Originaltitel: X-Men: The Last Stand
USA 2006
Hugh Jackman
Halle Berry
Sir Ian McKellen
Regie: Brett Ratner
Verleih: Fox
Wieder einmal stehen sich die verfeindeten Bataillone der Mutanten kampfbereit gegenüber: Die X-Men unter Führung von Professor Xavier (Patrick Stewart) sind um Ausgleich mit den Menschen bemüht, die Gruppe um Magneto (Ian McKellen) eher auf die Weltherrschaft erpicht. Zwei unerwartete Entwicklungen bringen Bewegung in die Fronten: Ein Mittel verspricht Heilung vom Mutantendasein, und Jean Grey (Famke Janssen) mutiert zum Phoenix.
Regiewechsel und Neuzugänge in der Marvel-Actionsaga: Auf den zur "Batman"-Franchise gewechselten Bryan Singer folgt Brett Ratner ("Rush Hour", "Red Dragon"), und "Frasier"-Darsteller Kelsey Grammer spielt Das Biest.
Der Showdown der Actionsaga ist pures, überwältigendes Megakino für alle Sinne!
"Ich kann Ihnen versichern", so Regisseur Brett Ratner, "das ist nicht nur der größte Film, den ich je gemacht habe, das ist einer der größten Filme, den je ein Studio in Angriff genommen hat." Sprach's und verschwand wieder im Schneideraum, um letzte Hand an "X-Men: Der letzte Widerstand" zu legen.
Die gute Nachricht gleich vorweg: Man darf ihm glauben! Solcherart furioses Überwältigungskino bringt selbst das in Superlativen schwelgende Hollywood nur alle paar Jahre hervor. Großes Spektakel trifft große Gefühle, eine visuelle und emotionale Achterbahnfahrt von epischer Tiefe.
Souverän spinnt Erfolgsregisseur Ratner ("Rush Hour") die von Bryan Singer etablierte Superheldensaga fort, fügt mit Fingerspitzengefühl neue Charaktere hinzu und entwickelt die bekannten Figuren konsequent weiter.
In der Hauptsache jedoch bläst er zum Showdown zwischen Menschen, Dr. Xaviers X-Men und Magnetos finsteren Schergen. Denn ein neues Heilmittel, das alle Mutanten in normale Menschen verwandeln könnte, erschüttert das fragile Gleichgewicht und stürzt alle Parteien in einen todbringenden Konflikt. Wer dieses letzte Gefecht überstehen wird, entscheidet sich erst in letzter Minute.
| Darsteller: | Hugh Jackman | als Logan/Wolverine | |
|---|---|---|---|
| Halle Berry | als Ororo Munroe/Storm | ||
| Sir Ian McKellen | als Eric Lensherr/Magneto | ||
| Famke Janssen | als Jean Grey/Phönix | ||
| Anna Paquin | als Marie D'Ancanto/Rogue | ||
| Kelsey Grammer | als Hank McCoy/Beast | ||
| Rebecca Romijn | als Raven Darkholme/ Mystik | ||
| James Marsden | als Scott Summers/ Zyklop | ||
| Shawn Ashmore | als Bobby Drake/ Icemann | ||
| Vinnie Jones | als Cain Marko/Juggernaut | ||
| Sir Patrick Stewart | als Professor Charles Xavier | ||
| Ben Foster | als Warren Worthington III/ Angel | ||
| Dania Ramirez | als Callisto | ||
| Ellen Page | als Kitty Pryde | ||
| Michael Murphy | als Warren Worthington II | ||
| Shohreh Aghdashloo | als Dr. Kavita Rao | ||
| Josef Sommer | als Präsident | ||
| Bill Duke | als Trask | ||
| Aaron Stanford | als John Allerdyce/ Pyro | ||
| Daniel Cudmore | als Peter Rasputin/ Colossus | ||
| Regie: | Brett Ratner | ||
| Drehbuch: | Zak Penn | ||
| Simon Kinberg | |||
| Michael Dougherty | |||
| Dan Harris | |||
| Produzent: | Ralph Winter | ||
| Lauren Shuler-Donner | |||
| Avi Arad | |||
| Koproduzent: | Ross Fanger | ||
| Jamie Freitag | |||
| Ausf. Produzent: | Kevin Feige | ||
| Stan Lee | |||
| John Palermo | |||
| Buchvorlage: | Bryan Singer | ||
| Kamera: | Dante Spinotti | ||
| Schnitt: | Mark Helfrich | ||
| Mark Goldblatt | |||
| Julia Wong | |||
| Musik: | John Powell | ||
| Produktionsdesign: | Ed Verreaux | ||
| Kostüme: | Judianna Makovsky | ||
| Lisa Tomezeszyn | |||
| Ton: | David Husby | ||
| Casting: | Coreen Mayrs | ||
| Heike Brandstatter | |||
| Richard Pagano | |||
Wenn Batman und Spider-Man Stoff für einen Blockbuster nach dem anderen liefern, können das die "X-Men" erst recht.
Kultheldin in Serie: Halle Berry alias Storm in "X-Men: Der letzte Widerstand" (Foto: Fox)
Helden wie Wolverine, Storm, Rogue, Mystik oder Zyklop sind schon für sich genommen extrem spannende Charaktere mit fesselnden persönlichen Schicksalen. Als Mutanten-Team der "X-Men", noch dazu mit dem charismatischen Anführer Professor X, bieten sie ein nahezu unerschöpfliches Reservoir an Geschichten.
Kein Wunder also, dass die Macher der "X-Men"-Kinofilme nach drei Abenteuern, einem "Wolverine"-Ableger mit Hugh Jackman samt möglicher Fortsetzung und der Vorgeschichte "Erste Entscheidung", die bald ins Kino kommt, noch weitere Filme planen:
"Wir haben das Drehbuch zu 'X-Men 4' gerade den Chefs beim Studio 20th Century Fox vorgelegt und die sind begeistert", berichtet Top-Produzentin Lauren Shuler-Donner. Die Handlung soll direkt nach den Geschehnissen des dritten Films "X-Men: Der letzte Widerstand" einsetzen.
Damit das vierte Mutantenabenteuer aber nicht zur Massenware gerät, plant Shuler-Donner einen großen Coup: Sie will den Regisseur der ersten beiden "X-Men-Filme, Bryan Singer, zurückholen. Der Macher des Kultfilms "Die üblichen Verdächtigen" hatte damals recht überraschend für die Comic-Verfilmung zugesagt und nach Meinung der Fans mit "X-Men" und "X-Men 2" die besten Mutanten-Kracher auf die Leinwand gezaubert. Auch für die Vorgeschichte "Erste Entscheidung" war Bryan Singer schon vorgesehen, begnügte sich dann aber statt des Regiepostens doch nur mit einer Rolle als Produzent.
Das Drehbuch zu "X-Men 4" hat dabei laut Lauren Shuler-Donner ein offenes Ende: "Die Handlung von 'X-Men 4' leitet direkt zu 'X-Men 5' über!"
In den USA waren der zweite und der dritte "X-Men"-Film mit über 200 Millionen Dollar Einspielergebnis sogar erfolgreicher als der erste Kinofilm, auch "X-Men Origins: Wolverine" spielte 180 Mio. ein. In Deutschland ließ das Interesse der Fans zuletzt nach, trotzdem fanden die Mutanten stets ein Millionenpublikum. Man darf also gespannt sein, wie sich die Vorgeschichte "Erste Entscheidung" um das Entstehen der "X-Men" und der Feindschaft zwischen Professor X und Magneto schlägt. In den deutschen Kinos startet "X-Men: Erste Entscheidung" am 9. Juni.
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