Keisha Castle-Hughes
Rawiri Paratene
Vicky Haughton
Regie: Niki Caro
Verleih: Pandora
Vor Jahrtausenden kam der Legende nach der Urahn der Whangara, eines Stammes vom Volke der Maori, auf dem Rücken eines Wales von Polynesien nach Neuseeland geritten. Seither gilt jeder Erstgeborene eines Häuptlings automatisch als Reinkarnation jenes mythischen Whaleriders - bis auf Paikea (Keisha Castle-Hughes), denn die ist ein Mädchen. Insbesondere ihr strenger Großvater Koro (Rawiri Paratene) weigert sich, die Kleine anzuerkennen. Paikea aber will sich nicht geschlagen geben und es den Machos zeigen...
Imposante Naturbilder und eine frohe Botschaft in punkto weiblichen Selbstbewusstseins bietet dieses in kräftige Farben getauchte Teenagerabenteuer vom anderen Ende unserer Welt.
Niki Caros Spielfilmdebüt erzählt von der Kluft zwischen den Generationen, zwischen Tradition und Aufbruch und vor allem von einem Mädchen, das um Anerkennung kämpft.
Paikea ist die Erstgeborene eines Maori-Häuptlings und hat im Gegensatz zu ihrem Zwillingsbruder und ihrer Mutter den Kraftakt der Geburt überlebt.
Die Verbitterung ihres Großvaters Koro, der seinen Sohn ins Ausland abwandern sieht und damit den Traum eines männlichen Erben begraben muss, hat Paikea nach vielen Jahren überwunden.
Sie könnte nämlich Nachfolgerin des legendären Stammesgründers werden, der einst auf dem Rücken eines Wals von Hawaii nach Neuseeland kam.
Doch Koro hält eisern an den Traditionen fest. Ein Mädchen als Anführerin lehnt er ab und sucht statt dessen unter den Jungen des Clans.
So leicht lässt sich die kleine, couragierte Kämpferin allerdings nicht unterkriegen. Sie liebt ihre Heimat und ihre kulturellen Wurzeln und eignet sich heimlich das an, was ihr Großvater den Jungen des Stammes zu vermitteln sucht, um aus deren Mitte einen Nachfolger bestimmen zu können.
Vor der pittoresken Küstenkulisse Neuseelands spielt Niki Caros Adaption eines 1988 veröffentlichen Romans, der alte Traditionen in neue Hände legen will.
Malerisch und plastisch fotografiert ist "Whale Rider" Kulturexpedition, Familien- und Emanzipationsdrama, zeigt aber auch in der Mann-Frau-Dynamik einigen Humor.
Ein Hauch von "Der Kleine Lord", von "Rapa Nui", ja sogar "Der Wüstenplanet" liegt über diesem sympathischen Film, der im lyrischen Finale in der Erfüllung der Legende Hoffnung für einen Neuanfang sät.
| Darsteller: | Keisha Castle-Hughes | als Pai(kea) | |
|---|---|---|---|
| Rawiri Paratene | als Koro | ||
| Vicky Haughton | als Flowers | ||
| Cliff Curtis | als Porourangi | ||
| Grant Roa | als Rawiri | ||
| Mana Taumaunu | als Hemi | ||
| Tyronne White | als Jake | ||
| Taupuru Whakataka-Brightwell | als Ropata | ||
| Tenia McClutchie-Mita | als Wiremu | ||
| Rachel House | als Shilo | ||
| Taungaroa Emile | als Dog | ||
| Tammy Davis | als Willie | ||
| Mabel Wharekawa-Burt | als Maka | ||
| Rawinia Clarke | als Miro | ||
| Tahei Simpson | als Miss Parata | ||
| Aomouri Parata-Haua | als Baby Paikea | ||
| Roimata Taimana | als Rewi | ||
| Elizabeth Skeen | als Rehua | ||
| Peter Patuwai | als Bubba | ||
| Rutene Spooner | als Parekura | ||
| Riccardo Davis | als Maui | ||
| Apiata Whangapirita-Apanui | als Henare | ||
| Regie: | Niki Caro | ||
| Drehbuch: | Niki Caro | ||
| Produzent: | Tim Sanders | ||
| John Barnett | |||
| Frank Hübner | |||
| Koproduzent: | Reinhard Brundig | ||
| Ausf. Produzent: | Bill Gavin | ||
| Linda Goldstein Knowlton | |||
| Buchvorlage: | Witi Ihimaera | ||
| Kamera: | Leon Narbey | ||
| Schnitt: | David Coulson | ||
| Musik: | Lisa Gerrard | ||
| Produktionsdesign: | Grant Major | ||
| Grace Mock | |||
| Kostüme: | Kristy Cameron | ||
| Ton: | Dave Madigan | ||
| Casting: | Diana Rowan | ||
Es ist nur ein Gerücht, dass die begehrteste Goldstatue der Filmwelt dieses Jahr einem Hobbit nachmodelliert wird...
Daumen drücken: Vielleicht klappt's ja diesmal mit dem Regie-Oscar für Peter Jackson (Foto: Warner)
Aber zumindest ist Peter Jacksons Fantasy-Finale "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs" klarer Sieger bei den Nominierungen: Ganze 11 mal darf Mittelerde auf den Goldjungen hoffen - darunter auch in den wichtigen Kategorien bester Film und beste Regie. Nicht wenige Experten trauen Peter Jackson dieses Jahr auch den Sieg in den beiden Königsdisziplinen zu, nachdem sich die beiden ersten Teile mit Auszeichnugen in den weniger wichtigen Sparten begnügen mussten.
In der Kategorie bester Film konkurriert "Der Herr der Ringe" mit "Lost in Translation", "Master and Commander", "Mystic River" und "Seabiscuit".
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Bei den Darstellern kämpfen Johnny Depp ("Fluch der Karibik"), Ben Kingsley ("House of Sand and Fog"), Jude Law ("Cold Mountain"), Bill Murray ("Lost in Translation") und Sean Penn ("Mystic River") um den Preis für die beste Hauptrolle. Bei den Damen sind es die 13-jährige Keisha Castle-Hughes ("Whale Rider") - eine große Überraschung - dazu Diane Keaton ("Was das Herz begehrt"), Samantha Morton ("Minority Report"), Charlize Theron ("Monster") und Naomi Watts ("21 Gramm").
In der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film wurde "Good Bye, Lenin!" überraschend nicht berücksichtigt. Dafür gab es bei den Kurzfilmen eine Nominierung für Florian Baxmeyers "Die rote Jacke", in dem ein achtlos weggeworfenes Kleidungsstück über Umwege nach Sarajewo gelangt.
Die Verleihung der 76. Academy Awards findet am 29. Februar im Kodak Theater in Los Angeles statt. Und dann heißt es einmal mehr: "And the Oscar goes to..."
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