Charmant, modebewusst, weltgewandt: Mit diesen Schlagworten könnte man Juliane Kostner (Gaby Dohm), eine attraktive Frau in den "besten Jahren", am ehesten charakterisieren. Nicht umsonst ist sie seit 30 Jahren als Chefeinkäuferin bei einem Berliner Nobelkaufhaus tätig. Julianes Privatleben hingegen sieht nicht ganz so rosig aus. Zu ihrer erwachsenen Tochter Henrike (Tina Ruland) etwa hat die allein stehende Juliane kein sonderlich vertrauensvolles Verhältnis. Doch als die hochschwangere Henrike nach einem Schwächenanfall ins Krankenhaus muss, bleibt ihrem Mann, dem vielbeschäftigten Piloten Martin (Florian Fitz), keine Wahl, als Juliane um einen Gefallen zu bitten: Für die Dauer von Henrikes Klinik-Aufenthalt soll sie sich um ihre beiden Enkel kümmern. Der Teenager Nils (Benjamin Seidel) und seine kleine Schwester Sarah (Emelie Kundrun) sind von ihrer neuen "Babysitterin" hellauf begeistert, denn bei Oma Juliane gibt es statt Öko-Klamotten modische Shopping-Touren und anstelle von Bio-Kost serviert sie ihren Enkeln Currywurst mit Pommes Frites. In dem Naturfreund Johann (Rüdiger Vogler), einem Nachbarn ihrer Enkel, findet Juliane zudem einen sympathischen Verehrer. Doch der Spagat zwischen Arbeit und Familie fällt ihr auf Dauer nicht leicht. Als sie eines Tages vergisst, die kleine Sarah von der Schule abzuholen, kommt es zum Eklat: Wütend und enttäuscht setzt Henrike ihre Mutter vor die Tür. Als wäre das nicht genug Ärger, verliert Juliane nach einer Fehlbestellung auch noch ihren Posten als Chefeinkäuferin an eine junge Kollegin und wird von ihrem schnöseligen, blutjungen Chef zur Wäscheverkäuferin degradiert. Aber so leicht gibt eine Frau wie Juliane nicht auf: Erneut übernimmt sie die Regie im Familienheim, kümmert sich voller Elan und Einfallsreichtum um Nils, der in der Schule wegen seines Übergewichts gehänselt wird, tröstet die kleine Sarah, die ihre Mama vermisst, und nimmt sich ganz beiläufig den stets durch Abwesenheit glänzenden Martin vor. Und langsam erkennt auch Henrike, dass hinter der Fassade der durchgestylten und egozentrischen Karrierefrau eine liebevolle, sensible und erfahrene Mutter steckt...
Mit "Was heißt hier Oma!" hat Ariane Zeller ("Verführung in 6 Gängen") eine spritzige Familienkomödie inszeniert. Auf sehr humorvolle und dennoch besinnliche Weise erzählt der Film von einer Frau in den "besten Jahren", die sich nicht kampflos zum "alten Eisen" legen lassen will - und zugleich einen Weg finden muss, mit ihrer enttäuschten Tochter ins Reine zu kommen. Als elegante Powerfrau mit Witz, Charme und Herz ist Gaby Dohm ("Erbin mit Herz") in einer echten Paraderolle zu sehen. An ihrer Seite glänzen Tina Ruland ("Mensch Mutter"), Rüdiger Vogler („Leo und Claire“) und Florian Fitz ("Barfuß").
Quelle: ARD, www.ard.de
| Darsteller: | Gaby Dohm | als Juliane Kostner | |
|---|---|---|---|
| Tina Ruland | als Henrike Kleefeld | ||
| Florian Fitz | als Martin Kleefeld | ||
| Rüdiger Vogler | als Johann | ||
| Emelie Kundrun | als Sarah Kleefeld | ||
| Tamara Simunovic | als Ann-Sophie | ||
| Benjamin Seidel | als Nils Kleefeld | ||
| Katharina Spiering | |||
| Regie: | Ariane Zeller | ||
| Drehbuch: | Ina Siefert | ||
| Andy T. Hoetzel | |||
| Produzent: | Tanja Ziegler | ||
| Kamera: | Til Maier | ||
| Schnitt: | Melanie Werwie | ||
| Musik: | Wolfgang Pose | ||
| Produktionsdesign: | Patrick Steve Müller | ||
| Ton: | Fritz Pfeiffer | ||
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