Originaltitel: The Rundown
USA 2003
Dwayne Johnson
Seann William Scott
Christopher Walken
Regie: Peter Berg
Verleih: Columbia Tristar
Kopfgeldjäger Beck (Dwayne "The Rock" Johnson) träumt vom eigenen Restaurant in Los Angeles. Doch zuvor muss er für seinen Boss noch schnell dessen missratenen Filius Travis (Seann William Scott), einen selbsternannten Schatzsucher, aus dem Dschungel von Amazonien bergen. Das gestaltet sich schwieriger als erwartet, weil Travis erstens keinerlei Lust zeigt, dem Ruf von Papi freiwillig zu folgen, und zweitens der undurchsichtige Geschäftsmann Hatcher (Christopher Walken) ganz eigene Pläne mit dem Jüngling hat.
Wrestling-Star "The Rock" und Teeniefilm-Aushängeschild Seann "Stifler" Scott sind ein glänzend gelauntes Buddy-Team auf den Spuren von "Indiana Jones" in diesem Actionabenteuer von Regisseur Peter Berg ("Very Bad Things").
Im Dschungel-Camp von Christopher Walken ist Dwayne "The Rock" Johnson die härteste Prüfung - und der neue Stern am Action-Himmel.
"Option A: Sie sind kooperativ. Option B: Ich helfe Ihnen dabei! Option C? Es gibt keine Option C..." (Foto: Columbia TriStar)
"Have Fun - viel Spaß!" Ein kurzer Gruß nur, aber einer, der die Rangordnung im Actionkino neu definiert. Ist es doch Gouverneur Arnold Schwarzenegger, der sich mit diesen vergnügten Worten wohl endgültig aus dem Filmbiz verabschiedet und gleichzeitig dem Publikum von der Leinwand herab seinen Nachfolger ans Herz legt: Dwayne "The Rock" Johnson("Scorpion King") ist von jetzt an für gepflegte Muskelspiele zuständig.
Zu Beginn des Filmes im Dschungel der Eitelkeiten mitten in L. A.: Schwarzenegger verlässt einen Nachtclub, Johnson betritt ihn - "Viel Spaß!" und derart motiviert zeigt The Rock der gesamten Angriffslinie eines Footballteams Sollbruchstellen, wo keine sind: im Mobiliar, an Säulen, Wänden und den eigenen Unterkiefern.
Rumble in the Jungle: Die Dschungel-Guerilleros geben Beck eine Lektion in Lianen-Kung Fu (Foto: Columbia TriStar)
Beck, die von Johnson gespielte Figur, ist aber eigentlich ein Feingeist. Tritt freundlich und zurückhaltend auf, verabscheut Waffen, träumt von einem kleinen Feinschmeckerrestaurant und sammelt fortwährend leckere Rezepte. Aber im Augenblick muss er Schulden abtragen und das erledigt er als "Wiederbeschaffungsexperte" für den Mobster Walker.
Wer nicht zahlt, dem schickt er Beck, welcher stets ausgesucht höflich zwei Optionen anbietet. Option A: Man kommt seinen Wünschen nach. Option B: Beck hilft dabei. Ungern, aber effektiv. Seine letzte Zielperson, bevor ihn Walker vom Haken lässt, ist ausgerechnet dessen Sohn Travis (Seann William Scott, "American Pie").
Der treibt sich am Amazonas auf Schatzsuche herum und umgarnt die scheinbar harmlose Wirtin Mariana (Rosario Dawson, "Men in Black 2"), statt Papa bei den mühevollen Mafia-Geschäften zu helfen.
Zu Becks Ärger hat der Bursche tatsächlich einen Schatz gefunden und dies ausgerechnet im Revier des sadistischen Ausbeuters Hatcher (genial verschroben: Christopher Walken). Weil der "Gato Diablo" auch im Einzugsgebiet einer rabiaten Guerilla-Truppe versteckt liegt, und sich alle notorisch für "Option B" entscheiden, bekommt Beck alle Fäuste voll zu tun.
Erwischt: Beck soll Travis nach L. A. bringen - aber der hat einfach keine Angst vorm großen Mann (Foto: Columbia TriStar)
Hier zeigt sich denn auch der beachtliche Unterhaltungswert des Dwayne "The Rock" Johnson. Ohne CGI und Bodydouble legt der Mann seine Stunts selbst aufs Parkett. Das sieht richtig gut aus und ist das Produkt seiner beachtlichen Wrestling-Karriere.
Um im Ring der Showkämpfer zum Publikumsliebling aufzusteigen, ist neben schauspielerischen Qualitäten, Talent für Comedy und einem kreativen Kampfstil auch jene Gabe gefordert, mit der sich gute Entertainer ein ganzes Stadion untertan machen können.
"The Rock" hat's drauf und versteht es, seine beeindruckende körperliche Präsenz mit der nötigen Ironie zu würzen, die ein Actionman von heute braucht. Ein einziger - nämlich der grimmige - Gesichtsausdruck genügt eben nicht, und deswegen erleben wir mit The Rock und Seann William Scott die besten Dschungel-Buddies, seit Michael Douglas und Kathleen Turner auf der Jagd nach dem grünen Diamanten waren.
Um es mit dem Gouvernator zu sagen: "Have Fun - viel Spaß!"
| Darsteller: | Dwayne Johnson | als Beck | |
|---|---|---|---|
| Seann William Scott | als Travis | ||
| Christopher Walken | als Hatcher | ||
| Rosario Dawson | als Marianna | ||
| Ewen Bremner | als Declan | ||
| Jon Gries | als Harvey | ||
| William Lucking | als Walker | ||
| Ernie Reyes jr. | als Manito | ||
| Stuart Wilson | als Swenson | ||
| Jeff Chase | als Kambui | ||
| Corey Large | als Danny | ||
| Regie: | Peter Berg | ||
| Drehbuch: | R. J. Stewart | ||
| James Vanderbilt | |||
| Produzent: | Marc Abraham | ||
| Karen Glasser | |||
| Kevin Misher | |||
| Ausf. Produzent: | Vince McMahon | ||
| Ric Kidney | |||
| Kamera: | Tobias Schliessler | ||
| Schnitt: | Richard Pearson | ||
| Musik: | Harry Gregson-Williams | ||
| Produktionsdesign: | Patrick M. Sullivan Jr. | ||
| Thomas Duffield | |||
| Marco Rubeo | |||
| Kostüme: | Louise Mingenbach | ||
| Ton: | Mark Weingarten | ||
| Casting: | Lynn Kressel | ||
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