Originaltitel: Where the Heart Is
USA 2000
Natalie Portman
James Frain
Ray Prewitt
Regie: Matt Williams
Verleih: Helkon (Buena Vista)
Mit ihrem White-Trash-Freund bricht die hochschwangere Novalee in ein neues Leben auf. Doch schon beim ersten Stopp wird sie in einem Einkaufszentrum vergessen, wo sie sich bis zur Geburt ihres Kindes häuslich niederlässt. Die Zeitungsschlagzeilen sind ihr gewiss, aber sie findet auch eine Reihe guter Freundinnen, mit denen sie durch Dick und Dünn geht.

So wie Norman Mailer, John Updike oder Thomas Pynchon immer wieder versuchen, die great american novel zu Papier zu bringen, gibt es auch Filmemacher, denen der Sinn nach dem ultimativen Leinwand-americana steht. So Matt Williams, einst kreativer Kopf und ausführender Produzent von TV- Erfolgsserien wie "Hör mal, wer da hämmert" oder "Roseanne", der mit "Wo dein Herz schlägt" sein Leinwand-Debüt als Regisseur gibt und ganz auf sein starkes Damenduo Natalie Portman und Ashley Judd setzt.
Als Vorlage diente Billie Letts mehrfach ausgezeichneter Tränendrüsen-Bestseller aus dem Jahre 1996, "Where the Heart Is", der von Lowell Ganz und Babaloo Mandel ("Splash - Jungfrau am Haken "), zwei der renommiertesten und vor allem für herrliche Wortgefechte bekannte Drehbuchautoren, adaptiert wurde. Immer wieder gelingen ihnen witzige Szenen, aber an der episodischen, mehrere Jahre abdeckenden Struktur des Romans scheitern sie letztlich: Zu zerfahren ist die Handlung, als dass sich am Ende die große erhoffte Emotion einstellen würde.
Im Zentrum der Handlung steht eine junge, hochschwangere Dame aus ärmlichsten Verhältnissen, poor white trash nennt man jene Spezies jenseits des großen Teichs treffend, die auf den symbolträchtigen Namen Novalee Nation - "Star Wars"-Prinzessin Natalie Portman in ihrem bis dato wohl schwächsten Auftritt, weil man ihr die Rolle als Redneck-Engel einfach nicht abnehmen will - hört und während einer Pinkelpause von ihrem Loser-Freund Willy Jack (überzeugender Mistkerl: Dylan Bruno) auf dem Parkplatz eines Wal-Mart Supermarkts in Sequoyah, Oklahoma, sitzen gelassen wird. Aus Mangel an Geld nistet sich Novalee daraufhin in dem Megaladen ein und bringt dort ihr Kind, das sie Americus nennt, zur Welt. Dies bringt die junge Frau in die Schlagzeilen und ein paar Dollars in ihre Tasche. Aber nur kurz - denn schon bald werden ihr diese wieder von ihrer Rabenmutter (routinierte Cameo-Einlage von Sally Field) abgenommen. Des Weiteren treten auf: die stets souveräne Stockard Channing ("Smoke") als bibelfeste Schnapsdrossel mit Hang zu allzu häufigem Sex - für den sie brav bei jedem Tischgebet um Vergebung bittet -, die Nation Heim und Wärme gibt, die etwas unterforderte Ashley Judd ("Heat") als Novalees Busenfreundin, deren vier, später fünf Kinder nach Schokoriegeln heißen, das einzige echte Glanzlicht Joan Cusack ("High Fidelity") als ultra-taffe Musikagentin und ein paar Männer, die bevorzugterweise als Trottel herhalten müssen.
Von einer stringenten Geschichte, von einem wirklichen Spannungsbogen ist wenig zu sehen. Dafür sorgt der Filmemacher bei seinem in handwerklicher Hinsicht jederzeit sauberen Werk für jede Menge dramatische Einzelepisoden im Seifenopern-Stil, die jeder Talkshow zu Ehre gereichen würden. Für die Action-Gemeinde wiederum hält das zeitweise vom Winde verwehte Epos einen tricktechnisch hervorragend gestalteten Wirbelsturm bereit, der Frau Channing das Leben kostet, dafür Novalee Nation zum schmucken Eigenheim verhilft. Und weil es auf der Welt und im Film auch Gerechtigkeit gibt, verliert der böse, betrunkene Willy Jack bei einem Unfall beide Beine, was ihm in Hinkunft weiteres Davonlaufen schwer machen wird. Eine Moritat also, die ihr Potenzial nie richtig entfalten kann. Das ist schade, denn wenn man noch länger am Film gefeilt hätte, wäre wesentlich mehr herauszuholen gewesen.geh.
| Darsteller: | Natalie Portman | als Novalee Nation | |
|---|---|---|---|
| James Frain | als Forney Hall | ||
| Ray Prewitt | als Tim | ||
| Laura House | als Nicki | ||
| Ashley Judd | als Lexie Coop | ||
| Mackenzie Fitzgerald | als Americus Nation | ||
| Karey Green | als Rhonda | ||
| Keith David | als Moses Whitecotten | ||
| Dylan Bruno | als Willy Jack Pickens | ||
| Mary Ashleigh Green | |||
| Sally Field | als Mama Lil | ||
| Kinna McInroe | |||
| Laura Auldridge | |||
| Richard T. Jones | als Mr. Sprock | ||
| Stockard Channing | als Thelma "Sister" Husband | ||
| Alicia Godwin | als Jolene | ||
| Dennis Letts | als Sheriff | ||
| Kathryn Esquivel | als Mrs. Ortiz | ||
| Mark G. Mathis | als Reporter | ||
| Joan Cusack | als Ruth Meyers | ||
| Regie: | Matt Williams | ||
| Drehbuch: | Lowell Ganz | ||
| Babaloo Mandel | |||
| Produzent: | Matt Williams | ||
| Susan Cartsonis | |||
| David McFadzean | |||
| Patricia Whitcher | |||
| Koproduzent: | Gerrit v. Folsom | ||
| Diane Minter Lewis | |||
| Ausf. Produzent: | Carmen Finestra | ||
| Rick Leed | |||
| Buchvorlage: | Billie Letts | ||
| Kamera: | Richard Greatrex | ||
| Schnitt: | Ian Crafford | ||
| Musik: | Mason Daring | ||
| Produktionsdesign: | Paul Peters | ||
| John A. Frick | |||
| Kostüme: | Melinda Eshelman | ||
Als "Zahnfee" schlittert Dwayne "The Rock" Johnson in "Tooth Fairy" übers Eis.
Mit einem wie ihm rockt das Kino: Wenn Ex-Wrestlingstar Dwayne "The Rock" Johnson ("Daddy ohne Plan") auf der Leinwand erscheint, gibt es Testosteron-Alam. Doch anders als so manch' anderer aufgepumpter Hollywoodstar hat Johnson nicht nur Muckis - sondern auch Talent.
Nun bietet sich dem Big-Boy eine weitere Gelegenheit, Körperkraft mit Ausstrahlung und Emotion glaubhaft zu kombinieren: In der Komödie "Tooth Fairy" gibt Johnson einen Hockeyspieler, der den Spitznamen "Die Zahnfee" trägt.
Die weibliche Hauptrolle, Freundin der Zahnfee und alleinerziehende Mutter, spielt Ashley Judd ("Wo dein Herz schlägt"). Regie führt Michael Lembeck, der die beiden "Santa Clause"-Filme in Szene setze. Um was sich die Story im Detail drehen wird, ist noch nicht bekannt. Allerdings könnte man bei einem Hockeyspieler, der Zahnfee genannt wird, auf einen zumindest nicht zimperlichen Sportler spekulieren.
Spaß dürfte "The Rock" an diesem Dreh allemal haben - immerhin klingt das Ganze nicht nach unangenehmen Szenen. Die nämlich musste Dwayne bei seinem letzten Film "Get Smart" meistern: einen Filmkuss mit Hauptdarsteller Steve Carell. Zwar lieferte Johnson - ganz Profi - die Knutscherei ordnungsgemäß ab. Doch begeistert war er nicht: "Steves Lippen haben mich irgendwie an die weichen Fußballen von Katzen erinnert."
Mit gerade mal 14 Jahren und ihrer ersten Filmrolle fand Natalie Portman 1995 in Luc Bessons Thriller "Léon - Der Profi" internationale...
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