Regie: Andy DeEmmony
Verleih: Kool (Filmagentinnen)
Der Pakistaner George Khan, nicht mehr ganz so glücklich mit englischer Gattin, macht sich mit seinem widerspenstigen Sohn auf in die ehemalige Heimat, damit der die alten Werte kennen- und schätzen lernt. Seine erste Ehefrau, die er vor 30 Jahren sitzen ließ, ist nicht sehr amused und nach der ersten Wiedersehenseuphorie mit der Sippschaft findet sich der Patriarch zwischen den Kulturen nicht mehr zurecht. Als dann noch sein wütendes Weib aus England anreist, muss er sich entscheiden, wohin er gehört.

Warmherziges Sequel des Culture-Clash-Hits "East is East" über die Familie Khan zwischen Fish'n'Chips und pakistanischer Sippe.
"Papa" George Khan hat es nicht leicht mit seiner Familie. 1971 kämpfte er noch für deren Zusammenhalt und die muslimischen Werte, die bei seinen Kids nicht ankamen, fünf Jahre später stehen mit seinem jüngsten Spross die Zeichen auf Sturm. Sajid schwänzt die Schule und möchte kein "Paki", sondern ein richtiger Engländer sein. Der Alte schleppt ihn zum Leidwesen seiner englischen Gattin in die alte Heimat, damit der Junge Mores lernt. Jahrelang hat er Geld an die Seinen geschickt, die ihn erst mit großer Euphorie am Flughafen empfangen, ihn aber dann doch merken lassen, dass er nicht mehr wirklich zu ihnen gehört. Seine erste Ehefrau, die er vor 30 Jahren sitzen ließ, ist nicht sehr amused und nach der ersten Wiedersehensfreude mit der nicht ganz überschaubaren Sippschaft findet sich der Patriarch zwischen den Kulturen und Weltanschauungen nicht mehr zurecht. Während er sich sukzessive als Außenseiter fühlt, findet der widerspenstige Filius im Pandschab Freunde und sogar eine Frau für seinen schüchternen älteren Bruder. Als dann noch sein wütendes Weib samt Freundin aus England anreist, muss er sich entscheiden, wohin er gehört.
Das Sequel des Indie-Hits "East is East" von 1999 setzt mit Om Puri als ergrautem Patriarchen und Linda Basset als nicht ganz duldsamer Angetrauten erneut auf die Tücken des Culture-Clash und zieht Vorurteile durch den Kakao, ohne den hilflosen Protagonisten der Lächerlichkeit preiszugeben. Die multikulturelle Familienzusammenführung der unterhaltenden Art springt unverkrampft von Komödie zum Drama und zurück und wenn die Ehefrau Nr. 1 und Nr. 2 sich ohne Sprache verstehen und das kleine Fähnchen der Frauen-Power hochhalten, weht der "Wind of Change". Ayub Khan lieferte wie zum Vorgänger-Film das Drehbuch und verarbeitet biografische Daten, auch sein Vater orderte ihn als Zwölfjährigen nach Pakistan.
Fast wie im Märchen ist die Welt nach diesem sympathischen Feelgood-Movie wieder in Ordnung, kommt alles zu einem (relativ) guten Ende. Pakistan war im Jahre 1976 eben noch ein anderes Land. mk.
| Darsteller: | Om Puri | als George "Dschingis" Khan | |
|---|---|---|---|
| Linda Bassett | als Ella Khan, Mrs. Khan Nr. 2 | ||
| Aqib Khan | als Sajid | ||
| Emil Marwa | als Maneer Kahn | ||
| Jimi Mistry | als Tariq Khan | ||
| Lesley Nicol | als Tante Annie | ||
| Ila Arun | als Basheera, Mrs. Khan Nr. 1 | ||
| Vijay Raaz | als Tanvir | ||
| Nadim Sawalha | als Pir Naseem | ||
| Raj Bhansali | als Zaid | ||
| Zita Sattar | als Neelam Haqq | ||
| Regie: | Andy DeEmmony | ||
| Drehbuch: | Ayub Khan Din | ||
| Produzent: | Leslee Udwin | ||
| Jane Wright | |||
| Shaana Levy | |||
| Kamera: | Peter Robertson | ||
| Schnitt: | Jon Gregory | ||
| Stephen O'Connell | |||
| Musik: | Rob Lane | ||
| Produktionsdesign: | Tom Conroy | ||
| Aradhana Seth | |||
| Kostüme: | Louise Stjernsward | ||
| Ton: | Simon J. Willis | ||
| Casting: | Anji Carroll | ||
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