Originaltitel: Combien tu m'aimes?
Frankreich 2005
Monica Bellucci
Bernard Campan
Gérard Depardieu
Regie: Bertrand Blier
Verleih: Concorde
Der schüchterne Bürowichtel Francois (Bernard Campan) hat groß im Lotto gewonnen und könnte sich jetzt sozusagen menschliche Gesellschaft kaufen. Seine Wahl fällt auf die schöne Daniela (Monica Bellucci), die ihre Reize im Fenster ausstellt und stundenweise für 150 Euro und eine Flasche Champagner zu haben ist. Francois bietet 100.000 für den Monat, so lange die Kohle reicht. Mit in der Rechnung inbegriffen sind leider Danielas übler Zuhälter und ein kleiner Herzfehler.
Romantische Komödie mit schwarzer Note aus Frankreich, der richtige Sommerfilm für Romantiker, Frankophile und Formenfreunde. Bertrand Blier ("Die Ausgebufften", "Abendanzug") inszenierte.
Frivole Liebesgeschichte aus der Welt der Nacht zwischen einem sympathischen Loser und einer Prostituierten mit Herz.
Im Pariser Rotlichtviertel Pigalle, wo es trotz käuflicher Liebe früher auch mal romantisch zugegangen sein soll, geht Daniela (Monica Bellucci) dem ältesten Gewerbe der Welt nach. Als sie mal wieder am Fenster sitzt und auf Freier wartet, betritt ein ziemlich langweiliger Typ die Bar und fragt nach dem Preis, zuckt bei 150 Euro und einer Flasche Champagner nicht zusammen, sondern macht ihr ein anderes unmoralisches Angebot. Für 100.000 Euro im Monat soll sie mit ihm leben, solange sein Lottogewinn reicht.
Die schöne Italienerin zieht noch am selben Abend bei ihm ein. Aus Lebensfrust wird Lebenslust, und etwas Lebensart lernt Francois (Bernard Campan) so ganz nebenbei. Es scheint, als sei die Liebe ausgebrochen. Doch nach einigen Tagen verfällt die frisch gebackene Hausfrau wieder der Macht der Nacht und auch ihr Freund und Zuhälter (Gérard Depardieu) meldet Ansprüche und Geldforderungen an.
Liebe, Verführung, Abhängigkeit - Themen, die Bertrand Blier gerne behandelt und mit Geld, Sex und Macht verknüpft. Wenn dann noch Monica Bellucci die Rolle auf den wohlgeformten Leib geschrieben wird, sind Altherrenfantasien keine Grenzen gesetzt.
| Darsteller: | Monica Bellucci | als Daniela | |
|---|---|---|---|
| Bernard Campan | als François | ||
| Gérard Depardieu | als Charlie | ||
| Jean-Pierre Darroussin | als André | ||
| Edouard Baer | als Edouard | ||
| Farida Rahouadj | als Nachbarin | ||
| Sara Forestier | als Muguet | ||
| Michel Vuillermoz | als Le Toubib | ||
| François Rollin | als Michael | ||
| Regie: | Bertrand Blier | ||
| Drehbuch: | Bertrand Blier | ||
| Ausf. Produzent: | Christine de Jekel | ||
| Olivier Delbosc | |||
| Marc Missonnier | |||
| Kamera: | François Catonné | ||
| Schnitt: | Marion Monestier | ||
| Produktionsdesign: | François de Lamothe | ||
| Kostüme: | Catherine Leterrier | ||
| Ton: | Pierre Excoffier | ||
| Casting: | Gérard Moulévrier | ||
Mit "Die Ausgebufften" gelang Bertrand Blier 1973 der erste große Wurf, seither gilt der mittlerweile 67-jährige Autor und Regisseur als Kinoprovokateur. Dass er auch ein Faible für ungewöhnliche Filmstoffe hat, beweist er jetzt erneut mit "Wie sehr liebst du mich?".
»Wie war Ihr erstes Treffen mit der Bellucci?
BERTRAND BLIER: Unspektakulär. Nach 15 Minuten war Monica Feuer und Flamme. Danach konnte ich mich relaxt ans Drehbuch setzen, weil ich wusste, mit welcher Figur ich es zu tun hatte. Bernard Campan kam als männlicher Gegenpart hinzu, und mit Gérard Depardieu wollte ich schon seit Jahren mal wieder drehen.
»Was war der Ausgangspunkt dieser Liebeskomödie?
Ich sprühe oft nur so vor Einfällen, entscheidend ist die Auswahl. Von zehn Ideen bleibt eine übrig, bei der alles stimmt. Hier war es die Idee vom idealen Weib. Monica mit ihren körperlichen Vorzügen beeindruckt als traditionelle Schönheit und außergewöhnliche Schauspielerin, sie hat alles, was man von einer richtigen Frau erwartet: Mutter, Geliebte und Hure zugleich. Die sexuelle Revolution hat die Beziehungen verkompliziert. Jeder geht seiner Wege, rennt bei der kleinsten Unstimmigkeit mit dem Partner zum Seelenklempner. Inzwischen freut man sich schon, wenn man nicht im Gefängnis landet, nur weil man eine begehrenswerte Frau anschaut.
Bertrand Blier hofft nach zwei Misserfolgen mit "Wie sehr liebst du mich?" auf einen Treffer (Foto: Concorde)
»Sind Sie Nostalgiker?
Überhaupt nicht. Ich denke nicht oft an die Vergangenheit und bin eher auf das Morgen gespannt, auch wenn ich der Zukunft etwas skeptisch gegenüberstehe. In "Wie sehr liebst du mich?" schwingt allerdings etwas Nostalgie mit. Der Film ist auch eine Hommage an die legendäre Glitzerwelt von Pigalle und die Belles de nuit.
»Sie haben sich auch diesmal junge Produzenten ausgesucht. Eine gute Erfahrung?
Eine sehr gute. Je älter die Produzenten sind, umso weniger wissen sie über das Kino. Wenn die einen Film herausbringen, beten sie, dass es nicht regnet, eine Epidemie oder Krieg gibt. Solche Denkweisen zeugen nicht von Innovation. Die Jungen sind einfach aufgeschlossener und begeisterungsfähiger, wagen mehr und haben sehr viel Ahnung. Auch die Generation von Regisseuren wie Gaspar Noé, Jacques Audiard oder Bruno Dumont geht ihren Weg. Um das französische Kino ist es mir nicht bange. Es eröffnet viele Möglichkeiten, etwas Neues auszuprobieren. Da sind wir den Amerikanern eine Nasenlänge voraus.
Strahlend schöne Frau, laszive Verführerin, sinnliches Vollblutweib, erotischer Leckerbissen, sexy Ikone und Italiens größter filmischer...
Frankreichs "Ein-Mann-Nouvelle-Vague" wird von seinen Landsleuten wie der von ihm verkörperte Obelix (in "Asterix & Obelix gegen Caesar...
Kate Beckinsale ist zurück als Sexiest Vampire-Lady Undead! Diesmal wollen Menschen sowohl Vampire als auch Lykaner vernichten...
Top-Drama mit Brad Pitt als innovativem Baseball-Coach. Für 6 Oscars nominiert!
Steven Spielbergs wundervolles Epos um die Freundschaft eines Bauernsohns zu einem Kriegspferd. Chance auf 6 Oscars!
David Finchers starke US-Neuverfilmung der Kult-Krimitrilogie "Millennium" mit Daniel Craig und Rooney Mara.
Schöne Komödie um die Freundschaft eines Gelähmten mit seinem Pfleger.