorzismus-Ausbildung im Vatikan begleitete. Das Buch enthält auch einige Begebenheiten, die angeblich wirklich stattfanden. Das Drehbuch wird Michael Petroni verfassen, der schon das Skript für den Horrorfilm "Die Königin der Verdammten" schrieb.
"The Rite" ist mit seinem "Alles ist wahr"-Ansatz in allerbester Gesellschaft zum Kinohit "Der Exorzismus von Emily Rose" aus dem Jahr 2005. Auch hier wurde eine wahre Geschichte verarbeitet: Die angebliche Besessenheit der deutschen Studentin Anneliese Michel, die 1976 in Folge von Unterernährung starb und an der zwei katholische Priester zuvor mehrfach Exorzismen vollzogen hatten.
In der Verfilmung des Nick-Hornby-Romans "High Fidelity" sind Charakteristika des Schallplattenbesitzers Rob: Das Kind im Manne und die ewige...
Als eleganter, mit Bibelzitaten und gewaltiger Donnerstimme rhetorisch und mit dem Colt tödlich überzeugender Killer ist er in "Pulp...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.