Die 17-jährige Sabine kommt aus einer einfachen Familie. Zusammen mit ihrer Freundin Ophélie, einem jungen Mädchen aus Nordafrika, besucht sie eine Hotelfachschule. Sie wohnen in einem Internat. Die impulsive Sabine ist oft eine Totalverweigerin und stößt sich an der Autorität mit all ihren Formen. Sie langweilt sich und ihr geheimer Traum ist es, Mannequin zu werden. Ihre Disziplinlosigkeit und ihr wiederholtes Schwänzen ziehen bald Verwarnungen nach sich, bis es nach einer nächtlichen Eskapade zu einem definitiven Schulverweis kommt.
Die Rückkehr zu ihren Eltern ist schwierig. Sie hat es sich in den Kopf gesetzt, nach Paris zu fahren, um dort ihr Glück in der Fotografie zu finden. Sie landet vorübergehend bei Juan, einem Fotograf in den 30ern. Er bietet ihr an, seine Assistentin zu werden, wenn sie sich zu einer Fotoserie und einem Film bereiterklärt. Doch Sabine wird bald klar, dass es sich um Pornos handelt und lehnt ab. Sie verlässt ihn mitten in der Nacht und flüchtet sich zu ihrer Freundin Valérie, deren Vater Gérard einen kleinen Schmuckladen betreibt. Abends gehen Sabine und Valérie zusammen in eine Disco. Bevor sie das Haus verlassen, macht Valérie noch einen kleinen Ausflug in den Laden ihres Vaters und borgt sich für den Abend ohne das Wissen ihres Vaters Schmuck aus. In der Disco flirtet Sabine mit Akim, einem jungen Mann um die 30, und kommt schließlich mit ihm zusammen. Er erzählt ihr von seinen Projekten: eine unsichere Sache, für die er Geld braucht. Sabine lässt sich dazu überreden, Schmuckstücke aus dem Laden von Valéries Vater "auszuborgen" und beim Pfandleiher zu versetzen. Als Akim nach Amsterdam aufbricht, weiß Sabine noch nicht, dass sie ihn nie wieder sehen wird. Im Laufe des Abends wird Sabine von Valérie und ihren Eltern erwischt und zur Rede gestellt. Der Vater ist damit einverstanden, nicht die Polizei zu alarmieren, wenn Sabine verspricht, den Schmuck bis nächsten Donnerstag zurückzubringen. Weil Akim nicht zurückkommt, befindet sich Sabine in einer Sackgasse: sie erklärt sich dazu bereit, bei einem Pornofilm mitzuspielen, um das Geld an Valéries Eltern zurückzahlen zu können.
Christophe Blanc erzählt in "Weil sie ein Mädchen ist" die Geschichte eines ganz normalen Mädchens, mit all seinen Träumen und Vorstellungen von einem eigenen Leben, auf der Suche nach Identität, das sich an den Regeln der Gesellschaft reibt.
Der Regisseur und Autor Christophe Blanc realisierte zwei Kurzfilme, "Violente" (1991) und "Ohne Sonne" (1995), bevor er 2000 bei dem Drama "Une femme d'extérieur" mit Agnès Jaoui in der Hauptrolle Regie führte. Sein letztes Projekt ist die erfolgreiche TV-Episode "P.J." (2005).
Mercedes Cecchetto, die die junge Sabine verkörpert, und Laura Locatelli in der Rolle von Valérie, gaben mit "Weil sie ein Mädchen ist" ihr Filmdebüt. Jean-Yves Dubois, hier als kooperativer Vater Gérard, hatte 1981 seine erste Hauptrolle in "Ballade à blanc". Bevor er in "Weil sie ein Mädchen ist" mitspielte, war er 1997 in "Port Djema" von Eric Heumann und in "Es wird aufgegessen" von Mathieu Almaric zu sehen.
Quelle: ARTE, www.arte.tv
| Darsteller: | Mercedes Cecchetto | als Sabine | |
|---|---|---|---|
| Laura Locatelli | als Valérie | ||
| Sarah Zidhane | als Ophélie | ||
| Jean-Yves Dubois | als Gérard Gutty | ||
| Nathalie Krebs | als Brigitte | ||
| Richard Morgiève | als Francis | ||
| Nadine Marcovici | als Betty | ||
| Samir Guesmi | als Akim | ||
| Eric Connor | als Juan | ||
| Sylviane Eynard | als Elfer | ||
| Nursel Köse | |||
| Saskia Vester | |||
| Audrey Motaung | |||
| Xavier Denamur | |||
| Regie: | Christophe Blanc | ||
| Drehbuch: | Christophe Blanc | ||
| Produzent: | Bertrand Gore | ||
| Kamera: | Isabelle Razavet | ||
| Schnitt: | Agnès Bruckert | ||
| Musik: | Philippe Thiphaine | ||
| Produktionsdesign: | François Hauvezin | ||
| Ton: | Olivier Mauvezin | ||
| Casting: | Aurélie Guichard | ||
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