Originaltitel: We Were Soldiers
USA 2002
Mel Gibson
Madeleine Stowe
Greg Kinnear
Regie: Randall Wallace
Verleih: Concorde
Im November 1965 kommt es im Ia-Drang-Tal in Vietnam zur ersten großen Auseinandersetzung zwischen amerikanischen und vietnamesischen Soldaten. Unter der Führung von Lt. Col. Hal Moore (Mel Gibson) müssen sich 400 GIs gegen eine Übermacht der vietnamesischen Volksarmee behaupten. Die Verluste sind grauenerregend, doch dank einer überraschenden Offensive können die Amerikaner die Schlacht gewinnen.
Nach dem Tatsachenroman "We Were Soldiers Once... and Young" drehte das "Braveheart"-Team Mel Gibson und Randall Wallace ein Schlachtenspektakel, das schonungslos die Greuel und den Wahnsinn des Krieges zeigt.
In einem der größten emotionalen Epen des Jahres führt Superstar Mel Gibson seine Truppe junger Soldaten in einen verzweifelten Kampf ums nackte Überleben.
Wer ist ein Held? Dem Schicksal von Männern, die der Sinnlosigkeit eines Krieges ausgeliefert sind, bei dem es am Ende keine Gewinner, sondern nur Verlierer gibt, nimmt sich dieses beeindruckende Epos in einer radikalen Form an.
Der Film spricht mit der Stimme dieser Männer, die in den Krieg zogen, und seines Regisseurs Randall Wallace, der mit seinen Drehbüchern zu "Braveheart" und "Pearl Harbor" schon andere Helden feierlich würdigte. Die zweite Regiearbeit des Hollywoodhistorikers ("Der Mann in der eisernen Maske") basiert auf den Erinnerungen von Lieutenant General Harold Moore und Reporter Joseph Galloway an 34 Tage, die 1965 nicht nur ihre Welt erschütterten.
Erinnerungen an die erste große, brutale Feldschlacht des Vietnamkriegs, in der 400 Amerikaner auf eine Übermacht von 2000 Nordvietnamesen stießen. Wuchtig und mit einem sehr guten Darstellerensemble inszeniert, erzählt das zweieinhalbstündige Actionepos den Ablauf der Schlacht schonungslos nach. Es komprimiert den Schrecken auf drei Tage, in denen der Tod schockierend, abrupt oder quälend, aber immer nachwirkend zuschlägt.
Luft zum Atmen bleibt nur zu Beginn: Moore (Sympathiefigur: Mel Gibson) und sein stoischer Sergeant (Sam Elliott) versuchen in der Heimat junge, unerfahrene Soldaten auf die Realität des Kriegs vorzubereiten. Diese wird dann jedoch von der Wirklichkeit um ein Vielfaches übertroffen.
Zu sehen sind Bilder von Familien, von Kindern, von Naivität und nüchternem Realismus, den Moore mit "Männer werden sterben" beim Drill zusammenfasst. In der Nacht vor dem Abschied, wenn Moore seine Kinder ins Bett bringt und seine Frau (Madeleine Stowe) mit den Tränen ringt, gelingen bewegende Szenen schlichter Sprachlosigkeit.
Dann setzt uns der Film in Vietnam ab und Moores kleiner Haufen landet auf feindlichem, unbekanntem Gelände, um einen Hügel an der Grenze zu Kambodscha zu nehmen. Es ist ein sinnloser, blutgetränkter Einsatz zu Beginn eines unmoralischen Kriegs, der hier nicht diskutiert wird.
Die Perspektive ist authentisch, ist die von Soldaten, die nicht fragen dürfen, aber im Kampf antworten müssen. Wir sehen das Sterben, die Dummheit von Draufgängern, die Angst vor dem Tod und den Willen zum Überleben. Obwohl nur Nebendarsteller, bleibt der Gegner nicht gesichtslos, behält seine Würde und bringt am Ende die größten Opfer.
Nicht Nordvietnam ist das Feindbild dieses intensiven und diskussionswürdigen Dramas, sondern der Krieg und die Verantwortlichen in seinem Schatten, die Leben gedanken- und skrupellos verheizen, als hätte es eine zweite Chance.
| Darsteller: | Mel Gibson | als Lt. Col. Hal Moore | |
|---|---|---|---|
| Madeleine Stowe | als Julie Moore | ||
| Greg Kinnear | als Major Bruce Crandall | ||
| Sam Elliott | als Sgt.-Major Basil Plumley | ||
| Chris Klein | als Lt. Jack Geoghegan | ||
| Keri Russell | als Barbara Geoghegan | ||
| Barry Pepper | als Joe Galloway | ||
| Don Duong | als Lt. Co. Nguyen Huu An | ||
| Ryan Hurst | als Sergeant Ernie Savage | ||
| Robert Bagnell | als 1st Lt. Charlie Hastings | ||
| Marc Blucas | als 2nd Lt. Henry Herrick | ||
| Josh Daugherty | als Bob Ouelette | ||
| Jsu Garcia | als Capt. Tony Nadal | ||
| Ion Hamm | als Capt. Matt Dillon | ||
| Clark Gregg | als Capt. Tom Metsker | ||
| Desmond Harrington | als Bill Beck | ||
| Blake Heron | als Galen Bungum | ||
| Erin MacArthur | als Russel Adams | ||
| Edwin Morrow | als Gef. Willie Godbolt | ||
| Dylan Walsh | als Capt. Bob Edwards | ||
| Mike White | als SFC Haffner | ||
| Mark McCracken | als Ed "Too Tall" Freeman | ||
| Regie: | Randall Wallace | ||
| Drehbuch: | Randall Wallace | ||
| Produzent: | Bruce Davey | ||
| Stephen McEveety | |||
| Randall Wallace | |||
| Koproduzent: | Danielle Lemmon | ||
| Stephen Zapotoczny | |||
| Ausf. Produzent: | Jim Lemley | ||
| Arne L. Schmidt | |||
| Buchvorlage: | Lt. Gen. Harold G. Moore | ||
| Kamera: | Dean Semler | ||
| Schnitt: | William Hoy | ||
| Musik: | Nick Glennie-Smith | ||
| Produktionsdesign: | Thomas E. Sanders | ||
| Daniel T. Dorrance | |||
| Kevin Kavanaugh | |||
| James F. Truesdale | |||
| Kostüme: | Michael T. Boyd | ||
| Ton: | Tim Cooney | ||
Endzeitmythos mit Kultstatus - das war die "Mad Max"-Trilogie in den atomkriegbedrohten Achzigern. Mel Gibson schubste als Racheengel Endzeitpunks vom Wüstenbuggy und rettete unter der Regie von George Miller die Welt - beziehungsweise das, was noch davon übrig war. Lange Jahre hatten Fans auf eine Fortsetzung gehofft, immer wieder waren Gerüchte aufgeflammt, doch jetzt hat sich Gibson selbst zu Wort gemeldet:
"Die Chance dazu würde ich mir sicher nicht entgehen lassen. Mit George würde ich jederzeit zusammenarbeiten, selbst wenn wir nur einen Werbespot für Rasierklingen drehen. Er ist einer der Regisseure, mit denen ich schon lange wieder einen Film machen will."
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