Science Fiction / Action http://images.kino.de/flbilder/max00/mbiz00/mbiz08/z0008172/b150x150.jpg Waterworld

Filmdetails

Waterworld


Waterworld
Start: 21.09.1995

Science Fiction / Action

USA 1995
Laufzeit: 135 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Kevin Costner
Dennis Hopper
Jeanne Tripplehorn

Regie: Kevin Reynolds
Verleih: UIP

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Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Nach dem Schmelzen der Polkappen ist die Erde zu einer gigantischen Wasserwüste geworden. Hier und da leben Menschen in schwimmenden Städten, immer in Gefahr, von den "Smokers", vagabundierenden Piraten, überfallen zu werden. In die Kämpfe wird der Einzelgänger Mariner verwickelt, der das Geheimnis des sagenumwobenen "Dryland" kennen soll.


Kritik

Waterworld

Die imposanten Sets - darunter ein atemberaubendes Altmetall-Atoll, das wie eine Ritterburg aus der Weite des Ozeans herausragt - mögen auf Wasser gebaut sein, Kevin Costners "Waterworld", der Film, ist es nicht: Das seit mittlerweile mehr als einem Jahr von der Presse mit Argusaugen verfolgte Mammutprojekt, dessen Kosten sich auf geschätzte 175 Mio. Dollar belaufen, wartet mit einer mehr als nur beeindruckenden Vision einer Welt auf, in der es nach dem Schmelzen der Polarkappen kein Land mehr gibt. Der Triumph von Regisseur Kevin Reynolds - auch wenn er selbst an den finalen Schnitt keine Hand mehr anlegen durfte - liegt darin, dieses postapokalyptische Szenario restlos glaubwürdig auf die Leinwand gezaubert zu haben. Weder Kosten noch Mühen wurden gescheut, um dem Zuschauer erfolgreich einen Eindruck von einem Universum zu vermitteln, in dem das nächste Stück fester Boden immer mehrere Tausend Meter entfernt ist - nach unten. Im Mittelpunkt der actiongeladenen Suche nach dem mythischen letzten Fleckchen Festland steht trotz aller aufwendigen Bauten und generalstabsmäßig inszenierten Actionsets Star und Produzent Kevin Costner. Sein Mariner ist ein mißtrauischer, vom ständigen Überlebenskampf gestählter Einzelgänger und Außenseiter, der sich nur langsam daran gewöhnen kann, daß er nach einem ausgedehnten Scharmützel mit den Smokers, einer Gruppe piratenartiger Hochseepunks, eine Frau und ihre Adoptivtochter an Bord seines Trimarans aufnehmen muß. Gerade die physischen Anforderungen der Rolle erfüllt Costner bewundernswert: Wenn er sich hochathletisch durch sein Boot hangelt oder von Kiemen und Schwimmhäuten unterstützt durch das Wasser schnellt, dann spürt man, daß das Dasein auf dem Wasser und nur das Dasein auf dem Wasser sein Leben ist. Daß die Handlung denkbar simpel gestrickt wurde, ist verzeihbar: Konfrontiert mit den täglichen logistischen Alpträumen des Filmens auf hoher See, mußte man sich das Leben nicht noch schwerer machen als es während der 166 Drehtage ohnehin schon war. Ein gewisser Mangel an Originalität ist dem an allen Ecken und Enden ausufernden Survival-Epos schon eher anzukreiden: Zu oft wirkt "Waterworld" einfach wie die Sintflut-Variante von George Millers Meilenstein "Mad Max 2". Trotz zahlreicher Parallelen fehlt dem Filmgiganten der subversive Humor und anarchische Geist des - weitaus preiswerteren - australischen Vorbilds. "Waterworld" macht das wett mit einer ganzen Reihe verblüffender Sequenzen, die man so oder so ähnlich noch nie zu Gesicht bekommen hat: Eine zwölfminütige Actionsequenz zu Beginn des Films, in der die skrupellosen Smokers unter Anführung von Dennis Hopper (der diese Typen im Schlaf spielen könnte und trotz einer gewissen Routine ein paar Highlights beisteuern kann) die vermeintlich letzte große Festung der überlebenden Menschen attackiert, oder der Showdown auf dem Tanker "Exxon Valdez", der von den Smokers behaust wird, lassen trotz des überhasteten Schnitts kaum Wünsche offen. Seinen Höhepunkt kann das spektakuläre Wasserabenteuer allerdings bei seinem poetischsten Augenblick verzeichnen, wenn der Mariner die ungläubige Helen in einer Kapsel mit auf den Grund des Meeres nimmt, um ihr zu zeigen, daß der wertvolle Klumpen Erde, mit dem er Tauschgeschäfte unternimmt, nicht vom sagenumwobenen Dryland stammt. In der Tiefe des Meeres findet der Film seine faszinierende Essenz. Gerne hätte man sich von den Filmemachern mehr von diesen innovativen und aufregenden Momenten gewünscht. Umso bedauerlicher ist es, daß die außerordentlichen Schwimmfähigkeiten des Mariners ebenso nur kurz gezeigt werden wie die einfallsreiche Seeungeheuer-Sequenz, die offensichtlich auch der Schere zum Opfer fiel wie ein angedeuteter Haiangriff. Sicherlich hätte "Waterworld" sein Potential mit einer reelleren Postproduktionszeit und einem weniger drängenden Abgabetermin noch weitaus überzeugender ausschöpfen können. Aber auch so ist die im Vorfeld so gerne als "Fishtar" und "Kevin's Gate" abgestempelte Reise ans Ende der befestigten Welt ein hochmodernes und überzeugendes Stück Unterhaltungskino, die das Actionkino nicht unbedingt neu erfindet wie es "Terminator 2" vor vier Jahren tat, aber dennoch einen Kinobesuch beschert, den man nicht mehr vergißt. ts.

Waterworld

Darsteller:  Kevin Costner  
  Dennis Hopper  
  Jeanne Tripplehorn  
  Tina Majorino  
  Michael Jeter  
  Gerard Murphy  
  R.D. Call  
  Kim Coates  
  John Fleck  
  Robert Joy  
  Jack Black  
  John Toles-Bey  
  Zitto Kazann  
  Zakes Mokae  
  Sab Shimono  
 
Regie:  Kevin Reynolds  
Drehbuch:  Peter Rader  
  David Twohy  
Produzent:  Charles Gordon  
  John Davis  
  Kevin Costner  
Ausf. Produzent:  Jeffrey A. Mueller  
  Andrew Licht  
  Ilona Herzberg  
Kamera:  Dean Semler  
Musik:  James Newton Howard  

Star

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