Der reiche Plantagenbesitzer Beaumont überredet das junge Paar Madeleine und Neil, sich auf seiner Plantage auf Haiti trauen zu lassen. In Wirklichkeit hat er es jedoch selbst auf Madeleine abgesehen. Als die sich weigert, ihn zu erhören, wendet er sich an seinen sinistren Nachbarn Legendre. Mit Legendres Hilfe kann er Madeleine in ein willenloses Geschöpf verwandeln, doch es dauert nicht lange, bis auch Beaumont ein Teil der Zombie-Sammlung Legendres wird. Verzweifelt versucht Neil mit der Hilfe des Missionars Cathorn, Madeleine zu retten.
Der atmosphärisch dichte Horrorfilm von Victor Halperin gilt als erster Zombiefilm der Geschichte, konnte aber erst Jahrzehnte nach seiner Entstehung Kultstatus erlangen. Unbestrittener Mittelpunkt des Films ist Bela Lugosi, der kurz zuvor als "Dracula" zum Star geworden war. Als bedrohlicher Legendre, der seine Plantage durch Zombies bewirtschaften lässt, verbreitet er durch seine imposante Gestalt, seine spinnenhaften Hände und vor allem seine hypnotischen Augen einen Schrecken, dem man sich kaum entziehen kann.
| Darsteller: | Béla Lugosi | als Legendre | |
|---|---|---|---|
| Madge Bellamy | als Madeleine Short Parker | ||
| Robert Frazer | als Charles Beaumont | ||
| John Harron | als Neil Parker | ||
| Joseph Cawthorn | als Dr. Bruner | ||
| Clarence Muse | als Kutscher | ||
| Brandon Hurst | als Silver | ||
| Frederick Peters | als Chauvin | ||
| Regie: | Victor Halperin | ||
| Drehbuch: | Garnett Weston | ||
| Produzent: | Edward Halperin | ||
| Kamera: | Arthur Martinelli | ||
| Schnitt: | Harold McLernon | ||
| Musik: | Abe Meyer | ||
| Produktionsdesign: | Ralph Berger | ||
Sie schlurfen durch die Straßen der Stadt, rastlos auf der Suche nach Opfern. Einmal von einem Zombie gebissen, nimmt die eigene Verwandlung unabwendbar ihren Lauf. Jeder Untote schafft weitere und die Flut der Zombies breitet sich aus wie eine Seuche, der nichts entgegenzusetzen ist.
"28 Days Later", der Überraschungshit 2002 von Kultregisseur Danny Boyle ("Trainspotting"), löste ein wahres Zombie-Revival aus: Regisseur Rob Zombie jagte seine Darsteller durch das "Haus der 1000 Leichen". Und "Dawn of the Dead" lehrte uns im April diesen Jahres das Fürchten.
Jetzt wagt sich "Fox Searchlight" ebenfalls erneut ans Genre. Geplant ist eine Fortsetzung von "28 Days Later" - mit dem einfallsreichen Titel "28 Weeks Later".
Im ersten Teil verändert sich die Welt von Fahrradkurier Jim (Cillian Murphy) nach 28-tägigem Koma grundlegend. Er erwacht und findet sich alleine im verlassenen London wieder. Alleine? Verlassen? Weit gefehlt: Wildgewordene Untote jagen Jim und eine handvoll Überlebender durch die Low-Budget-Produktion und lassen ihnen keine Ruhe.
Keine Ruhe finden auch die Zombies, und genau das ist das Problem. 28 Wochen später sind sie immer noch da - wilder und gefrässiger als je zuvor. Welchen Plot das Sequel jedoch genau haben wird, weiß nur Drehbuchautor Rowan Joffe. Der Sohn von Regisseur Roland Joffe ("The Killing Fields - Schreiendes Land") hat bereits erfolgreich für die BBC als Co-Autor gearbeitet. Ob das neue Drehbuch vergleichbar mit Alex Garlands ("The Beach") Vision der unnahbaren Untoten sein wird, bleibt abzuwarten.
Apropos Visionen unnahbarer Untoter, die hatten auch schon andere: George A. Romero schuf mit die "Die Nacht der lebenden Toten" den wohl bekanntesten Zombie-Schocker. Der italienische Regisseur Lucio Fulci versetzte in "Ein Zombie hing am Glockenseil" ein kleines Dorf in Angst und Schrecken. Und bereits 1932 faszinierten die Kreaturen des Todes: "White Zombie" von Victor Halperin ist wohl die authentischste Umsetzung des Stoffes.
Authentisch und nervenaufreibend war Danny Boyles Regieleistung ebenfalls. Im zweiten Teil wird er wohl nur die Rolle des Co-Produzenten übernehmen, die Regie überlässt er jemand anderen.
Ob Hauptdarsteller Cillian Murphy wieder mit von der Partie sein wird, ist ebenso unklar. Derzeit steht er als Bösewicht Scarecrow für Christopher Nolans "Batman Begins" vor der Kamera.
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