Packendes Actiondrama aus dem Mixed-Martial-Arts-Milieu, in dem sich zwei voneinander entfremdete Brüder nach Jahren der Sendepause bei einem großen Turnier im Ring wieder gegenüberstehen. http://images.kino.de/flbilder/max11/mbiz11/mbiz14/z1114400/b150x150.jpg Warrior

Filmdetails

Warrior

Packendes Actiondrama aus dem Mixed-Martial-Arts-Milieu, in dem sich zwei voneinander entfremdete Brüder nach Jahren der Sendepause bei einem großen Turnier im Ring wieder gegenüberstehen.


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Inhalt

Jahre, nachdem er seinen gewalttätigen Vater verlassen hatte, kehrt Tommy nach Pittsburgh zurück. Er hat die Mutter bis zu ihrem Tod gepflegt, war danach Soldat im Irak und steht nun wieder vor der Tür und lässt den Vater seine Verachtung spüren. Tommys älterer Bruder Brendan ist damals daheim geblieben. Auch er hat dem Vater den Rücken zugekehrt, eine Familie gegründet und sich eine Existenz als Lehrer aufgebaut. Als die Banken ihm auf den Pelz rücken, sieht er seine einzige Chance darin, wieder in den Mixed-Martial-Arts-Ring zu steigen. Bei einem großen Turnier steht er Tommy wieder gegenüber.


Kritik

Warrior

Alle Konventionen des gängigen Martial-Arts-Films werden von "Warrior" erfüllt. Regisseur Gavin O'Connor ("Miracle") unterfüttert die archetypische Dramaturgie und fulminanten Kampfszenen allerdings mit einer authentischen Atmosphäre und ausgefeilten Figuren, was sein Drama über zwei ungleiche Brüder und ihren ungeliebten Vater nicht nur zum vermutlich besten Film seines Subgenres überhaupt macht, sondern auch zu einem packenden, emotional überwältigenden Drama aus der Arbeiterklasse über das Amerika nach dem Finanzcrash. Dass mit Joel Edgerton ("Königreich des Verbrechens") und Tom Hardy ("Inception") zwei herausragende Hauptdarsteller gewonnen werden konnten, schadet natürlich auch nicht.

Warrior

Darsteller:  Joel Edgerton   als Brendan Conlon
  Tom Hardy   als Tom Conlon
  Nick Nolte   als Paddy Conlon
  Jennifer Morrison   als Tess Conlon
  Frank Grillo   als Frank Campana
  Kevin Dunn   als Joe Zito
  Maximiliano Hernández   als Colt Boyd
  Bryan Callen   als Bryan Callen
 
Regie:  Gavin O'Connor  
Drehbuch:  Gavin O'Connor  
  Clif Dorfman  
Produzent:  Greg O'Connor  
Ausf. Produzent:  John J. Kelly  
Buchvorlage:  Gavin O'Connor  
  Clif Dorfman  
Kamera:  Masanobu Takayanagi  
Schnitt:  Sean Albertson  
  Matt Chesse  
Produktionsdesign:  Dan Leigh  

11 Oscar-Nominierungen für Kinderfilm "Hugo Cabret", 10 für Stummfilm "The Artist"

Völlig überraschend ist der Kritikerliebling "The Artist" bei den Oscar-Nominierungen von Martin Scorseses "Hugo Cabret" um einen Waisen im Pariser Bahnhof überholt worden.

Großansicht Von der Academy am häufigsten nominiert: "Hugo Cabret" und der 3D-Schwarzweiß-Stummfilm "The Artist" (Foto: Paramount, Delphi)

Von der Academy am häufigsten nominiert: "Hugo Cabret" und der 3D-Schwarzweiß-Stummfilm "The Artist" (Foto: Paramount, Delphi)

Hollywood hatte schon die Revolution des Kinos ausgerufen. Schließlich galt - und das in den Zeiten der Megaerfolge von Spektakeln wie "Avatar" & Co. - mit "The Artist" ein kleiner, feiner Stummfilm in Schwarzweiß über die Liebe zweier Schauspieler am Ende der Stummfilmära als Favorit bei den Oscar-Nominierungen.

Nachdem Jungstar Jennifer Lawrence und Academy-Präsident Tom Sherak nun die Nominierungen bekannt gegeben haben, steht das belgisch-französische Kunstwerk mit insgesamt zehn Nominierungen zwar auch ordentlich da, doch ein Altmeister hat den Kritikerliebling noch überholt:

Martin Scorseses in prächtigen Bildern schwelgende 3D-Kinderbuchverfilmung "Hugo Cabret" um einen Waisenjungen, der im Pariser Bahnhof Montparnasse Gare lebt, heimste insgesamt elf Oscar-Nominierungen ein. Die leidlich bekannte Vorliebe der Academy für US-Produktionen gegenüber europäischen mag dabei eine Rolle gespielt haben.

Allerdings ist "Hugo Cabret" zwar in den Hauptkategorien Bester Film und Beste Regie nominiert, ansonsten gab's die Award-Chancen aber eher in den technischen Nebenkategorien wie Visual Effects, Kamera, Schnitt, Ausstattung, Ton, Tonschnitt, Musik und Drehbuchadaption. Dagegen sind mit Jean Dujardin und Bérénice Bejo in "The Artist" auch der Haupt- und die Nebendarstellerin nominiert. Die beiden Filme werden wohl den Oscar für den besten Film unter sich ausmachen.

Clooney gesetzt

Dujardin wird sich allerdings sehr wahrscheinlich George Clooney beugen müssen, der als überforderter Vater, der in "The Descendants" erfährt, dass ihn seine im Koma liegende Frau betrogen hat, als Favorit für den Hauptrollen-Oscar gilt. Auch Clooneys Regisseur Alexander Payne ("Sideways") ist nominiert und darf sich darüberhinaus über eine Berücksichtigung als bester Film und insgesamt 5 Oscar-Chancen freuen.

Clooneys Kumpel Brad Pitt ist als Coach, der erstmals Computerstatistiken benutzt, im Baseballdrama "Moneyball" für den Hauptrollenoscar nominiert. Das Sportspektakel gehört mit insgesamt 5 Nominierungen, darunter als bester Film, ebenfalls zu den meistberücksichtigten Werken. Gefährlich könnte George Clooney vermutlich eher noch Gary Oldman werden, der in "Dame, König, As, Spion" einen Maulfwurf im Secret Service aufspüren soll. Lediglich Außenseiterchancen hat Demián Bichir, dessen Nominierung für "A Better Life" bereits eine Riesenüberraschung und -ehre darstellt.

Margaret Thatcher ist die Größte

Absolut gesetzt ist Meryl Streep für den weiblichen Hauptrollenoscar. Ihre gespenstisch gute Verkörperung der britischen Permierministerin Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" brachte ihr bereits die 17. Oscar-Nominierung ein. Da wird es höchste Zeit für den dritten Sieg nach "Kramer gegen Kramer" und "Sophies Entscheidung", wie ganz Hollywood meint.

Ansonsten wäre Rooney Mara als Lisbeth Salander in der US-Neuverfilmung des ersten Teils der schwedischen Kultkrimi-Trilogie "Millennium", "Verblendung", eine starke Herausforderin, ebenso Michelle Williams als Leinwand-Legende Marilyn Monroe in "My Week with Marilyn" und Glenn Close, die sich in "Albert Nobbs" im Dublin des 19. Jahrhundert als Mann verkleidet, um in der Gesellschaft aufzusteigen. Auch Viola Davis glänzte im Südstaatendrama um die ersten afroamerikanischen Haushaltsgehilfinnen in "The Help", das insgesamt sechs Nominierungen erhielt, darunter als bester Film und für Octavia Spencer als beste Nebendarstellerin.

In jener Kategorie gilt wiederum Bérénice Bejo aus "The Artist" als leichte Favoritin. Sie glänzt als eine der ersten Tonfilm-Diven, die ausgerechnet einen alten Stummfilm-Star (Jean Dujardin) liebt, dessen Stern nun am Sinken ist. Octavia Spencer und Jessica Chastain, beide für "The Help" nominiert, werden als starke Herausforderinnen gesehen. Janet McTeer, die in "Albert Nobbs" ebenfalls einen Mann spielt, und Melissa McCarthy in der Komödie "Brautalarm" dürften eher geringe Chancen haben.

Einen glasklaren Favoriten gibt es bei den männlichen Nebendarstellern: Albert Brooks mutet in "Beginners" seinem Filmsohn Ewan McGregor ein spätes schwules Coming out zu - beeindruckend und herzerweichend. Das Nachsehen haben werden daher Max von Sydow als Holocaust-Opfer im 9/11-Drama "Extrem laut und unglaublich nah", Kenneth Branagh als Sir Laurence Olivier in "My Week with Marilyn", Jonah Hill als Sidekick von Coach Brad Pitt in "Moneyball" und Nick Nolte als versoffener Rabenvater in "Warrior".

Fünfkampf in den beiden Königsklassen und eine deutsche Hoffnung

Unter den Regisseuren dürfte es dagegen extrem spannend werden. Von den fünf Nominierten Michel Hazanavicius ("The Artist"), Alexander Payne ("The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten"), Woody Allen ("Midnight in Paris"), Terrence Malick ("The Tree of Life") und Martin Scorsese ("Hugo Cabret") kann eigentlich jeder gewinnen. Nachdem die Filme der fünf Macher auch allesamt in der Kategorie Bester Film ins Rennen gehen, könnte der gewinnen, dessen Werk auch den Königspreis abräumt. Denn die Regie wird dafür von der Academy traditionell als Schlüsselkategorie angesehen.

Aus deutscher Sicht gab es zwar nicht wie erhofft eine Chance auf den Auslandsoscar für Wim Wenders' "Pina", hier gilt der iranische Beitrag "Nader und Simin - Eine Trennung" als Favorit, der auch für das Drehbuch nominiert wurde. Dafür wurde der bildstarke deutsche Beitrag über die Choreographen-Legende Pina Bausch als beste Doku nominiert und hat hier auch berechtigte Sieg-Chancen.

Mit dem Kurzfilm "Raju" von Max Zähle und Stefan Gieren geht ein weiterer deutscher Kandidat ins Oscarrennen. Der Film wurde im Vorjahr bereits mit dem Studentenoscar ausgezeichnet. Außerdem wurde die deutsche Kostümbildnerin Lisy Christl nominiert für ihre Arbeit an Roland Emmerichs Historiendrama "Anonymus".

Bei den für die Academy immer wichtiger werdenden Animationsfilmen zeichnet sich ein Dreikampf zwischen "Rango", "Der gestiefelte Kater" und "Kung Fu Panda 2" ab. Den Spezialeffekte-Oscar dürften entweder "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2" oder "Planet der Affen: PRevolution" einheimsen.

Aushilfsmoderator beschwört die Liebe zum Film

Wer dann tatsächlich alles einen Goldjungen mit nach Hause nehmen darf, das entscheidet sich in der Nacht von Sonntag, den 26.2., auf Montag, den 27.2., im Kodak Theatre von Los Angeles. Moderieren darf den wichtigsten Abend der Traumfabrik dabei Comedy-Superstar Billy Crystal - und das bereits zum neunten Mal!

Doch Crystal ist nur ein Notnagel, denn eigentlich sollte ein anderer die Filmschaffenden mit coolen Sprüchen begeistern: Eddie Murphy! Aber der sagte ab, weil der als Regisseur der Zeremonie geplante Brett Ratner, mit dem Murphy zuletzt den Komödienhit "Aushilfsgangster" gedreht hat, abgesetzt wurde: Er hatte sich im Vorfeld zu schwulenfeindlichen Witzen hinreißen lassen.

Nun freut sich also Billy Crystal auf die Goldjungs-Gala. Und auch wenn natürlich selbst er noch keine Preisträger kennt und auch wenn sein gespannt erwarteter Eröffnungs-Monolog ebenfalls streng geheim bleibt, so hat er zumindest soviel über seine Pläne für die Verleihung verraten: "Mein großes Thema für den Abend lautet: 'Wie habt Ihr Euch eigentlich ins Kino verliebt?' Schließlich verbindet uns das alle und das müssen wir mal so richtig feiern!"

Was für ein schönes Motto für die Nacht, in der diejenigen geehrt werden, die dieser Liebe immer wieder Nahrung geben...

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