Seiner Frau Julie (Zoe Felix) zuliebe wollte sich der Postbeamte Philippe (Kad Merad) an die Côte d'Azur versetzen lassen, wird aber wegen eines dreisten Schwindels ins nordfranzösische Bergues verbannt. Die Gattin denkt nicht daran, ihm zu folgen, also muss er allein losziehen und befürchtet Schlimmes. Das Gegenteil tritt ein: Kollegen wie Antoine (Dany Boon) werden Freunde, der Dialekt "Sch'ti" ist einfach und seine Frau vermisst Philippe auch nicht.
Der erfolgreichste französische Film aller Zeiten ist eine herzerfrischende Komödie, die spielerisch Vorurteile unterläuft und einer verleumdeten Volksgruppe - den Sch'tis - ein Denkmal an der Kinokasse setzt. Klischees und Regionales nimmt Komiker Dany Boon gekonnt auf die Schippe.
Ein Südfranzose in Frankreichs Norden ist noch schlimmer als zwei Münchner in Hamburg. Unvorstellbar - und unglaublich komisch.
Der Postbeamte und Südfranzose Philippe Abrams (Kad Merad) wird unfreiwillig in den rauen Norden versetzt - zu den "Sch'tis", wie die "Ureinwohner" wegen ihres Dialekts genannt werden. Zwei Welten prallen aufeinander! Schnell merkt Philippe, dass er den Sch'ti- Dialekt zwar überhaupt nicht versteht, die Menschen aber unglaublich herzlich sind.
Allen voran der Postbote Antoine (Dany Boon), der bald sein bester Freund wird. Dazu bereitet ihm seine Frau Julie (Zoé Félix) an den freien Wochenenden im Süden den Himmel auf Erden, und Philippe fühlt sich im barbarischen Norden so glücklich wie nie! Wenn nicht plötzlich Julie auf die Idee kommen würde, sein "Leid" mit ihm teilen zu wollen.
Die herrlich respektlose Komödie brachte es in Frankreich auf über 20 Millionen Besucher, brach damit alle Zuschauerrekorde und ist der erfolgreichste französische Film aller Zeiten! Kein Geringerer als "Stromberg"-Star Christoph Maria Herbst ("(T)Raumschiff Surprise", "Der Wixxer") übernimmt die Stimme des französischen Comedians und Regisseurs Dany Boon in der deutschen Fassung. Bald sprechen auch Sie "Sch'ti"! Wetten?
| Darsteller: | Kad Merad | als Philippe Abrams | |
|---|---|---|---|
| Dany Boon | als Antoine Bailleul | ||
| Zoé Félix | als Julie Abrams | ||
| Anne Marivin | als Annabelle Deconninck | ||
| Philippe Duquesne | als Fabrice Canoli | ||
| Guy Lecluyse | als Yann Vandernoout | ||
| Patrick Bosso | als Polizist | ||
| Zinedine Soualem | als Momo | ||
| Jérôme Commandeur | als Inspektor Lebic | ||
| Regie: | Dany Boon | ||
| Drehbuch: | Dany Boon | ||
| Alexandre Charlot | |||
| Franck Magnier | |||
| Produzent: | Claude Berri | ||
| Jérôme Seydoux | |||
| Ausf. Produzent: | Eric Hubert | ||
| Kamera: | Pierre Aïm | ||
| Schnitt: | Luc Barnier | ||
| Julie Delord | |||
| Musik: | Philippe Rombi | ||
| Produktionsdesign: | Alain Veyssier | ||
| Kostüme: | Florence Sadaune | ||
| Ton: | Lucien Balibar | ||
| Franck Desmoulins | |||
| Roman Dymny | |||
| François Groult | |||
| Casting: | Gérard Moulévrier | ||
Nach dem Megaerfolg von "Willkommen bei den Sch'tis" serviert Autor, Regisseur und Darsteller Dany Boon mit "Nichts zu verzollen" eine bissig-romantische Komödie über Vorurteile zwischen französischen und belgischen Grenzern. Prokino plant bereits ein Remake an der deutsch-österreichischen Grenze.
Dany Boon ist nach "Willkommen bei den Sch'tis" auch in "Nichts zu verzollen" Autor, Regisseur und Spaßgarant vor der Kamera! (Foto: Prokino (Fox))
Warum suchten Sie sich erneut so einen unbekannten Ort?
DANY BOON: Für mich sind das die Orte meine Kindheit. Als Student habe ich die damalige Grenze oft ziemlich nervös überquert. Den spießigen Grenzbeamten war ein Langhaariger mit Zeichenmappe unterm Arm suspekt; sie filzten mich immer mit wahrer Lust. Bei der Promotour für "Willkommen bei den Sch'tis" kam ich wieder in die Gegend und empfand den Grenzort als richtige Geisterstadt - ein Auslöser für "Nichts zu verzollen".
Existiert dieser französisch-belgische Rassismus wirklich?
Ich habe natürlich übertrieben. Franzosen und Wallonen ähneln sich durch die Sprache, es gibt keinen Unterschied in Hautfarbe oder Religion, man ist sich kulturell sehr nah. Und trotzdem ist da eine gefühlte Grenze, dieser kleine Fremdenhass, der sich in einer spitzen Bemerkung entlädt, einem Scherz auf Kosten des anderen, in lächerlichen Vorurteilen. Ein toller Stoff für eine Komödie. Wenn es um Hautfarbe oder Religion gegangen wäre, um Schwarz gegen Weiß, hätte ich aufpassen müssen. Toleranz ist nicht die leichteste Übung. Da verstehen die wenigsten Spaß.
Nach "Willkommen bei den Sch'tis" haben Sie quasi "carte blanche". Wird man da nicht übermütig?
Jede Medaille hat zwei Seiten. Die Freiheit, die Filme drehen zu können, die ich will, genieße ich natürlich. Auf der anderen Seite muss ich wachsam sein, dass die Leute mir und meiner Arbeit gegenüber objektiv bleiben und ganz normal Kritik äußern, mir nicht nur nach dem Mund reden.
Sie können sich die Produzenten aussuchen. Warum haben Sie mit Pathé einen Deal für drei Filme als Autor, Regisseur und Schauspieler abgeschlossen?
Ich bin glücklich über diese Zusammenarbeit, ihnen geht es ähnlich, und ich bringe auch genug Geld in die Kasse. Natürlich könnte ich mir jeden Produzenten in Frankreich auswählen, ich will aber keinen anderen suchen oder den einen gegen den anderen ausspielen. Für mich geht es nicht darum, unbedingt die Nummer 1 oder beim Meistbietenden unter Vertrag zu sein. Mich interessiert vorrangig, meine Filme und meine Geschichten unter den besten Bedingungen zu realisieren, auch den besten emotionalen Bedingungen. Ich bin ein totaler Gefühlsmensch. Aus Berechnung mache ich gar nichts. Die Leute von Pathé sehen mich nicht als Jackpot, sondern als Kollegen und Künstler, mit dem man auf Augenhöhe Hand in Hand arbeitet. Film ist Gemeinschaftsarbeit, man muss sich arrangieren. Ich kläre im Vorfeld viel mit den Darstellern und fertige für einzelne Szenen Storyboards an. Auch wenn ich genaue Vorstellungen habe, höre ich bei Ratschlägen von Schauspielern, Produzenten oder Technikern sehr genau zu.
Sie sind nicht nur Koproduzent bei Ihren eigenen Filmen, sondern koproduzieren auch Filme von anderen Regisseuren.
Ich finanziere die Entwicklung von Filmen, das macht sehr viel Spaß. Und ich produziere andere Schauspieler auf der Bühne. Seit 18 Jahren fülle ich Theatersäle und habe vor 15 Jahren festgestellt, dass man mich übers Ohr haut. Deshalb bin ich Produzent meiner eigenen Show geworden, mit einer eigenen Produktionsfirma. Wenn ich junge Talente auf der Bühne sehe, sage ich mir, warum soll ich die nicht produzieren. Nicht nur wegen des Profits, sondern weil ich auch meine Erfahrungen gern mit anderen teile und vermeiden möchte, dass sie in den gleichen Schlamassel geraten wie ich damals. Es wimmelt nur so von Produzenten, die sich die Taschen füllen und die Künstler finanziell knapp halten. Ich berate den Nachwuchs und stehe manchmal mit ihnen zusammen auf der Bühne. Davon unabhängig mache ich meine One-Man-Show weiter. Manchmal kommt mir zufällig eine Idee, die ich dann Freunden vortrage. Wird sie positiv aufgenommen, macht sie ihren Weg und wächst wie eine Pflanze. Am Anfang ist da nur ein kleines Samenkorn, dem ich Zeit lasse zu wachsen. Stamm und Äste müssen stark sein, bevor die Blätter, die Dialoge, kommen. Die Entwicklung der Geschichte dauert lange und erfordert viel Kraft.
Was ist das Thema Ihres nächsten Filmprojekts?
Da kann ich noch nicht viel sagen, ich bin gerade in der Schreibphase. Aber es wird wieder eine Komödie.
Können Sie sich auch vorstellen, ein Drama zu machen?
Das könnte sogar eine spannende Sache sein. Mein Herz als Schauspieler muss an dem Projekt hängen, sonst klappt es nicht. Allerdings muss ein Drama mehr um die Publikumsgunst kämpfen als eine Komödie. Dennoch habe ich ein Sequel von den "Sch'tis" trotz des finanziellen Anreizes abgelehnt. Ich gebe zu, es war eine Versuchung. Ein Sequel erreicht meistens die Hälfte des ersten Teils. Nach dieser Rechnung hätten wir zehn Millionen Besucher erreicht. Aber mir fehlte einfach die Lust.
Haben Sie mit einer Vorgabe von 20 Mllionen Zuschauern keinen Druck bei "Nichts zu verzollen" verspürt?
Ich habe nur beim Schreiben etwas länger gebraucht, dann lief alles rund, von den Dreharbeiten bis zum Ende. Am ersten Tag am Set war ich bestens gelaunt, und die anderen fanden es gut, dass ich nicht den großen Larry markierte. Wer sich aufs hohe Ross schwingt, scheitert schnell.
Sind Sie ein bescheidener Mensch?
Ja… Ich zögere etwas mit der Antwort. Ich bin stolz auf meine Leistung, aber nicht ohne Selbstzweifel. Ich stamme aus ärmlichen Verhältnissen, da ist man es gewohnt, niemanden zu stören oder zu nerven. Bei mir hängen keine Filmplakate oder stehen Preispokale herum, sondern es gibt nur Fotos von der Familie und ein Foto von mir auf der Bühne zu Beginn meiner Karriere.
Können Sie sich nach der Resonanz Ihrer Filme im europäischen Ausland eine europäische Koproduktion vorstellen?
Nicht wirklich. Mein Ziel ist nicht, Dollar- oder Euroberge anzuhäufen, sondern kontinuierlich zu arbeiten und Freude dabei zu empfinden. Ich habe ein gutes Korrektiv für mich entwickelt. Jedes Mal, wenn ich eine Entscheidung treffen muss, denke ich an mich als zehnjährigen Jungen zurück, der von diesem Beruf träumte, der Schauspieler werden und Leute zum Lachen bringen wollte. Und ich frage ihn: "Würdest du das machen? Wenn das Kind in mir sagt: "Nein, das tust du nicht", gehorche ich. So habe ich mich noch nie für eine Werbung hergegeben, trotz lukrativer Angebote, die mir geholfen hätten, ein Drittel meiner Steuer zu zahlen. Man sollte sich übrigens nie von der Gier nach Geld leiten lassen, dann geht alles den Bach runter, auch das Leben.
Französischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor. Stand-Up-Comedian, der mit Sketchen aus der nordfranzösischen Heimat begann, wurde Dany Boon...
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