Originaltitel: Practical Magic
USA 1998
Sandra Bullock
Nicole Kidman
Dianne Wiest
Regie: Griffin Dunne
Verleih: Warner
Die Schwestern Sally und Gillian sind Hexen, doch wenn es um Männer gibt, hilft kein Zauberspruch mehr. Als würde ein Fluch auf ihnen lasten, segnet schon bald jeder ihrer Verehrer das Zeitliche. Während Sally darauf reagiert, indem sie die Zauberei an den Nagel hängt, treibt es ihre Schwester immer bunter, und als sie den Vagabunden Jimmy anschleppt, löst sie eine Kettenreaktion aus.

It's the Season of the witch: Die Hexen von Eastwick wären verwundert, wenn sie ihre schmucken Nachfolgerinnen Sandra Bullock und Nicole Kidman als ebenso zauberndes wie bezauberndes Schwesternpaar sehen könnten. Wenn diese Star-Hexen hexen, dann kommt wenig Substantielles, dafür aber umso mehr
Gefälliges heraus. Ob Publikumsliebling Sandra als gutherzige Weiß-Magierin nun ohne einen Finger zu heben ihren Kaffee umrührt oder Tom Cruises' Ehefrau Reize sinnlicherer Art spielen läßt, stets findet Griffin Dunne in seinem zweiten Spielfilm die passenden federleichten Bilder, das seichte Geschehen nahezu ohne dramatischen Tiefgang publikumswirksam aufzubereiten. Amerika folgte dem Ruf der Hexen hypnotisiert und machte den mannstollen Hexenclub zur überzeugenden Nummer eins in den hiesigen Kinos.
"In Sachen Liebe" war der Titel des - zumindest in Deutschland mit 1,1 Mio. Zuschauern immens erfolgreichen - obsessiven Regiedebüts des Schauspielers Griffin Dunne ("Die Zeit nach Mitternacht"). Es ist auch das Leitmotiv für seinen nicht minder exzentrischen Zauberreigen, in dem auf den Schwestern Sally (Bullock) und Gillian (Kidman) Owens ein jahrhundertealter Fluch in Sachen Liebe lastet. Denn jeder Mann, der das Herz einer Owens-Frau gewinnt, ist prädestiniert, alsbald das Zeitliche zu segnen. Nachdem die rechtschaffen-
brave Sally, verheiratet und zwei Töchter, erwartungsgemäß zur Witwe wird, lebt sie zurückgezogen mit ihren beiden schrulligen Tanten, die mit augenzwinkerndem Schalk von Diane Wiest und Stockard Channing dargestellt werden. Ihre vor Sexappeal strotzende Schwester (Kidman zeigt sich erneut to die for) hingegen, setzt ihre Macht bewußt ein, um Männern den Kopf zu verdrehen. Als sie jedoch an den brutalen Cowboy-Dracula Jimmy (Goran Visnjic) gerät, ruft sie Sally zu Hilfe, und in "Thelma und Louise"-Tradition wird der Wüstling (zunächst) ins Jenseits befördert. Doch schon bald haben sie nicht nur mit seinem garstigen Geist zu kämpfen, sondern müssen sich auch mit dem hartnäckigen Polizeidetektiv Gary Hallet (Aidan Quinn paßt perfekt in das
Bullock-Schema ihrer farblos-zahmen romantischen Partner) auseinandersetzen.
Basierend auf dem Bestsellerroman von Alice Hoffman zeichnen drei Drehbuchautoren für das wenig ausgewogene Skript verantwortlich. Gemeinsam kochten sie einen cineastischen Hexentrank aus, der wie ein mit zwei charismatischen Schauspielerinnen schön garnierter Genresalat light anmutet, dessen dramatischer Gehalt asketisch kalorienarm ausgefallen ist. Sparsam werden ein bißchen Komödie, Familiendrama, Krimi, Romantik und ein Hauch Horroreffekte ("Der Exorzist" läßt grüßen) wie Hors d'oeuvres aufgetischt, die den Appetit nach mehr Detail und Substanz anregen, ohne dem Zuschauer den erhofften Nachschlag zu geben. Somit kann die soundtracksaturierte Okkultkomödie mit ihrem matriarchalisch-magischen Hokuspokus dem Kessel- und Besengenre zwar nichts Neues hinzufügen, doch das weibliche Publikum wird sich vielleicht nicht in Scharen, dennoch zahlreich behexen lassen. ara.
| Darsteller: | Sandra Bullock | als Sally | |
|---|---|---|---|
| Nicole Kidman | als Gillian | ||
| Dianne Wiest | als Tante Jet | ||
| Stockard Channing | als Tante Frances | ||
| Aidan Quinn | als Gary | ||
| Goran Visnjic | als Jimmy | ||
| Evan Rachel Wood | als Kylle | ||
| Alexandra Astrip | als Antonia | ||
| Mark Feuerstein | als Michael | ||
| Regie: | Griffin Dunne | ||
| Drehbuch: | Robin Swicord | ||
| Akiva Goldsman | |||
| Adam Brooks | |||
| Produzent: | Denise Di Novi | ||
| Koproduzent: | Robin Swicord | ||
| Ausf. Produzent: | Mary McLaglen | ||
| Bruce Berman | |||
| Buchvorlage: | Alice Hoffman | ||
| Kamera: | Andrew Dunn | ||
| Schnitt: | Elizabeth Kling | ||
| Musik: | Alan Silvestri | ||
| Produktionsdesign: | Robin Standefer | ||
| Kostüme: | Judianna Makovsky | ||
| Ton: | Richard Bryce Goodman | ||
Anakin-Darsteller Hayden Christensen demnächst als gescheiterter Journalist und als junger Wilder.
Das ist mal was Neues: Mit "Star Wars" Karriere machen.
Denn anders als bei Mark "Luke Skywalker" Hamill stehen bei Hayden Christensen die Studiobosse Schlange: Gleich wegen zwei neuer Projekte haben sie an seine Tür geklopft. Und Anakin gewährte Einlass:
Im Biopic "Shattered Glass" wird er den verzweifelten Journalisten Stephen Glass spielen. Der sorgte 1998 mit kritischen Artikeln über ein Antidrogenprogramm für einen handfesten Skandal: Angeblich waren seine "Fakten" und viele der beschriebenen Personen frei erfunden.
Bereits im August wird Billy Ray im Regiestuhl Platz nehmen und damit sein Dasein als reiner Schreibtischtäter aufgeben: Von ihm stammen u.a. die Drehbücher für den Bruce Willis-Thriller "Color of Night" und "Volcano" mit Tommy Lee Jones.
Haydens zweites Projekt wird das Jugend-Drama "Nailed Right In" von Regisseur Griffin Dunne ("Zauberhafte Schwestern", "40 Tage und 40 Nächte"). Christensen spielt einen von drei ehrgeizigen Teenies, deren Freundschaft von der Gang des legendären Mafiabosses John Gotti bedroht wird.
Gefährlich das klingt!
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