John Jarratt
Nathan Phillips
Cassandra Magrath
Regie: Greg McLean
Verleih: Studiocanal
In den späten 90er Jahren durchstreifen die britischen Rucksacktouristinnen Liz Hunter (Cassandra Magrath) und Kristy Earl (Kestie Morassi) sowie ihr vergleichsweise ortskundiger Begleiter Ben Mitchell (Nathan Phillips) das dünn besiedelte Hinterland von Westaustralien. Am Rande eines mächtigen Meteoritenkraters, in dessen Nähe die Uhren anders gehen, machen sie die Bekanntschaft des Jägers Mick Taylor (John Jarratt). Der, so stellt sich heraus, jagt am liebsten Menschen.
Frei nach einem historischen Mordfall und in Anlehnung an diverse Kettensägenmassaker fertigte Regiedebütant Greg McLean diesen von einer geschickten Marketingkampagne bereits im Vorfeld zum Kult erhobenen Slasher-Schocker.
Inspiriert von einem wahren Kriminalfall - dieser Horrorthriller schockt nicht durch billige Effekte, sondern durch seinen bitteren Realismus.
Manchmal kommt das Beste wirklich zum Schluss. Vor wenigen Monaten debattierten Deutschlands Kritiker über die neue Brutalität im Horrorfilm. Doch die Beispiele, auf die sie ihre These stützten, waren sanft im Vergleich zu "Wolf Creek". Die alptraumhafte Beklemmung, die der böse kleine Genrefilm beim Zuschauer erzeugt, resultiert dabei weniger aus dem reinen Blutzoll - obwohl auch hier diverse Körperteile vor laufender Kamera ramponiert werden -, sondern aus dem Inszenierungsstil und der Dramaturgie.
"Wolf Creek" beginnt als gemächliches Roadmovie, in dem drei Backpacker durch die australische Einöde fahren, wo sie einen Meteoritenkrater besichtigen wollen.
Die psychologische Glaubwürdigkeit der Charaktere und die dokumentarisch angehauchte Regie sorgen für eine Authentizität, die die Horroreffekte enorm verstärkt. Denn nach dem ersten Drittel geraten die Protagonisten in die Gewalt eines Serientäters, der ungleich realer und grausamer ist als alle Freddys und Jasons.
So verwundert auch das Urteil von Quentin Tarantino nicht: "Einer der großen harten Horrorfilme der letzten 25 Jahre."
| Darsteller: | John Jarratt | als Mick Taylor | |
|---|---|---|---|
| Nathan Phillips | als Ben Mitchell | ||
| Cassandra Magrath | als Liz Hunter | ||
| Kestie Morassi | als Kristy Earl | ||
| Gordon Poole | als Alter Mann | ||
| Regie: | Greg McLean | ||
| Drehbuch: | Greg McLean | ||
| Produzent: | Greg McLean | ||
| David Lightfoot | |||
| Koproduzent: | Matt Hearn | ||
| Ausf. Produzent: | Matt Hearn | ||
| Gary Hamilton | |||
| Simon Hewitt | |||
| Martin Fabinyi | |||
| George Adams | |||
| Michael Gudinski | |||
| Kamera: | Will Gibson | ||
| Schnitt: | Jason Ballantine | ||
| Musik: | François Tetaz | ||
| Produktionsdesign: | Robert Webb | ||
| Kostüme: | Nicola Dunn | ||
| Ton: | Peter Smith | ||
| Casting: | Angela Heesom | ||
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