Poetisches Liebeskarussel der verhaltenen Töne nach Goethes "Wahlverwandtschaften" mit glänzenden Darstellern. http://images.kino.de/flbilder/max96/bf96/bf52/b9652019/b150x150.jpg Wahlverwandtschaften

Filmdetails

Wahlverwandtschaften

Poetisches Liebeskarussel der verhaltenen Töne nach Goethes "Wahlverwandtschaften" mit glänzenden Darstellern.


Wahlverwandtschaften
Start: 23.01.1997

Originaltitel: Les affinités électives

Drama

Frankreich/Italien 1996
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Isabelle Huppert
Jean-Hugues Anglade
Fabrizio Bentivoglio

Regie: Paolo Taviani, ...
Verleih: Prokino (Filmwelt)

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Isabelle Huppert und Jean-Hugues Anglade scheinen ein perfektes Paar zu sein - bis ein alter Freund und die Nichte der Hausherrin in ihrem Schloß erscheinen und die Gefühle des Quartetts durcheinanderwirbelt. Leidenschaften entflammen neu, in neuen Konstellationen. Sie brodelt im inneren und durchbricht niemals den Rahmen der Konventionen.


Kritik

Wahlverwandtschaften

Der Lichtblick von Goethes "Wahlverwandtschaften"-Verfilmung durch die Brüder Taviani ist eindeutig Isabelle Huppert in der anspruchsvollen Rolle der Charlotte. Ansonsten bleibt die Tragödie, die dieses Jahr im Wettbewerb in Cannes außer Konkurrenz lief, seltsam kalt und blutleer.

Von glühenden Leidenschaften jedenfalls, wie sie die literarische Vorlage von 1809 enthält, ist in dem konventionell erzählten Liebes-Drama anno 1996 ebensowenig zu spüren wie vom sozialen Zündstoff des Klassikers. Charlotte und Edouard gehen eine späte Vermählung ein und leben ein zurückgezogenes, trautes Liebesleben in ländlicher Idylle. Die Zweisamkeit wird durch die Ankunft von Edouards Freund Othon gestört. Als auch noch Charlottes junge, bis dato klösterlich behütete Verwandte Ottilie eintrifft, ist schnell klar, daß die Liebesverhältnisse aus den Fugen geraten. Edouard verliebt sich in Ottilie, Charlotte erliegt dem Charme Othons. Doch die Liebesverstrickungen lassen sich nicht einfach durch neue Partnerwahl lösen, Charlotte ist schwanger von ihrem Ehemann. So stolpern die amourös Beteiligten nicht nur ins Chaos der Gefühle, sondern auch in ihr Verderben. Zwar versuchen die Taviani-Brüder, die auch diesmal wieder das Drehbuch schrieben, die Konflikte der Figuren transparent werden zu lassen. Sie tun dies aber mit so viel Distanz und Zurückhaltung, daß beim Zuschauer weder "Furcht noch Mitleid" noch sonstige kathartische Gefühle erzeugt werden. Das erstaunt und enttäuscht bei dem Regisseur-Duo, das so ungewöhnliche und hingebungsvolle Filme wie "Padre Padrone" und "Good Morning Babylon" schuf. Einzig Isabelle Huppert gewinnt ihrer Rolle eine Tiefe ab, die Interesse weckt. Die Charaktere der anderen, Jean-Hugues Anglade als Ehemann, Fabrizio Bentivoglio als Liebhaber und Marie Gillain als jugendliche Unschuld, bleiben hinter theatralischen Gesten verborgen. Giuseppe Lancis Kamera rettet sich in schöne Bilder, Ausstattung und Farbgebung der italienisch-französischen Coproduktion sorgen für stilechtes Ambiente. Doch was bleibt, ist der schale Nachgeschmack einer akademischen Stilübung im Filmemachen. boe.

Wahlverwandtschaften

Darsteller:  Isabelle Huppert   als Carlotta
  Jean-Hugues Anglade   als Edoardo
  Fabrizio Bentivoglio   als Ottone
  Marie Gillain   als Ottilie
  Massimo Popolizio   als Marchese
  Laura Marinoni   als Marchesa
  Stefania Fuggetta  
 
Regie:  Paolo Taviani  
  Vittorio Taviani  
Drehbuch:  Paolo Taviani  
  Vittorio Taviani  
Produzent:  Grazia Volpi  
  Jean-Claude Cecile  
Buchvorlage:  Johann Wolfgang von Goethe  
Kamera:  Giuseppe Lanci  
Schnitt:  Roberto Perpignani  
Musik:  Carlo Crivelli  

Star

Isabelle Huppert

Unter den französischen Schauspielerinnen ist sie das Chamäleon, ein Talent mit vielfältigen Facetten, die aufregend zwischen Anmut und...

Star

Jean-Hugues Anglade

Mit Béatrice Dalle spielte er gleich zu Beginn von "Betty Blue" die damals freizügigste Liebesszene der französischen...

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.