Originaltitel: When in Rome
USA 2010
Kristen Bell
Josh Duhamel
Anjelica Huston
Regie: Mark Steven Johnson
Verleih: Walt Disney
Die New Yorkerin Beth hat eigentlich der Liebe abgeschworen. Bei einem Trip zur Hochzeit ihrer Schwester nach Rom lässt sie sich hinreißen, in einem angeblich magischen Liebesbrunnen mehrere Münzen aufzuheben. Sie ahnt nicht, dass sie sich damit die unsterbliche Zuneigung der ehemaligen Besitzer aufhalst. Mit einem Mal machen ihr ein kleinwüchsiger Wurstmagnat, ein Straßenzauberer, ein Maler und selbstverliebtes Model den Hof. Als ihr auch noch der wahre Mann ihrer Träume, Nick, Avancen macht, ist sich Beth nicht sicher, ob er es wirklich ernst meint.

"Ghost Rider"-Regisseur Mark Steven Johnson inszeniert eine kurzweilige Romcom um magischen Gefühlsszauber, unerwünschte Avancen und die große Liebe.
Mit dem "Transformers"-Schönling Josh Duhamel und der "Nie wieder Sex mit der Ex"- Schönen Kristen Bell stehen zwei gefällig anzusehende Stars vor der Kamera, die über die entsprechende Chemie verfügen, um glaubhafte romantische Kompatibilität zu suggerieren. Per Drehbuch der "Old Dogs - Daddy oder Deal"-Skripter wird Protagonistin Beth jedoch zunächst als gestresste junge Museumskuratorin in New York eingeführt, die genervt ist, immer noch nicht den richtigen Mann gefunden zu haben. Bei der Spontanheirat ihrer Schwester in Rom, lernt sie den sympathischen Reporter Nick (Duhamel) kennen. Zudem lässt sie sich in angeheitertem Zustand dazu hinreißen aus einer angeblichen Liebesquelle vier Münzen aufzusammeln. Zurück zu Hause umwerben sie nun nicht nur Nick, sondern auch die vier Männer, die jeweils eine der von ihr aufgesammelten Geldmünzen in den Venusbrunnen geworfen hatten. Diese eklektische Mischung von Verehrern setzt sich aus einem einsamen Würstchen-Tycoon (Danny DeVito, wie immer klein aber krachig), einem Straßenmagier ("Napoleon Dynamite" Jon Heder macht auf Criss Angel), einem Maler mit Fußfetisch (Will Arnett aus "Die Eisprinzen") und einem eingebildeten männlichen Model (Dax Shepard als cineastischer Cousin von "Zoolander") zusammen. In Folge ist Beth nun damit beschäftigt, ihre vier lästigen Verehrer zu vermeiden und herauszufinden, ob es Nick denn wirklich ehrlich mit ihr meint.
All die Komplikationen und Wirren leisten einer Menge überdrehtem Slapstick und schriller Situationskomik Vorschub, wobei auf Standard-Repertoire wie Stolpern und gegen Masten laufen zurückgegriffen wird. Während einige Gags zum Schmunzeln anregen, zünden andere fehl, wie beispielsweise Beths lang gezogenes vergebliches Mühen eine Vase zu zerschlagen. Ansonsten ist das Tempo recht straff, auch wenn Plot und Charakterzeichnung auf Sparflamme entwickelt werden. Abwechslung ergibt sich mit den Auftritten von Oscar-Gewinnerin Anjelica Huston als Beths Boss im Guggenheim Museum. Für den "Daredevil" und "Elektra"-Regisseur bedeutet dieser vorhersehbare Eintrag ins Genre der Romantikkomödien ein etwas ungewöhnliches Actionvakuum, so dass der Konsum wohl strikt für ein weibliches Publikum vorgesehen ist. ara.
| Darsteller: | Kristen Bell | als Beth Harper | |
|---|---|---|---|
| Josh Duhamel | als Nick | ||
| Anjelica Huston | als Celeste | ||
| Danny DeVito | als Al | ||
| Will Arnett | als Antonio | ||
| Jon Heder | als Lance | ||
| Dax Shepard | als Gale | ||
| Alexis Dziena | als Joan | ||
| Kate Micucci | als Stacy | ||
| Peggy Lipton | als Priscilla | ||
| Luca Calvani | als Umberto | ||
| Keir O'Donnell | als Father Dino | ||
| Bobby Moynihan | als Puck | ||
| Kristen Schaal | als Ilona | ||
| Judith Malina | als Umbertos Großmutter | ||
| Lee Pace | als Brady Sacks | ||
| Natalie Joy Johnson | als Sekretärin | ||
| Brian Golub | als Sekretär | ||
| Regie: | Mark Steven Johnson | ||
| Drehbuch: | David Diamond | ||
| David Weissman | |||
| Produzent: | Mark Steven Johnson | ||
| Gary Foster | |||
| Andrew Panay | |||
| Koproduzent: | Rikki Lea Bestall | ||
| Kim H. Winther | |||
| Ausf. Produzent: | Mindy Farrell | ||
| Steven Roffer | |||
| Ezra Swerdlow | |||
| Kamera: | John Bailey | ||
| Schnitt: | Andrew Marcus | ||
| Ryan Folsey | |||
| Musik: | Christopher Young | ||
| Produktionsdesign: | Kirk M. Petruccelli | ||
| Kostüme: | Sarah Edwards | ||
| Casting: | Kathleen Chopin | ||
Es gibt noch keinen Fahrer, aber ein Auto und ein Drehbuch: Regisseur Mark Steven Johnson hat sich in unsere "Autobahn" verliebt.
Die Jungs von "Cobra 11" bekommen Konkurrenz auf der "Autobahn" (Foto: RTL/Guido Engels)
Schön, dass man in Hollywood einen deutschen Mythos entdeckt, der nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun hat: Unsere Autobahnen, so denkt man dort, sind die asphaltgewordene Freiheit, auf denen man ohne Tempolimit heizen kann, was BMW, Porsche und Mercedes hergeben.
Nun wird der Mythos "Autobahn" verfilmt, den Job übernimmt "Ghost Rider"-Regisseur Mark Steven Johnson.
Gut, es gibt kaum noch Autobahnkilometer, auf denen man den Klassiker "Ich geb' Gas, ich will Spaß!" in voller Länge jenseits der 200 km/h hören kann, aber das stört in Hollywood niemanden: Mark Steven Johnson, der auch "Daredevil" und zuletzt die Komödie "When in Rome" inszenierte, hat eine Story am Start, die ein wenig an Jason Stathams Vollgas-Orgie "The Transporter" erinnert.
Im Mittelpunkt der Story von "Autobahn" stehen ein BMW und ein abgehalfterter Ex-Formel-1-Pilot. Der kommt im Auto neben der Piste zu sich, hat keine Ahnung, wie er dorthin gekommen ist und warum er keine Tür aufkriegt. Über das Handy im Handschuhfach kommt ein wenig Licht ins mysteriöse Dunkel: Der anonyme Anrufer verlangt von unserem Fahrer den ganz rabiaten Bleifuß - hat er nicht binnen 90 Minuten ein bestimmtes Ziel erreicht, fliegt nicht nur der BMW in die Luft, sondern müssen auch Frau und Kinder dran glauben.
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