Max von Pufendorf
Matthias Habich
Thekla Reuten
Regie: Lancelot von Naso
Verleih: 3L
Die Leiterin einer Hilfsorganisation und ein Arzt wollen einen 24-stündigen Waffenstillstand nützen und medizinische Hilfsgüter nach Falludscha in die Hochburg des irakischen Widerstands bringen. Ein junger, die Chance für einen Exklusivbericht witternder Journalist und sein dem Plan abgeneigter erfahrener Kameramann schließen sich ihnen an. Dem Quartett samt irakischem Fahrer bleiben nur wenige Stunden für die gefährliche und nicht ganz legale Mission.

Die 24-stündige Feuerpause im Irakkrieg nutzt eine Zweckgemeinschaft unterschiedlicher Idealisten zur gefährlichen Fahrt von Bagdad nach Falludscha und zurück.
Wenn in Bagdad Bomben explodieren oder ein Politiker auf Stippvisite bei den Truppen weilt, bringen TV-Nachrichten den Krieg im Zweistromland wieder ins Gedächtnis. Ansonsten hat das mediale Interesse nachgelassen, obwohl im Irak der Kampf um geordneten Alltag oder auch nur ums Überleben noch lange nicht zu Ende ist. Und genau darum geht es Lancelot von Naso. In seinem Debütfilm folgt er einer Gruppe von Menschen, die während eines Waffenstillstandes aus ganz unterschiedlichen Motiven mit einem Kleintransporter von Bagdad nach Falludscha fahren:
Die Leiterin einer Hilfsorganisation und ein Arzt wollen medizinische Hilfsgüter in die Hochburg des irakischen Widerstands bringen, ein junger, die Chance für einen Exklusivbericht witternder Journalist und sein dem Plan abgeneigter erfahrener Kameramann (herausragend Hannes Jaenicke: außen cool, innen sensibel) schließen sich ihnen an. Dem Quartett samt irakischem Fahrer bleiben nur wenige Stunden für die gefährliche Mission, bei der Reise kristallisieren sich sehr persönliche Beweggründe für die nicht ganz legale Aktion heraus.
Die Bildgestaltung von Felix Kramer führt durch ein geschundenes Land und gleitet über von Leid gezeichnete Gesichter. Im Gegensatz zu vielen amerikanischen Irak-Filmen, die sich auf Einzelschicksale fokussieren oder auf die Perspektive von Soldaten, traumatische Erlebnisse oder Untaten (wie Paul Haggis' "Im Tal von Elah", Brian de Palmas "Redacted" oder Kathryn Bigelows "Tödliches Kommando - The Hurt Locker") sind es hier Individuen, die eigentlich wenig verbindet, bei der Rettungsaktion anderer um ihr eigenes Leben bangen müssen. Der Verlust von Menschlichkeit wird als universelles Thema geschildert.
Drastisch inszenierte Szenen wie die Selektion von Einheimischen durch die Helfer - einige wenige dürfen im kleinen Transporter mit nach Bagdad zurück, den anderen droht wahrscheinlich der Tod - führen ins Herz der Finsternis. Die mit dem Förderpreis Deutscher Film in Hof und mit dem VGF-Preis im Rahmen des Bayerischen Filmpreises ausgezeichnete Mischung aus Drama, Politthriller und Roadmovie setzt auf starke Emotionen und durchgehende Spannung. mk.
| Darsteller: | Max von Pufendorf | als Oliver | |
|---|---|---|---|
| Matthias Habich | als Alain Laroche | ||
| Thekla Reuten | als Kim | ||
| Hannes Jaenicke | als Ralf | ||
| Husam Chadat | als Husam | ||
| Peter Gantzler | als Eric | ||
| David Michael Williamson | als Press Officer | ||
| Harvey Friedman | als Civil Officer | ||
| Larbi Sassy | als Abu Ali | ||
| Meriam Raoui | als Fatima | ||
| Calvin E. Burke | als Chief Mayberry | ||
| Regie: | Lancelot von Naso | ||
| Drehbuch: | Lancelot von Naso | ||
| Kai-Uwe Hasenheit | |||
| Collin McMahon | |||
| Produzent: | Florian Deyle | ||
| Martin Richter | |||
| Philip Schulz-Deyle | |||
| Dario Suter | |||
| Christoph Daniel | |||
| Marc Schmidheiny | |||
| Klaus Dohle | |||
| Koproduzent: | Dirk Hamm | ||
| Oliver König | |||
| Kamera: | Felix Cramer | ||
| Schnitt: | Vincent Assmann | ||
| Kilian von Keyserlingk | |||
| Lancelot von Naso | |||
| Musik: | Jonas Bühler | ||
| Oliver Thiede | |||
| Produktionsdesign: | Annette Lofy | ||
| Kostüme: | Tina Keimel-Sorge | ||
| Maske: | Kerstin Gaecklein | ||
| Heiko Schmidt | |||
| Ton: | Martin Frühmorgen | ||
| Immo Trümpelmann | |||
| Casting: | Uwe Bünker | ||
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