Remake des gleichnamigen Horror-Klassikers von 1941 über einen Mann, der sich durch einen Fluch in eine reißende Bestie verwandelt. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto02/10020207/b150x150.jpg Wolfman

Filmdetails

Wolfman

Remake des gleichnamigen Horror-Klassikers von 1941 über einen Mann, der sich durch einen Fluch in eine reißende Bestie verwandelt.


Wolfman
Start: 11.02.2010

Originaltitel: The Wolfman

Horror / Fantasy

USA 2010
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Benicio Del Toro
Emily Blunt
Sir Anthony Hopkins

Regie: Joe Johnston
Verleih: Universal

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(3 Sterne bei 1 Bewertung)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Der aus adligem Hause stammende Lawrence Talbot verlor seine Kindheit in dem Augenblick, als seine Mutter starb. Inzwischen erwachsen, hört er eines Tages von dem Verschwinden seines Bruders - was ihn zurückkehren lässt in seine einstige Heimat. Dort trifft er nicht nur auf seinen entfremdeten Vater, sondern erfährt auch von einer blutrünstigen Bestie, die die Dorfbewohner reihenweise tötet. Allmählich sieht Lawrence sich auf der Suche nach seinem Bruder mit seiner eigenen dunklen Seite konfrontiert und macht eine unheilvolle Entdeckung.


Kritik

Wolfman

Joe Johnston reanimiert mit feinem Gespür für die richtige Technik überraschend nah am Original Curt Siodmaks Horror-Klassiker um das Tier im Manne.

In den Dreißiger und Vierziger Jahren gebar Hollywood neue Monster, z. B. 1941 "Der Wolfsmensch", den Lon Chaney Jr. unsterblich machte. Jetzt ist der "Wolfman" wieder auferstanden, in Form von Benico Del Toro und unter der Regie von Joe Johnston, Spezialist in Sachen Spezialeffekte ("Jurassic Park III") und rasanter Trickaction ("Jumanji"). Dabei ist diesmal sein größter Effekt Del Toro selbst, der die Rolle des tragischen Edelmanns Lawrence Talbot perfekt ausfüllt: traurig der Blick, massig die Gestalt, geschmeidig und sprungbereit der Gang - der (Wer-)Wolf im Manne. Als sein Bruder von einer Bestie zerfleischt aufgefunden wird, bittet dessen Verlobte Gwen Conliffe (Emily Blunt) den erfolgreichen Bühnenstar (!) um Hilfe. So kehrt Talbot erstmals seit seiner Kindheit auf den heimatlich Landsitz Blackmoor zurück, den er seit dem schrecklichen Tod der Mutter nicht mehr betreten hat. Hier haust der von der Bevölkerung gefürchteter Vater Sir John (Anthony Hopkins) mit seinem treuen indischen Diener Singh (Art Malik), frönt der Jagd und schießt auch sonst auf alles, was ungebeten sein verwahrlostes Grundstück betritt.

Die Versatzstücke sind altbekannt, die Zeichen stehen auf gothic pur und auch die wichtigsten Plotmomente wurden beibehalten. Als augenfälligste Änderungen stechen die ausgebaute Rolle von Sir John ins Auge, was Hopkins die willkommene Möglichkeit gibt, als explosiver Mix aus Hannibal Lecter, "Nixon" und seinem Captain Bligh aus "Die Bounty" vom Leder zu ziehen, sowie die Tatsache, dass man die Handlung ins Viktorianische England des Jahres 1890 zurückverlegt hat. Das wiederum gestattete Produktionsdesigner Rick Heinrichs ein perfektes "Sleepy Hollow"-Szenario zu entwerfen, das dem Gruseler die entsprechende Stimmung verleiht und auch das Auftauchen von Hugo Weaving ("Matrix") als Scotland Yard Inspector Aberline rechtfertigt, jenem Mann also, der einst den notorischen "Jack the Ripper" jagte.

Genrefans kommen bei Silberkugeln, heulenden Wölfen, am Vollmond vorbeiziehenden Wolken, einem Trauerzug durch eine Pappelallee sowie farbentsättigten Bildern und Gänsehautscore voll auf ihre Kosten. Tod, Verwandlung, Wiederauferstehung, Erlösung; alles wird strikt nach Lehrbuch durchgespielt, lustvoll, blutig, gradlinig und technisch perfekt. CGI macht's möglich - und natürlich auch der Meister der Creature-Designer Rick Baker, der hier einmal mehr sein ganzes Können unter Beweis stellt. Nur einen Effekt, den kann nicht einmal er toppen, die Augenweide Emily Blunt als tragische Heldin, von der man leider viel zu wenig zu sehen bekommt. geh.

Wolfman

Darsteller:  Benicio Del Toro   als Lawrence Talbot
  Emily Blunt   als Gwen Conliffe
  Sir Anthony Hopkins   als Sir John Talbot
  Hugo Weaving   als Detective Aberline
  Geraldine Chaplin   als Maleva
  Kiran Shah   als Wolfboy
  Art Malik   als Singh
  Elizabeth Croft   als Ophelia
  Simon Merrells   als Ben Talbot
  Emma Whelan   als Gwens Dienstmädchen
  Mario Marin-Borquez   als Lawrence, jung
  Asa Butterfield   als Ben, jung
  Cristina Contes   als Solana
  Malcolm Scates   als Metzger
  Nicholas Day   als Colonel Montford
  Michael Cronin   als Dr. Lloyd
  David Sterne   als Mr. Kirk
  David Schofield   als Constable Nye
  Roger Frost   als Reverend Fisk
  Rob Dixon   als Squire Strickland
  Clive Russell   als MacQueen
  Oliver Adams   als Zigeunerjunge
  Emil Hostina   als Zigeuner/Bärenführer
  Rick Baker   als Zigeuner/Erstes Opfer
  Emily Cohen   als Kleines Zigeunermädchen
  Jessica Manley   als Zigeunermutter
  Olga Fedori   als Junge Zigeunerfrau
  Lorraine Hilton   als Mrs. Kirk
  Sir Antony Sher   als Dr. Hoenegger
 
Regie:  Joe Johnston  
Drehbuch:  Andrew Kevin Walker  
Produzent:  Scott Stuber  
  Benicio Del Toro  
  Rick Yorn  
  Sean Daniel  
Ausf. Produzent:  Bill Carraro  
  Ryan Kavanaugh  
Buchvorlage:  Curt Siodmak  
Kamera:  Alwin H. Kuchler  
Schnitt:  Dennis Virkler  
  Walter Murch  
Musik:  Danny Elfman  
Produktionsdesign:  Rick Heinrichs  
Kostüme:  Milena Canonero  
Maske:  Rick Baker  
  Dave Elsey  
Casting:  Priscilla John  

Oscars: Colin Firth dankt wie in "The King's Speech", Natalie Portman weint

"Wenn Du nominiert bist und dann Deinen Namen hörst - das fühlt sich an wie ein lautloses impressionistisches Gemälde…"

Großansicht Von der Academy vierfach gewürdigt: Hauptdarsteller Colin Firth und "The King's Speech" - bei den Damen siegt Natalie Portman für "Black Swan" (Foto: ©A.M.P.A.S)

Von der Academy vierfach gewürdigt: Hauptdarsteller Colin Firth und "The King's Speech" - bei den Damen siegt Natalie Portman für "Black Swan" (Foto: ©A.M.P.A.S)

So beschrieb Hollywoods Liebling Tom Hanks zu Beginn den besonderen Reiz einer Oscar-Verleihung. Dieser blumige Vergleich muss auch den großen Sieger Colin Firth verwirrt haben. Denn der Brite rang ganz wie seine stotternde Filmfigur König George in "The King's Speech" mit den richtigen Worten, nachdem er den magischen Satz "And the Oscar goes to… Colin Firth" gehört hatte: "Ich habe so ein komisches Gefühl im Bauch, das sich den Weg zu meinen Füßen bahnen will - aber meinen Freudentanz will ich lieber niemandem zumuten."

Den Rest seiner Dankesrede absolvierte Colin Firth sichtlich um Fassung bemüht im Stotterrhythmus - und dabei war garantiert kein Method Acting im Spiel: Der feinsinnige Brite steckte nicht etwa noch in seiner Rolle fest, er war schlicht vollkommen überwältigt.

Dabei war Colin Firths Sieg ebenso wenig überraschend wie der Preis für Natalie Portmans Glanzleistung in "Black Swan". Als Ballerina, die unter enormem Leistungsdruck die Grenzen ihres Körpers und ihrer Seele überschreitet, beeindruckte sie wie Millionen deutscher Kinozuschauer auch die ehrwürdige Academy - und nahm den Oscar als beste Hauptdarstellerin entgegen.

"Das ist der Wahnsinn!", rief Natalie Portman und kämpfte bei jedem Wort mit den Tränen. Sie dankte brav ihren Eltern sowie Luc Besson für ihre erste Rolle in "Leon - der Profi". Als sie sich schließlich an den Choreographen von "Black Swan", Benjamin Millepied, wandte, verlor Portman endgültig die Fassung: "Du hast mir die wichtigste Rolle meines Lebens gegeben", schluchzte Natalie dem Mann entgegen, von dem sie ein Kind erwartet.

Großansicht Aaron Sorkin, Drehbuchautor von "The Scocial Network" sorgte für den politischen Kommentar, den es fast bei jeder Oscar-Verleihung gibt (Foto: ©A.M.P.A.S)

Aaron Sorkin, Drehbuchautor von "The Scocial Network" sorgte für den politischen Kommentar, den es fast bei jeder Oscar-Verleihung gibt (Foto: ©A.M.P.A.S)

Der größte Verlierer

Tränen dürfte es auch bei den Coen-Brüdern gegeben haben: Ihr Western-Remake "True Grit" war zehn Mal nominiert und ging dennoch vollkommen leer aus. Stattdessen wurde "The King's Speech" mit vier Goldjungs neben "Inception" (ebenfalls vier Preise) der meistausgezeichnete Film des Abends. Dabei heimste das berührende Monarchendrama, das insgesamt zwölf Mal nominiert war, allerdings den wichtigsten Oscar für den besten Film ein. Außerdem gewann Newcomer Tom Hooper gleich auf Anhieb den begehrten Regie-Oscar. Auch fürs Drehbuch gab's einen Academy Award. "Inception" erhielt die Preise eher in den kleineren technischen Kategorien wie Visual Effects, Kamera und Ton.

Auch der hochgehandelte "The Social Network" gewann nur drei von acht möglichen Oscars (adaptiertes Drehbuch, Schnitt und Musik). Dafür überraschte Autor Aaron Sorkin mit einem Plädoyer für Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der im Film alles andere als gut wegkommt: Ohne ihn wäre keine Revolution in Nordafrika möglich geworden, gab Aaron Sorkin zu bedenken.

Großansicht Laute Töne hätte man auch von Christian Bale erwartet, der bei seiner ersten Oscar-Nominierung auch gleich gewann - doch der exzentrische Mime wirkte nachgerade demütig (Foto: ©A.M.P.A.S)

Laute Töne hätte man auch von Christian Bale erwartet, der bei seiner ersten Oscar-Nominierung auch gleich gewann - doch der exzentrische Mime wirkte nachgerade demütig (Foto: ©A.M.P.A.S)

Ärger um das F-Wort

Einer der wenigen Momente schallenden Gelächters in einer ansonsten arg braven Oscar-Nacht war ausgerechnet Christian Bale zu verdanken. Er gewann den Preis für die beste Nebenrolle als Mark Wahlbergs Bruder in "The Fighter" und spielte auf der Bühne mit seinem Image als spaßgebremster Perfektionist: "Ich werde hier keine F**k-Arie ablassen, das kennt ihr ja schon zur Genüge von mir!" Bale hatte sich am Set von "Terminator 4" einen legendären Ausraster geleistet und einen Beleuchter minutenlang wüst beschimpft, weil dieser durchs Bild gelaufen war.

Auch der zweite Nebenrollen-Oscar ging an "The Fighter": Melissa Leo, die zuletzt schon für "Frozen River" nominiert gewesen war, wurde für ihren Part als biestige Mutter der boxenden Brüder Wahlberg und Bale ausgezeichnet. Sie benutzte in ihrer Dankesrede allerdings tatsächlich das böse F-Wort: "Als Kate Winslet hier oben stand, sah das so verf*ckt einfach aus!" In der US-Übertragung, die wegen des Superbowl-Eklats (Janet Jacksons "Nipplegate") um einige Sekunden zeitversetzt über den Äther ging, wurde diese Stelle prompt überpiept.

Großansicht Er hatte für seine Musik zu "Inception" die besten Karten, doch Komponist Hans Zimmer konnte keinen Oscar nach Deutschland holen (Foto: ©A.M.P.A.S)

Er hatte für seine Musik zu "Inception" die besten Karten, doch Komponist Hans Zimmer konnte keinen Oscar nach Deutschland holen (Foto: ©A.M.P.A.S)

Ausnahmsweise kein deutscher Jubel

Den Auslands-Oscar gewann Susanne Bier für Dänemark mit dem Familiendrama "In einer besseren Welt". Ein deutscher Beitrag war in diesem Jahr ausnahmsweise nicht nominiert. Deutsche Oscar-Chancen hatten aber Hans Zimmer für die Musik in "Inception" sowie Jakob Schuh und Max Lang für ihren animierten Kurzfilm "Der Grüffelo" gehabt. Die Preise gewannen jedoch "The Social Network" respektive "The Lost Thing".

Als bester animierter Spielfilm wurde erwartungsgemäß "Toy Story 3" geehrt, der auch als bester Film nominiert gewesen war. Für Ausstattung und Kostüme erhielt Tim Burtons knallbunte Mär "Alice im Wunderland" zwei Oscars, beim Makeup triumphierte - fast zwangsläufig - "Wolfman".

Großansicht Kirk Douglas war der heimliche Held der Oscar-Nacht - und die unbändige Freude von Nebenrollen-Preisträgerin Melissa Leo steckte an! (Foto: ©A.M.P.A.S)

Kirk Douglas war der heimliche Held der Oscar-Nacht - und die unbändige Freude von Nebenrollen-Preisträgerin Melissa Leo steckte an! (Foto: ©A.M.P.A.S)

Wall Street hinter Gitter, greise Flirt-Attacke

Einiges Aufsehen erregte die Dankesrede von Charles Ferguson, der für seine Finanzkrisen-Doku "Inside Job" einen Oscar erhielt: "Vor drei Jahren wurde eine weltweite Finanzkatastrophe durch massive Betrügereien verursacht. Doch bis heute musste dafür noch kein einziger Finanz-Manager ins Gefängnis. Da läuft etwas völlig falsch!"

Ach ja, außer den Gewinnern waren auch noch zwei Moderatoren im Kodak Theatre von Los Angeles zugange. Allerdings fielen Anne Hathaway und James Franco kaum auf, obwohl Letzterer sogar als Hauptdarsteller in "127 Hours" (der bei sechs Nominierungen übrigens auch komplett leer ausging) selbst eine Oscar-Chance hatte. Wie mau die Gags der beiden waren, zeigte eine Rückblende auf Bob Hopes genial-pointierte Moderationen - die waren sogar in schwarzweiß lebendiger als die des Jahres 2011!

So war der schönste Oscar-Moment der 83. Verleihung auch nicht Anne Hathaway oder James Franco zu verdanken, sondern einer 94-jährigen Hollywood-Legende: Kirk Douglas! Am Stock gehend und mit schleppender, kaum noch zu verstehender Stimme verlieh er den Preis für die beste Nebendarstellerin. Dabei erwies er sich als galanter Charmeur: "Du siehst toll aus! Wo warst Du nur, als ich noch Filme gedreht habe?", fragte er eine mädchenhaft errötende Anne Hathaway.

Antwort: weit weg von einer Oscar-Verleihung - und das wäre wohl besser auch so geblieben…


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