Veröffentlicht am 15.01.2009
Zeiten des Aufruhrs Revolutionary Road, USA 2008
Zeiten des Aufruhrs Revolutionary Road, Kinostart 15.01.2009, USA 2008
  • Zeiten des Aufruhrs / Set / Sam Mendes / Kate Winslet

  • Zeiten des Aufruhrs / Kate Winslet / Leonardo DiCaprio

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Zeiten des Aufruhrs - Filmplakat

Mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio besetztes Meisterdrama über ein Ehepaar, das aus der Konformität des Vorstadtglücks der Fünfzigerjahre ausbrechen will.

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Filmkritik zu Zeiten des Aufruhrs

Das "Titanic"-Traumpaar ist zurück - und kämpft mit allen Mitteln gegen die Tücken des Spießerlebens in der Vorstadt.

Die wollen alles vom Leben: das junge Ehepaar April (Kate Winslet) und Frank Wheeler (Leonardo DiCaprio) hat große Pläne und Ambitionen. Die beiden sehen sich als Individualisten und pfeifen auf die langweiligen gesellschaftlichen Konventionen des prüden Amerika der Fünfziger Jahre. Schwelende Konflikte des Einzelnen mit der Gesellschaft, Reibungspunkte im Alltag - das ist der Stoff, der Sam Mendes zu Höchstform auflaufen lässt, wie er bereits eindrucksvoll mit dem fünffachen Oscar-Gewinner "American Beauty" gezeigt hat.

Für die Verfilmung von Richard Yates' Kultroman "Zeiten des Aufruhrs" holte der Regisseur aber vor allem das frühere "Titanic"-Duo Leonardo DiCaprio und Kate Winslet zum ersten Mal wieder gemeinsam vor die Kamera.

Idylle mit Dilemma

Obwohl das Drama in einer US-Kleinstadtidylle der 50er angesiedelt ist, so haben seine Themen doch eine allgemeine Gültigkeit, der sich auch der moderne Zuschauer nicht entziehen kann.

Das Dilemma zeigt sich schon in der Grundkonstellation, die vielen bekannt vorkommen dürfte: Als April schwanger wird, beschließt das Paar, sich in der ländlichen Umgebung von Connecticut niederzulassen. Frank hat einen zwar gut bezahlten, aber langweiligen Bürojob, April fristet ein Dasein als Hausfrau und träumt von einer Schauspielkarriere.

Job, Haus, Familie

Gefangen in den Konventionen des 'Job, Haus, Familie'-Daseins erkennen die beiden, dass sie genau das Leben führen, das sie eigentlich zutiefst verachten. Und stellen sich Fragen, mit denen sich der Großteil des Publikums identifizieren dürfte: Warum brechen wir nicht einfach aus? Wollen wir unsere Träume von früher nicht endlich verwirklichen?

In ihrem Fall heißt der Fluchtpunkt Paris, und es ist beklemmend und bewegend zu verfolgen, wie die Protagonisten allen Hindernissen zum Trotz Kurs zu halten versuchen. Aber können sie mit einem Umzug nach Europa diesem Konstrukt aus Alltag und Selbsttäuschung entkommen?

Heftige Emotionen

In seiner vierten Regiearbeit gelingt es Sam Mendes ("Road to Perdition"), das Konfliktpotential selbst des unscheinbarsten Moments auszuloten. In heftigen Emotionen prallen die Charaktere aufeinander - und es zeigt sich, dass Kate Winslet, Mendes' Ehefrau, und Leonardo DiCaprio in den elf Jahren seit "Titanic" gereift sind. Ihre große schauspielerische Leistung von damals wird in dem bewegenden Drama um Liebe, Träume, Eitelkeiten und Hoffnungen sogar noch getoppt.

Mit gutem Gespür für Design und filmischen Rhythmus bringt Mendes eine Schlacht der großen Gefühle auf die Leinwand, in der ein Wort mehr Verwüstungen anrichten kann als jede Explosion. Selten gewordenes großes Beziehungskino, oscarreif gespielt von Leo und Kate.

Pressestimmen

In seiner vierten Regiearbeit gelingt es Sam Mendes ("Road to Perdition"), das Konfliktpotential selbst des unscheinbarsten Moments auszuloten. In heftigen Emotionen prallen die Charaktere aufeinander - und es zeigt sich, dass Kate Winslet, Mendes' Ehefrau, und Leonardo DiCaprio in den elf Jahren seit "Titanic" gereift sind. Ihre große schauspielerische Leistung von damals wird in dem bewegenden Drama um Liebe, Träume, Eitelkeiten und Hoffnungen sogar noch getoppt. (Treffpunkt Kino)

Mit den "Titanic"-Stars Kate Winslet und Leonardo DiCaprio hat Regisseur Sam Mendes ("American Beauty") einen magnetischen Köder, um Zuschauer für sein messerscharfes, bitteres Beziehungsdrama anzulocken. Das Psychogramm einer krisengeschüttelten Ehe steht im Fokus einer Romanverfilmung, die ein nicht gerade unterhaltungsfreundliches Terrain mit hoher darstellerischer und inszenatorischer Qualität beschreitet. (Blickpunkt:Film)

Auf den ersten Blick scheint die Geschichte langsam dahinzufließen ... auf den zweiten Blick wird deutlich, dass der Film diese Zeit braucht und nutzt. Durch sie wird es möglich, auf eine den Film vorantreibende Erzählstimme zu verzichten und Gefühle in ihrer Entwicklung nuanciert in Mimik und kleinsten Gesten auszuspielen. (Stuttgarter Zeitung, 15. Januar 2009)

"Zeiten des Aufruhrs" ist ein großartiges Melodram. Nach dem Roman von Richard Yates wird mit Opulenz und zugleich stiller Demut vom unausweichlichen Zerfall einer Ehe erzählt. (Welt kompakt, 15. Januar 2009)

Aber es ist auch ein Film, dem etwas fehlt, der all das sichtbar macht, dem in all seiner formalen und visuellen Schlüssigkeit jene Empathie abgeht, die ein gescheitertes Leben in Suburbia in ein Melodram verwandelt. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. Januar 2009)

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Filmhandlung & Hintergrund zu Zeiten des Aufruhrs

Große Pläne und noch mehr Ambitionen haben Frank (Leonardo DiCaprio) und April Wheeler (Kate Winslet), als sie sich in den 50er Jahren im ländlichen Connecticut niederlassen. Beide glauben, auf die prüde Gesellschaft pfeifen zu können, merken aber bald, dass sie genau jene Spießer werden, die sie zeitlebens verachtet haben: Frank hat einen öden Bürojob, April verwelkt als Hausfrau. Ein Umzug ins europäische Paris soll alle Sorgen beenden.

Zwölf Jahre nach "Titanic" stehen Leonardo di Caprio und Kate Winslet wieder gemeinsam vor der Kamera. Oscarregisseur Sam Mendes ("American Beauty") zeigt sie als Paar, das ein Leben ohne Kompromisse sucht, aber nur fortwährend der eigenen Selbsttäuschung erliegt.



Mitte der Fünfzigerjahre hat Frank und April Wheeler die Realität erreicht. Ihre Träume, anders zu leben als im genormten Vorstadtglück, haben sich nicht erfüllt. Frank ist frustriert als Bürodrohne, April darüber, sich nur als Mutter zweier Kinder zu definieren. Als sie den Vorschlag macht, nach Paris zu ziehen, kommt neues Leben in die Ehe. Doch wird Frank wirklich das Risiko der Routine vorziehen können?



Mitte der Fünfzigerjahre hat das junge Ehepaar Frank und April Wheeler die Realität erreicht. Ihre Träume, anders zu leben als im genormten Vorstadtglück, haben sich nicht erfüllt. Frank ist frustriert als Bürodrohne, die einstmals ambitionierte Schauspielerin April unglücklich darüber, sich nur als Mutter zweier Kinder zu definieren. Als sie den Vorschlag macht, den Trott hinter sich zu lassen und nach Paris zu ziehen, kommt neues Leben in die Ehe. Doch wird Frank wirklich das Risiko der Routine vorziehen können?



Prädikat besonders wertvoll

Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Regie-Ikone Sam Mendes hat mit dieser Romanverfilmung einen ungewöhnlichen Stoff gewählt und ihn außergewöhnlich umgesetzt. Er erzählt die leidenschaftliche Geschichte eines Liebespaares, großartig verkörpert von Leonardo DiCaprio und Kate Winslet, den gemeinsamen Lebensweg zweier Individualisten im erzkonservativen prüden Amerika. In der Ästhetik der 50er Jahre inszeniert, ist Zeiten des Aufruhrs ein zutiefst beeindruckender Schauspielerfilm, ein mitreißendes Kammerspiel, das rasant Fahrt aufnimmt und eine überwältigende Kraft entwickelt. Sam Mendes neuestes Werk ist große Filmkunst von zeitloser Botschaft und im besten Sinne auch ein politischer Film.

Jurybegründung:

Regie-Ikone Sam Mendes hat die Verfilmung des Romanstoffes aus den 1950er Jahren in gewohnt höchster Perfektion ganz im "altmodischen" Stil der Zeit vor rund 50 Jahren inszeniert.

Roman und Film spielen in einer Zeit, als die amerikanische Gesellschaft von einem Klima starker Prüderie, eines strikt konservativen Frauen- und Familienbildes bestimmt war, dies auch noch verstärkt durch eine stark konservativ ausgerichtete Innen- und Außenpolitik der USA.

Sieht man Mendes Film im Klima der heutigen neokonservativen Zeit in den USA, so hat er gerade durch die Atmosphäre seines Zeitgeistes immer noch - oder wieder - eine zutiefst politische Botschaft.

Kamera, Bildästhetik und Schnitt stellen sich vollkommen in den Dienst des Erzählrhythmus. Langsam baut sich der Spannungsbogen in diesem unter die Haut gehenden Drama um ein junges Paar auf. Zwei Individualisten, die sich ihr persönliches wie auch ihr gemeinsames Leben ganz anders erträumt haben und zielgerecht in die Katastrophe steuern. Großartig ist die Leistung von Ausstattung, Maske und Kostüm, begeisternd das Spiel der Protagonisten, durch Leonardo DiCaprio und besonders durch Kate Winslet. Sam Mendes Werk ist große Filmkunst im wahrsten Sinne des Wortes und ein eindrucksvoller Schauspielerfilm von zeitloser Botschaft.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Originaltitel Revolutionary Road
OV Ja
OmU -
Genre Drama
Filmpreis -
USA-Start 26.12.2008
Kinostart (D) 15.01.2009
Besucher (D) 546.815
Einspielergebnis (D) € 3.680.786
Bes. (EDI) 546.815
Bes. (FFA) 547.149
FSK ab 12 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Zeiten des Aufruhrs
Regisseur Sam Mendes Künstlerporträt 750857 Sam Mendes / Filmpremiere Regisseur © Kurt Krieger
Darsteller Leonardo DiCaprio Künstlerporträt 788074 DiCaprio, Leonardo / 66. Internationale Filmfestspiele von Cannes 2013 Frank Wheeler © Kurt Krieger
Darsteller Kate Winslet Künstlerporträt 668885 Kate Winslet / 68. Internationale Filmfestspiele Venedig 2011 April Wheeler © Kurt Krieger
Darsteller Michael Shannon Künstlerporträt 739012 Shannon, Michael / 69. Internationale Filmfestspiele Venedig 2012 John Givings © Kurt Krieger
Darsteller Kathy Bates Künstlerporträt 557446 Kathy Bates / Oscar 2010 / 82th Annual Academy Awards Mrs. Givings © Kurt Krieger
Darsteller Zoe Kazan Maureen Grube
Darsteller Ryan Simpkins Jennifer Wheeler
Darsteller David Harbour Shep Campbell
Darsteller Kathryn Hahn Künstlerporträt 844454 Hahn, Kathryn / Film Independent Spirit Awards 2014 Milly Campbell © Kurt Krieger
Drehbuch Justin Haythe Drehbuch
Weitere Darsteller
Produzent
Ausf. Produzent
Buchvorlage
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
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News & Stories zu Zeiten des Aufruhrs
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