Originaltitel: Charlie St. Cloud
USA 2010
Zac Efron
Amanda Crew
Donal Logue
Regie: Burr Steers
Verleih: Universal
Charlie und Sam St. Cloud sind nicht nur beim Segeln ein Dreamteam. Charlie kümmert sich rührend um den jüngeren Bruder - auch, als dieser nach einem Autounfall sterben muss. Tag für Tag spielt Charlie nach Sonnenuntergang mit Sams Geist Baseball. So findet er selbst nie ins Leben zurück, Sam aber auch nicht den letzten Weg, den seine Seele gehen muss. Fünf Jahre nach dem Unfall verliebt sich Charlie in die Seglerin Tess. Sie wird der Schlüssel für eine Entwicklung, die Charlie vor seine schwerste Entscheidung stellt.

Für Zac Efron war die High School ein Musical, doch als Collegestipendiat mit traumatischen Erfahrungen wird es ernst für das Teenidol.
In seinem Debüt "Igby" warf Burr Steers einen skurril-unsentimentalen Blick auf das Erwachsenwerden, kreuzt in seiner dritten Regiearbeit aber im Fahrwasser von Nicholas Sparks, der Glück, Leid und romantische Sehnsucht zu vielen Hits verschnürte.
Der Hauptunterschied zu Sparks ist die zentrale Bindung, die keine romantische, sondern eine familiäre ist, und der übernatürliche Aspekt, der hier ein Leben über den Tod hinaus verlängert.
Bevor die im Namen vorgegebenen Wolken alles verdunkeln und er jahrelang selbstlos das Leben eines Heiligen führen wird, badet Charlie St. Cloud (Zac Efron) in der Sonne - geliebt von der Mutter, bewundert vom jüngeren Bruder Sam (Charlie Tahan) und belohnt von der Eliteuni Stanford, die dem Star-Segler eines Küstenortes im pazifischen Nordwesten der USA ein Stipendium verliehen hat. Ein Unfall, für den sich Charlie grundlos verantwortlich fühlt, beendet das Leben seines Bruders und fast auch das seine. Von Ray Liotta reanimiert, widmet Charlie sein geschenktes Leben einem Versprechen, das er der Seele des Bruders gegeben hat. Jeden Tag nach Sonnenuntergang wird er mit Sam Baseball spielen und dafür alle eigenen Wünsche wortwörtlich begraben. Fünf Jahre arbeitet die ehemalige Lichtgestalt auf dem Friedhof seines Heimatorts, verbringt die magische Stunde mit seinem Bruder, bis ihn eine schöne Seglerin (Amanda Crew) aus seiner Stasis zurück ins Leben holt.
Bedächtig beleuchtet Steers Verfilmung eines Romans von Ben Sherwood eine enge Bruderbindung, in der die Mutter und damit Kim Basinger bis auf wenige Szenen ausgeblendet bleibt. Ob Charlie ein psychisches Problem oder tatsächlich die Fähigkeit hat, Seelen zu sehen, die ihren Weg nicht finden, lässt Steers nie im Unklaren. Ein Hauch von "Feld der Träume" weht durch "Wie durch ein Wunder", zeigt sich im Baseball, in der Besetzung Liottas (in Phil Alden Robinsons Klassiker selbst eine übernatürliche Erscheinung) und dem sentimentalen Grundton, der bei Steers durchaus auch Kontakt zum Kitsch aufnimmt. Als man spürt, dass neben dem Protagonisten auch die Story etwas Leben brauchen könnte, bekommt sie es, schlägt der malerisch fotografierte Film einen überraschenden Haken, der dem in jeder Szene präsenten Efron, dessen blaue Augen eine Hauptrolle spielen, nach dem etwas passiven, tränengestützten Opfergang die Rolle eines aktiven Helden zuweist. kob.
| Darsteller: | Zac Efron | als Charlie St. Cloud | |
|---|---|---|---|
| Amanda Crew | als Tess Carroll | ||
| Donal Logue | als Tink Weatherbee | ||
| Charlie Tahan | als Sam St. Cloud | ||
| Ray Liotta | als Florio | ||
| Kim Basinger | als Louise St. Cloud | ||
| Augustus Prew | als Alistair Wooley | ||
| Chris Massoglia | als Sam St. Cloud (älter) | ||
| Dave Franco | als Sully | ||
| Regie: | Burr Steers | ||
| Drehbuch: | Lewis Colick | ||
| Craig Pearce | |||
| Produzent: | Michael Fottrell | ||
| Marc E. Platt | |||
| Ausf. Produzent: | Michael Fottrell | ||
| Ben Sherwood | |||
| Ryan Kavanaugh | |||
| Jared LeBoff | |||
| Adam Siegel | |||
| Buchvorlage: | Ben Sherwood | ||
| Kamera: | Enrique Chediak | ||
| Schnitt: | Padraic McKinley | ||
| Musik: | Rolfe Kent | ||
| Produktionsdesign: | Ida Random | ||
| Kostüme: | Denise Wingate | ||
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