Abschluss von Christian Petzolds loser Vergangenheits-Trilogie, in der eine junge Frau im Westen ein neues Leben beginnt, es allerdings nicht bewältigen kann. http://images.kino.de/flbilder/max07/auto07/auto29/07290963/b150x150.jpg Yella

Filmdetails

Yella

Abschluss von Christian Petzolds loser Vergangenheits-Trilogie, in der eine junge Frau im Westen ein neues Leben beginnt, es allerdings nicht bewältigen kann.


Yella
Start: 13.09.2007

Drama

Deutschland 2007
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Nina Hoss
Devid Striesow
Hinnerk Schönemann

Regie: Christian Petzold
Verleih: Piffl

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Inhalt

Buchhalterin Yella (Nina Hoss) hat genug: Sie flüchtet aus ihrer perspektivlosen ostdeutschen Kleinstadt und der gescheiterten Ehe mit Ben (Hinnerk Schönemann), um einen Neuanfang im Westen zu wagen. Nach erfolglosen Versuchen trifft sie in Hannover auf Philipp (Devid Striesow), der bei einem Finanzunternehmen arbeitet und ihr eine Stelle als seine Assistentin verschafft. Sie lernt eine unwirkliche Luxuswelt kennen, geht eine Beziehung zu Philipp ein. Doch ihr altes, schäbiges Leben bricht in diesen Traum ein, als Ben unvermittelt auftaucht.

Christian Petzold schließt nach "Wolfsburg" und "Gespenster" seine Trilogie der verlorenen Seelen ab. Nina Hoss zeigt eine beeindruckende Leistung, die mit dem Silbernen Bären gekürt wurde in einem anspielungsreichen Sozialdrama um deutsch-deutsche Heimatlosigkeit.


Kritik

Abschluss von Christian Petzolds loser Vergangenheits-Trilogie, in der eine junge Frau im Westen ein neues Leben beginnt, es allerdings nicht bewältigen kann.

Großansicht Kann Yella ihrem alten Leben, ihrer alten Liebe, entkommen? (Foto: Piffl)

Kann Yella ihrem alten Leben, ihrer alten Liebe, entkommen? (Foto: Piffl)

Nichts hält Yella (Nina Hoss) mehr in der öden Kleinstadt Wittenberge: Nach einer gescheiterten Ehe und zerplatzten Träumen lässt sie den Osten hinter sich, um im Westen neu anzufangen - jenseits der Elbe in Hannover.

Zufällig trifft sie Philipp (Devid Striesow) und macht an seiner Seite in der Welt des Venture-Kapitals Karriere, Gefühle flammen auf. Doch in das zerbrechliche Glück schleichen sich Momente aus der Vergangenheit, die Yellas neues Leben bedrohen.

Wie immer intensiv und präzise: Christian Petzold auf den Spuren der Liebe in Zeiten des Risiko-Kapitals. Nach "Die innere Sicherheit" und "Gespenster" beendet Petzold, Kopf der sogenannten Berliner Schule, eine lose gestaltete Trilogie von Filmen über Menschen, die unerwartet von Dämonen der Vergangenheit eingeholt werden.

Großansicht Philipp bietet Yella einen guten Job an (Foto: Piffl)

Philipp bietet Yella einen guten Job an (Foto: Piffl)

Intensives Rätsel

Mit Nina Hoss ("Nackt") in der Titelrolle setzt Petzold mit "Yella" sein kühles, verrätselndes und doch so intensives Kino der Ambivalenz fort.

Yella

Darsteller:  Nina Hoss   als Yella
  Devid Striesow   als Philipp
  Hinnerk Schönemann   als Ben
  Burghart Klaußner   als Dr. Gunthen
  Barbara Auer   als Barbara Gunthen
  Christian Redl   als Yellas Vater
  Selin Barbara Petzold   als Dr. Gunthens Tochter
  Wanja Mues   als Sprenger
  Michael Wittenborn   als Schmitt-Ott
  Martin Brambach   als Dr. Fitz
  Joachim Nimtz   als Prietzel
  Peter Benedict   als Friedrichs Anwalt
  Peter Knaack   als Insolvenzverwalter
  Thomas Giese   als Kassierer
 
Regie:  Christian Petzold  
Drehbuch:  Christian Petzold  
Produzent:  Florian Koerner von Gustorf  
Kamera:  Hans Fromm  
Schnitt:  Bettina Böhler  
Musik:  Stefan Will  
Produktionsdesign:  Kade Gruber  
Kostüme:  Anette Guther  
  Charlotte Sawatzki  
Maske:  Monika Münnich  
Ton:  Andreas Mücke-Niesytka  
Casting:  Simone Bär  

Film ab auf der BÄRlinale

Berlin leuchtet, wenn Stars und Sternchen auf dem roten Teppich Hollywood-Flair an die Spree bringen.

Großansicht Knapp zwei Wochen lang blickt die Filmwelt auf den Berlinale-Palast im Herzen der Hauptstadt - erstes Highlight: "La Vie en Rose" (Foto: Kurt Krieger)

Knapp zwei Wochen lang blickt die Filmwelt auf den Berlinale-Palast im Herzen der Hauptstadt - erstes Highlight: "La Vie en Rose" (Foto: Kurt Krieger)

Sie lebte wild und gefährlich und wurde zum Mythos, ihre Stimme war pure Magie - ein besseres Motto als das des Eröffnungsfilms "La vie en rose" übder Chanson-Legende Edith Piaf kann sich ein Festival nicht auf die Fahnen schreiben. Der Wettbewerb des größten deutschen Filmfests liefert eine Auswahl des internationalen "Best of", in den Nebenreihen ist Arthouse in "Panorama", Kinder- und Jugendfilm in "Generation", Heimisches in "Perspektive Deutsches Kino" und Experimentelles im "Forum des Jungen Films" zu sehen, insgesamt rund 350 Filme.

Hier einige Appetizer auf leidenschaftlichen (Kino)Genuss: "Goodbye Bafana" von Oscar-Preisträger Bille August über den Gefängniswärter (Joseph Fiennes) von Nelson Mandela. Politisch auch die US-Beiträge "The Good German" von Steven Soderbergh mit George Clooney als Journalist im Nachkriegs-Berlin und Robert De Niros "Der gute Hirte", in dem Matt Damon im 2. Weltkrieg für den Geheimdienst rekrutiert wird.

Großansicht "Tagebuch eines Skandals": Packendes Eifersuchtsdrama mit dem grandiosen Duo Judi Dench und Cate Blanchett (Foto: Fox)

"Tagebuch eines Skandals": Packendes Eifersuchtsdrama mit dem grandiosen Duo Judi Dench und Cate Blanchett (Foto: Fox)

Oscar-Favoriten in Berlin

Aus Deutschland kommt Christian Petzolds "Yella": Nina Hoss spielt eine Frau aus Brandenburg, die einen Arbeitsplatz im Westen annimmt, um ihrer kaputten Ehe zu entfliehen.

Eine Arbeitsstelle im Erotik-Gewerbe tritt Marianne Faithfull in "Irina Palm" als Witwe in finanziellen Schwierigkeiten an, die beiden oscar-nominierten Dame Judi Dench und Cate Blanchett kriegen sich wegen einer verbotenen Affäre in die Haare ("Tagebuch eines Skandals") und aus Südkorea kommt Park Chan-wooks "I am a Cyborg but that's ok" um eine Patientin in einer Nervenheilanstalt, die sich für einen Roboter hält.

Großansicht Regie-Ass Arthur Penn - sein Gangsterduo "Bonnie und Clyde" ist unvergessen (Foto: Neue Visionen)

Regie-Ass Arthur Penn - sein Gangsterduo "Bonnie und Clyde" ist unvergessen (Foto: Neue Visionen)

Ehrenbär für Arthur Penn

Zudem verbeugt sich die Berlinale vor einem der ganz Großen des Weltkinos: Auf das Konto von Arthur Penn gehen Klassiker wie "Bonnie und Clyde" und "Die heiße Spur", er hat das New Hollywood mit seinem Autorenkino entscheidend geprägt. Dafür wird der unbestechliche Beobachter der amerikanischen Gesellschaft mit dem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet und mit einer umfangreichen Film-Hommage geehrt.

Tief in das Schatzkästchen der Filmgeschichte greift auch die diesjährige Retrospektive der Berlinale: Sie widmet sich den "City Girls" und zeigt Frauenbilder im Stummfilm. Dazu dokumentiert im Rahmen der Werkschau "Magnum in Motion" eine Reihe mit 33 Filmen das Werk einiger Vertreter der weltberühmten Fotografen-Vereinigung. Was sie mit der Filmkamera geschaffen haben, war bisher selten zu sehen und ist eine Entdeckung wert.

Aktuelle Berichte vom Geschehen auf einem der größten internationalen Filmfestivals gibt's wie immer auf KINO.DE!

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