Verfilmung einer Kurzgeschichte von Stephen King, in der ein Spezialist für übernatürliche Ereignisse an eigener Haut feststellen muss, dass die Gruselgeschichten über ein legendäres Hotelzimmer in New York allesamt wahr sind. http://images.kino.de/flbilder/max07/mbiz07/mbiz36/z0736417/b150x150.jpg Zimmer 1408

Filmdetails

Zimmer 1408

Verfilmung einer Kurzgeschichte von Stephen King, in der ein Spezialist für übernatürliche Ereignisse an eigener Haut feststellen muss, dass die Gruselgeschichten über ein legendäres Hotelzimmer in New York allesamt wahr sind.


Zimmer 1408
Start: 13.09.2007

Originaltitel: 1408

Horror

USA 2007
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 16 Jahre

John Cusack
Samuel L. Jackson
Mary McCormack

Regie: Mikael Håfström
Verleih: Senator

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Inhalt

Der kalifornische Reiseführer-Autor Mike Enslin (John Cusack) schreibt gerne über übernatürliche Phänomene - und hält sie alle für Ammenmärchen. Bei seinen Recherchen stößt er auf ein New Yorker Hotelzimmer, in dem es tatsächlich spuken soll. Ungerührt von den Warnungen des Hotelmanagers Gerald Olin (Samuel L. Jackson) verbringt er die Nacht in Zimmer 1408, in dem seit 1912 über 50 Gäste binnen Stundenfrist den Tod fanden. Doch statt eines Mythos erwartet Mike das nackte Grauen - die Gruselgeschichten sind nämlich echt.

Nach einer effektvollen Shortstory von Stephen King beweist der versierte Schwede Mikael Håfström ("Evil", "Der Fluch von Hellestad"), dass man klaustrophobische Stimmung und vertrackte Psycho-Hochspannung mit einer smarten Geschichte verbinden kann.


Kritik

John Cusack checkt unter Mikael Hafströms ("Evil") Regie als abgeklärter Grusel-Autor in ein mörderisches Geisterzimmer ein und verliert darüber fast den Verstand. Gute Nacht!

Großansicht Soll Mike das Geisterzimmer betreten? (Foto: Senator)

Soll Mike das Geisterzimmer betreten? (Foto: Senator)

Nach Jahren voller blutigem Slasher-Horror à la "Saw" oder "Hostel" ist es höchste Zeit, dass die Kreissägen aus der Hand gelegt werden. Klassischer psychologischer Spukhaus-Thrill ist wieder angesagt wie einst bei Stanley Kubricks "Shining".

Autor dieses Gänsehaut-Evergreens war Stephen King, auf dessen Konto auch die Kurzgeschichte geht, der "Zimmer 1408" zugrunde liegt. In dieses Zimmer zieht der zynische Autor Mike Enslin (John Cusack) zu Recherchezwecken ein.

Einst vielversprechendes literarisches Talent, schreibt Mike nach dem tragischen Tod der kleinen Tochter und der darauf folgenden Trennung von seiner Frau nun kalkulierte Bestseller über Geisterhäuser. Und im titelgebenden Raum des altehrwürdigen Dolphin Hotel in Manhattan soll es besonders schlimm zugehen. Weit über 50 Gäste haben dort seit der Eröffnung angeblich bereits ihr Leben gelassen?

Großansicht Gerald Olin weist Mike auf die möglichen Gefahren einer Übernachtung hin (Foto: Senator)

Gerald Olin weist Mike auf die möglichen Gefahren einer Übernachtung hin (Foto: Senator)

Eine Nacht im Horror-Hotel

Schnell ist der Plot skizziert, rasch werden die Figuren eingeführt. Der Hotelmanager - toll besetzt mit Samuel L. Jackson - warnt Enslin eindringlich, die Suite zu beziehen. Was der freilich ausschlägt - eine Entscheidung mit horrenden Folgen. Von jetzt an muss er alle Arten von Höllenqualen durchstehen, denn der Raum besitzt die Fähigkeit, die Ängste seiner Bewohner auf diese zu projizieren.

John Cusack, einer der besten Charakterdarsteller Hollywoods, glänzt in diesem schwierigen Part. Er trotzt allen erdenklichen spektakulären Effekten und Schockmomenten mit grandiosem schauspielerischen Können. "We've only just begun" gellt's urplötzlich aus dem Radiowecker, und dann setzt das Inferno ein.

Großansicht So langsam kommt Mike das Grauen (Foto: Senator)

So langsam kommt Mike das Grauen (Foto: Senator)

Buntes Treiben

Einmal Hölle und zurück heißt es für Mike, der unerbittlich mit den eigenen Dämonen konfrontiert wird. Das Zimmer verwandelt sich erst in einen Backofen, dann in eine Eiswüste. Die Geister der Verstorbenen springen aus dem Fenster und die Bilder an der Wand erwachen zum Leben.

Stilsicher inszeniert diesen cleveren Mix aus Geistergeschichte und parapsychologischem Thriller der Schwede Mikael Håfström und knüpft damit nahtlos an Supernatural-Thriller wie "The Sixth Sense" und "The Ring" an.

Zimmer 1408

Darsteller:  John Cusack   als Mike Enslin
  Samuel L. Jackson   als Gerald Olin
  Mary McCormack   als Lily Enslin
  Jasmine Jessica Anthony   als Katie
  Tony Shalhoub   als Sam Farrell
  Alexandra Silber   als Junge Frau
  Emily Harvey   als Sekretärin
  Noah Margetts   als Noah
  William Armstrong   als Clay
  Paul Birchard   als Mr. Innkeeper
 
Regie:  Mikael Håfström  
Drehbuch:  Scott Alexander  
  Larry Karaszewski  
  Matt Greenberg  
Produzent:  Lorenzo di Bonaventura  
Ausf. Produzent:  Jake Myers  
  Bob Weinstein  
  Harvey Weinstein  
Buchvorlage:  Stephen King  
Kamera:  Benoît Delhomme  
Schnitt:  Peter Boyle  
Musik:  Gabriel Yared  
Produktionsdesign:  Andrew Laws  
Kostüme:  Natalie Ward  
Casting:  Elaine Grainger  

Anthony Hopkins wird Exorzist

Mit Exorzismen ist es in der katholischen Kirche längst noch nicht vorbei, wie in einem Sachbuch namens "The Rite" zu lesen ist.

Großansicht Anthony Hopkins will sich mit Satan anlegen (Foto: Kurt Krieger)

Anthony Hopkins will sich mit Satan anlegen (Foto: Kurt Krieger)

Dass sich das Böse besser nicht mit Anthony Hopkins anlegt, ist spätestens seit seinem Auftritt als Professor Van Helsing in "Bram Stoker's Dracula" klar. Nun bekommt es Hopkins, der gerade in "Wolfman" zu sehen ist, mit dem Teufel höchstpersönlich zu tun: Als Exorzist im neuen Horror-Film "The Rite" von Mikael Håfström, der schon für feinen Grusel in "Zimmer 1408" zuständig war.

"The Rite" basiert, ähnlich wie "Zimmer 1408", auf einer Buchvorlage mit angeblich wahren Vorfällen. Dahinter steckt ein Journalist namens Matt Baglio, der 2009 das Sachbuch "The Rite" veröffentlichte. Baglio verarbeitet darin seine Erlebnisse mit einem katholischen Priester, den er über mehrere Monate bei einer Exorzismus-Ausbildung im Vatikan begleitete. Das Buch enthält auch einige Begebenheiten, die angeblich wirklich stattfanden. Das Drehbuch wird Michael Petroni verfassen, der schon das Skript für den Horrorfilm "Die Königin der Verdammten" schrieb.

Anthony Hopkins' Date mit dem Teufel

"The Rite" ist mit seinem "Alles ist wahr"-Ansatz in allerbester Gesellschaft zum Kinohit "Der Exorzismus von Emily Rose" aus dem Jahr 2005. Auch hier wurde eine wahre Geschichte verarbeitet: Die angebliche Besessenheit der deutschen Studentin Anneliese Michel, die 1976 in Folge von Unterernährung starb und an der zwei katholische Priester zuvor mehrfach Exorzismen vollzogen hatten.

Bilder von Sir Anthony Hopkins

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