Star-gespicktes Sequel zum Science-Fiction-Überraschungshit, in dem die X-Men-Brigade erneut Jagd auf böse Mutanten macht. http://images.kino.de/flbilder/max03/mbiz03/mbiz16/z0316536/b150x150.jpg X-Men 2

Filmdetails

X-Men 2

Star-gespicktes Sequel zum Science-Fiction-Überraschungshit, in dem die X-Men-Brigade erneut Jagd auf böse Mutanten macht.


X-Men 2
Start: 01.05.2003

Action / Science Fiction

USA 2003
Laufzeit: 130 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Sir Patrick Stewart
Hugh Jackman
Sir Ian McKellen

Regie: Bryan Singer
Verleih: Fox

Bogey - Box Office Germany Award

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Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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ansturm

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lau

Inhalt

Als ein anonymer Terrorist, möglicherweise ein Mutant von extremer Potenz, ein Unheil auf das nächste häuft, wendet sich die Stimmung in der Gesellschaft wieder einmal gegen Freaks mit Superkräften. An der Spitze der Hass-Bewegung steht der ominöse Ex-General Stryker (Brian Cox), der einst mit Mutanten experimentierte und nun sein ganz persönliches innenpolitisches Süppchen auf dem lodernden Volkszorn kocht. Viel Arbeit für die Damen und Herren von der X-Men-Brigade, die für diese schwere Mission sogar die Rivalität mit einem alten Erzfeind vergessen.

Effektgeladene, gleichwohl den Geist nicht unterfordernde Superhelden-Comic-Fantasy bietet Bryan Singers Star-gespicktes Sequel zum SF-Überraschungshit der Saison 2001.


Kritik

Der Vorgänger war Vorspiel! In Teil 2 des Welthits explodieren die Kräfte der Comic-Superhelden, verblüffen die Mutanten einen Feind, der den außergewöhnlichen Außenseitern mit Globalvernichtung droht.

Großansicht Perfekt gezüchtet: Wolverine alias Hugh Jackman (Foto: Fox)

Perfekt gezüchtet: Wolverine alias Hugh Jackman (Foto: Fox)

Evolution heißt Weiterentwicklung, und was für die Natur gilt, hat auch im Kino seine Gültigkeit. Der Begriff beschreibt perfekt die Organismen von Stan Lees Comicstars, aber auch den Anspruch ihres zweiten Kinoauftritts. "X-Men 2" bedeutet nicht nur Fortsetzung, sondern vor allem Fortschritt.

Die Figuren sind eingeführt, jetzt können die Superhelden eine noch fantastischere Show aufführen. Mehr Geld wurde in Bryan Singers Spektakel investiert, mehr Action inszeniert, mehr Effekte kreiert und mehr Mutanten aktiviert. Schließlich steht X für extra, nicht für x-beliebig.

Der faszinierendste Neuzugang unter den Mutanten ist der blauhäutige Nightcrawler, eine sprunggewaltige Kreatur, die sich innerhalb eines Wimpernschlags zu einem anderen Ort teleportieren kann. Während Fanfavorit Wolverine die im Vorgänger begonnene Suche nach seinen Wurzeln fortsetzt, treibt der Nightcrawler die Handlung des Nachfolgers an.

Großansicht Magneto befreit sich durch Manipulation von Metall und Menschen aus seinem Gefängnis (Foto: Fox)

Magneto befreit sich durch Manipulation von Metall und Menschen aus seinem Gefängnis (Foto: Fox)

Mutanten, vereinigt euch!

Seine Überraschungsattacke auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten vergrößert die Kluft zwischen Mensch und Mutanten und löst eine wahre Treibjagd auf die biologischen Freaks aus. Angeführt wird diese von Stryker, einem Mann mit Macht, Geld und Geheimnissen, die unmittelbar in Wolverines Träume führen.

Bösewicht und Held treffen sich nach Jahren wieder, als Stryker Professor Xaviers geheimes Mutanteninternat überfällt. Die auf Strykers Basis verschleppten Gefangenen sind dabei nur Mittel zum Zweck, denn das eigentliche Ziel ist ein Instrument, mit dem man weltweit alle Mutanten orten und möglicherweise auch vernichten kann.

Um dies zu verhindern, kommt es in "X-Men 2" zu einer einzigartigen Koalition. Die verfeindeten Teams von Xavier (Patrick Stewart) und Magneto (Ian McKellen), verbünden sich gegen den übermächtigen Gegner, doch die Loyalitäten sind höchst zerbrechlich und von Verrat bedroht.

Großansicht Widerstand ist zwecklos: Cyclops macht den Weg frei (Foto: Fox)

Widerstand ist zwecklos: Cyclops macht den Weg frei (Foto: Fox)

Feuer und Eis

Alle Stars des ersten Teils bekommen auch im zweiten ihren effektvollen Auftritt: Wolverine und seine Klauen bei den Männern, Storm und vor allem Shapeshifter Mystique (Rebecca Romijn-Stamos) bei den Frauen.

Zu den beliebten Veteranen gesellen sich coole Aufsteiger. Iceman etwa, der Großmutters Teetassen samt Inhalt vereisen kann, von Rogues Küssen aber gewärmt wird. Oder auch der junge Pyro, ein hitzköpfiger Mutant, der durch Gedankenkraft zündelt und von der dunklen Seite der Macht angelockt wird. Und schließlich auch Strykers umwerfendes Killergirl Yuriko, die sich am Ende mit Wolverine duellieren darf.

Mit großem Staraufgebot (Hugh Jackman, Halle Berry, Famke Janssen, Kelly Hu) bietet die Fortsetzung von "X-Men" eine verblüffende Show mit viel Action, Romantik, Supermännern und Superfrauen.

X-Men 2

Darsteller:  Sir Patrick Stewart   als Professor Charles Xavier
  Hugh Jackman   als Logan/Wolverine
  Sir Ian McKellen   als Eric Lensherr/Magneto
  Halle Berry   als Storm
  Famke Janssen   als Jean Grey
  James Marsden   als Scott Summers/Cyclops
  Rebecca Romijn   als Mystique
  Brian Cox   als William Stryker
  Alan Cumming   als Kurt Wagner/Nightcrawler
  Bruce Davison   als Senator Kelly
  Anna Paquin   als Rogue
  Kelly Hu   als Yuriko Oyama
  Aaron Stanford   als John Allerdyce/Pyro
  Katie Stuart   als Kitty Pryde
  Michael Reid MacKay   als Jason 143
  Keely Purvis   als kleines Mädchen 143
  Shawn Ashmore   als Bobby Drake/Iceman
  Kea Wong   als Jubilee
  Daniel Cudmore   als Colossus
  Connor Widdows   als Jones
  Bryce Hodgson   als Artie
  Shauna Kain   als Siryn
  Cotter Smith   als Präsident McKenna
  Alf Humphreys   als Steven Drake
  Jill Teed   als Madeline Drake
  James Kirk   als Ronnie Drake
  Ty Olsson   als Mitchell Laurio
 
Regie:  Bryan Singer  
Drehbuch:  Michael Dougherty  
  Dan Harris  
Produzent:  Lauren Shuler-Donner  
  Ralph Winter  
Koproduzent:  Ross Fanger  
Ausf. Produzent:  Avi Arad  
  Stan Lee  
  Tom DeSanto  
  Bryan Singer  
Kamera:  Newton Thomas Sigel  
Schnitt:  John Ottman  
Musik:  Michael Kamen  
  John Ottman  
Produktionsdesign:  Guy Dyas  
  Geoff Hubbard  
  Helen Jarvis  
Kostüme:  Louise Mingenbach  
Ton:  Rob Young  
Casting:  Roger Mussenden  

"3D kam nicht in Frage"

Nachdem er bei den beiden ersten "X-Men"-Filmen noch die Regie inne hatte, übernahm Bryan Singer bei "X-Men: Erste Entscheidung" den Produzentenpart. Im Interview erklärt er u.a., warum der Film nicht in 3D realisiert wurde.

Großansicht Besser nicht in 3D: "X-Men: Erste Entscheidung" (Foto: Fox)

Besser nicht in 3D: "X-Men: Erste Entscheidung" (Foto: Fox)

Sie agierten als Produzent und lieferten die Grundstory für "X-Men: Erste Entscheidung", doch die Regie überließen Sie Matthew Vaughn. Hätte Sie das nicht selbst gereizt?
BRYAN SINGER: Die Frage stellte sich gar nicht, nachdem ich mich bei Warner als Regisseur für "Jack the Giant Killer" verpflichtet hatte. Außerdem sah ich für meine Firma Bad Hat Harry Productions nach etlichen erfolgreichen Fernsehserien, die wir produzierten, endlich die Chance, erstmals ein richtig großes Studioprojekt zu stemmen. Genau darauf wollte ich mich konzentrieren und suchte nach einem Regisseur, der "X-Men" kennt und mit meinen Ideen konform gehen würde. Matthew Vaughn erwies sich schnell als der Richtige für "X-Men: Erste Entscheidung", und das nicht nur, weil er ein großer Fan der ersten "X-Men"-Filme ist.

Hatte Matthew Vaughn trotzdem künstlerische Freiheit, oder mischten Sie sich als Produzent doch hin und wieder ein?
Überhaupt nicht: Er war der Regisseur! Ich hatte die Story mit verfasst, das Ganze entwickelt, Matthew an Bord geholt, den Besetzungsprozess überwacht und Ideen für das Produktionsdesign eingebracht. Beim Dreh habe ich mich jedoch herausgehalten, weil ich es selbst nicht mag, wenn mir ein Produzent bei der Arbeit ständig über die Schulter schaut. Erst bei der Postproduktion steckte ich wieder meine Nase rein, um Anmerkungen zu machen und weitere Ideen einzubringen.

Da es sich bei "X-Men: Erste Entscheidung" um ein Prequel handelt, mussten zuerst jüngere Darsteller für die Rollen von Xavier und Magneto gesucht werden.
Was nicht ganz einfach war. Wir luden verschiedene Schauspieler zum Casting ein, doch nicht jeder stand zur Verfügung. Schließlich kristallisierten sich Michael Fassbender und James McAvoy heraus, womit wir sehr glücklich waren. Bei James McAvoy stimmte das Studio sofort zu, für Michael Fassbender mussten Matthew und ich kämpfen. Er war dem Studio noch nicht bekannt genug, aber wir hielten an ihm fest und konnten schließlich alle überzeugen.

Bilder zu "X-Men: Erste Entscheidung"

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Heutzutage fällt es richtig auf, wenn ein Film dieser Größenordnung nicht in 3D präsentiert wird. Haben Sie vielleicht den Anschluss verpasst?
So würde ich es nicht ausdrücken, aber als wir das Projekt in Angriff nahmen, war von dem 3D-Hype tatsächlich noch nichts zu spüren. Wir sind also gar nicht erst auf die Idee gekommen, doch die Frage kam dann natürlich vom Studio. Matthew und ich waren uns jedoch völlig einig, dass das nicht in Frage käme. Es fühlte sich einfach nicht richtig an, aus "X-Men: Erste Entscheidung" einen 3D-Film zu machen. Da hätte man von vornherein anders herangehen müssen, womit unser ganzes Konzept durcheinander gekommen wäre.

Das müssen Sie erklären.
Da ich gerade "Jack and the Giant Killer" in 3D drehe, habe ich festgestellt, dass man für 3D ein langsameres Tempo für die Bewegungen braucht. Das eignet sich hervorragend für ein Film, der in einer Fantasy-Welt spielt, doch "X-Men: Erste Entscheidung" ist ganz klar ein Actionfilm, der einen schnellen Schnitt verlangte, was meines Erachtens in 3D nicht wirklich funktioniert.

"X-Men: Der letzte Widerstand" und "X-Men Origins: Wolverine" sind ohne Sie entstanden. Wie stehen Sie zu diesen letzten beiden Filme aus der "X-Men"-Reihe?
Es ist hart für mich, dass "Der letzte Widerstand" und "Wolverine" nun mal unter anderen Bedingungen entstanden sind. Die Regisseure waren weniger beschützt und hatten dadurch kaum noch die Kontrolle, die mir noch bei den ersten beiden Teilen gewährt wurde und die Matthew bei "X-Men: Erste Entscheidung" wiedererlangt hatte. Für Brett Ratner, der die Regie bei "X-Men: Der letzte Widerstand" übernahm, war es besonders schwer. Er musste unter enormen Zeitdruck versuchen, den gleichen Ton der ersten beiden Teile zu treffen. Bei "Wolverine" hatte man es wohl ebenfalls versucht. Aber da ich bei beiden Filmen nicht involviert war, fühle ich mich auch nicht als der richtige Ansprechpartner für diese Frage.

Bilder zu "Superman Returns"

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Sie sind damals ausgestiegen, weil Sie mehr daran interessiert waren, "Superman Returns" zu realisieren. Wie geht es Ihnen damit, dass Warner Bros. nun Zack Snyder damit beauftragt hat, "Superman" erneut auf die Leinwand zu bringen?
Ich gebe zu, dass mein "Superman" für ein Sommerkinopublikum zu lang und zu nostalgisch geraten ist. Dass man jetzt wieder ganz von vorn anfängt, hätte mich vor ein paar Jahren sicherlich noch sehr getroffen. Inzwischen habe ich aber genügend Abstand und bin ganz froh, wieder bei den "X-Men" gelandet zu sein. Dass das gute Verhältnis zwischen Warner Bros. und mir darunter nicht gelitten hat, zeigt sich auch, dass ich gerade "Jack and the Giant Killer" für Warner drehe.

"X-Men - Erste Entscheidung" ist in gewisser Weise aber auch ein Neustart.
Dahinter steckt eine Logik, weil Titel wie "X-Men", "Superman" oder "Batman" beim Publikum immer und immer wieder funktionieren werden. Selbst wenn daraus keine Monstererfolge werden sollten, garantieren sie einem Studio einen kalkulierbaren Gewinn, um zu überleben.

"Jack and the Giant Killer" ist wiederum ein ganz neues Terrain für Sie?
Es ist mein erster Märchenfilm und handelt von einem Farmerjungen, der eine Prinzessin retten und sich deshalb ins Land der Riesen aufmachen muss. Was mich vor allem reizte, war die erstmalige Chance, reale Personen mit computeranimierten Figuren interagieren zu lassen. Wir arbeiten dabei mit Motion Performance Capture, worin ich die Zukunft des Films sehe. Es ist exakt die gleiche Technik wie bei James Camerons "Avatar", was mich als Regisseur absolut fasziniert hat. Wenn ich durch meine Kamera blicke, kann ich die computeranimierten Giganten bereits sehen, während meine Schauspieler nur eine Art Tennisball vor sich haben.

Bilder zu "X-Men 2"

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Und wie sehen Sie die Zukunft von "X-Men"?
Mir schwirren bereits einige Ideen durch den Kopf, aber die möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten. Sollte es im "X-Men"-Universum weitergehen, bin ich mit meiner Firma zukünftig als Produzent dabei. Darüber hinaus arbeiten wir gerade an vier verschiedenen Fernsehserien, darunter Warners erste digitale Internet-Serie "H+". Mit "Dr. House" wird es auch weitergehen, und wir sind stolz darauf, bereits im achten Jahr zu sein. "uwantme2killhim" ist wiederum ein kleinerer Kinofilm, der in London unter der Regie von Andrew Douglas entstehen wird und mir sehr am Herzen liegt. Vermehrt will Bad Hat Harry zukünftig aber auf große Kinofilme setzen.

Was bedeutet der Name 'Bad Hat Harry' eigentlich?
Das ist ein Zitat aus "Der weiße Hai" aus der Szene, in der Roy Scheider als wasserscheuer Polizist von einem alten Mann, der gerade aus dem Meer kommt, dafür verulkt wird. Weil dieser eine hässliche Badekappe auf dem Kopf hat, antwortet Scheider nur mit: "Bad Hat Harry". "Der weiße Hai" war einer der Film, die bei mir noch als Teenager den Wunsch auslösten, irgendwann mal selbst Filme drehen zu wollen.

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