Gewohnt provokatives Drama von Bertrand Blier, der Monica Bellucci als Edelnutte in die Wohnung eines Freiers einziehen lässt. http://images.kino.de/flbilder/max06/mbiz06/mbiz23/z0623500/b150x150.jpg Wie sehr liebst du mich?

Filmdetails

Wie sehr liebst du mich?

Gewohnt provokatives Drama von Bertrand Blier, der Monica Bellucci als Edelnutte in die Wohnung eines Freiers einziehen lässt.


Wie sehr liebst du mich?
Start: 31.08.2006

Originaltitel: Combien tu m'aimes?

Komödie / Erotik

Frankreich 2005
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Monica Bellucci
Bernard Campan
Gérard Depardieu

Regie: Bertrand Blier
Verleih: Concorde

So werten die bisherigen Besucher:

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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lau

Inhalt

Der schüchterne Bürowichtel Francois (Bernard Campan) hat groß im Lotto gewonnen und könnte sich jetzt sozusagen menschliche Gesellschaft kaufen. Seine Wahl fällt auf die schöne Daniela (Monica Bellucci), die ihre Reize im Fenster ausstellt und stundenweise für 150 Euro und eine Flasche Champagner zu haben ist. Francois bietet 100.000 für den Monat, so lange die Kohle reicht. Mit in der Rechnung inbegriffen sind leider Danielas übler Zuhälter und ein kleiner Herzfehler.

Romantische Komödie mit schwarzer Note aus Frankreich, der richtige Sommerfilm für Romantiker, Frankophile und Formenfreunde. Bertrand Blier ("Die Ausgebufften", "Abendanzug") inszenierte.


Kritik

Frivole Liebesgeschichte aus der Welt der Nacht zwischen einem sympathischen Loser und einer Prostituierten mit Herz.

Großansicht Daniela betört die Männer mit ihren Liebeskünsten (Foto: Concorde)

Daniela betört die Männer mit ihren Liebeskünsten (Foto: Concorde)

Im Pariser Rotlichtviertel Pigalle, wo es trotz käuflicher Liebe früher auch mal romantisch zugegangen sein soll, geht Daniela (Monica Bellucci) dem ältesten Gewerbe der Welt nach. Als sie mal wieder am Fenster sitzt und auf Freier wartet, betritt ein ziemlich langweiliger Typ die Bar und fragt nach dem Preis, zuckt bei 150 Euro und einer Flasche Champagner nicht zusammen, sondern macht ihr ein anderes unmoralisches Angebot. Für 100.000 Euro im Monat soll sie mit ihm leben, solange sein Lottogewinn reicht.

Die schöne Italienerin zieht noch am selben Abend bei ihm ein. Aus Lebensfrust wird Lebenslust, und etwas Lebensart lernt Francois (Bernard Campan) so ganz nebenbei. Es scheint, als sei die Liebe ausgebrochen. Doch nach einigen Tagen verfällt die frisch gebackene Hausfrau wieder der Macht der Nacht und auch ihr Freund und Zuhälter (Gérard Depardieu) meldet Ansprüche und Geldforderungen an.

Großansicht Francois leistet sich von Gewinn was Besonderes (Foto: Concorde)

Francois leistet sich von Gewinn was Besonderes (Foto: Concorde)

Vollweib für Fantasien

Liebe, Verführung, Abhängigkeit - Themen, die Bertrand Blier gerne behandelt und mit Geld, Sex und Macht verknüpft. Wenn dann noch Monica Bellucci die Rolle auf den wohlgeformten Leib geschrieben wird, sind Altherrenfantasien keine Grenzen gesetzt.

Wie sehr liebst du mich?

Darsteller:  Monica Bellucci   als Daniela
  Bernard Campan   als François
  Gérard Depardieu   als Charlie
  Jean-Pierre Darroussin   als André
  Edouard Baer   als Edouard
  Farida Rahouadj   als Nachbarin
  Sara Forestier   als Muguet
  Michel Vuillermoz   als Le Toubib
  François Rollin   als Michael
 
Regie:  Bertrand Blier  
Drehbuch:  Bertrand Blier  
Ausf. Produzent:  Christine de Jekel  
  Olivier Delbosc  
  Marc Missonnier  
Kamera:  François Catonné  
Schnitt:  Marion Monestier  
Produktionsdesign:  François de Lamothe  
Kostüme:  Catherine Leterrier  
Ton:  Pierre Excoffier  
Casting:  Gérard Moulévrier  

"Ich habe eigentlich genug gedreht"

Mit "Die Ausgebufften" gelang Bertrand Blier 1973 der erste große Wurf, seither gilt der mittlerweile 67-jährige Autor und Regisseur als Kinoprovokateur. Dass er auch ein Faible für ungewöhnliche Filmstoffe hat, beweist er jetzt erneut mit "Wie sehr liebst du mich?".

Großansicht Traumfrau Monica Bellucci als Prostituierte mit Herz (Foto: Concorde)

Traumfrau Monica Bellucci als Prostituierte mit Herz (Foto: Concorde)

»Wie war Ihr erstes Treffen mit der Bellucci?

BERTRAND BLIER: Unspektakulär. Nach 15 Minuten war Monica Feuer und Flamme. Danach konnte ich mich relaxt ans Drehbuch setzen, weil ich wusste, mit welcher Figur ich es zu tun hatte. Bernard Campan kam als männlicher Gegenpart hinzu, und mit Gérard Depardieu wollte ich schon seit Jahren mal wieder drehen.

»Was war der Ausgangspunkt dieser Liebeskomödie?

Ich sprühe oft nur so vor Einfällen, entscheidend ist die Auswahl. Von zehn Ideen bleibt eine übrig, bei der alles stimmt. Hier war es die Idee vom idealen Weib. Monica mit ihren körperlichen Vorzügen beeindruckt als traditionelle Schönheit und außergewöhnliche Schauspielerin, sie hat alles, was man von einer richtigen Frau erwartet: Mutter, Geliebte und Hure zugleich. Die sexuelle Revolution hat die Beziehungen verkompliziert. Jeder geht seiner Wege, rennt bei der kleinsten Unstimmigkeit mit dem Partner zum Seelenklempner. Inzwischen freut man sich schon, wenn man nicht im Gefängnis landet, nur weil man eine begehrenswerte Frau anschaut.

Großansicht Bertrand Blier hofft nach zwei Misserfolgen mit "Wie sehr liebst du mich?" auf einen Treffer (Foto: Concorde)

Bertrand Blier hofft nach zwei Misserfolgen mit "Wie sehr liebst du mich?" auf einen Treffer (Foto: Concorde)

»Sind Sie Nostalgiker?

Überhaupt nicht. Ich denke nicht oft an die Vergangenheit und bin eher auf das Morgen gespannt, auch wenn ich der Zukunft etwas skeptisch gegenüberstehe. In "Wie sehr liebst du mich?" schwingt allerdings etwas Nostalgie mit. Der Film ist auch eine Hommage an die legendäre Glitzerwelt von Pigalle und die Belles de nuit.

»Sie haben sich auch diesmal junge Produzenten ausgesucht. Eine gute Erfahrung?

Eine sehr gute. Je älter die Produzenten sind, umso weniger wissen sie über das Kino. Wenn die einen Film herausbringen, beten sie, dass es nicht regnet, eine Epidemie oder Krieg gibt. Solche Denkweisen zeugen nicht von Innovation. Die Jungen sind einfach aufgeschlossener und begeisterungsfähiger, wagen mehr und haben sehr viel Ahnung. Auch die Generation von Regisseuren wie Gaspar Noé, Jacques Audiard oder Bruno Dumont geht ihren Weg. Um das französische Kino ist es mir nicht bange. Es eröffnet viele Möglichkeiten, etwas Neues auszuprobieren. Da sind wir den Amerikanern eine Nasenlänge voraus.

Star

Monica Bellucci

Strahlend schöne Frau, laszive Verführerin, sinnliches Vollblutweib, erotischer Leckerbissen, sexy Ikone und Italiens größter filmischer...

Star

Gérard Depardieu

Frankreichs "Ein-Mann-Nouvelle-Vague" wird von seinen Landsleuten wie der von ihm verkörperte Obelix (in "Asterix & Obelix gegen Caesar...

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