Politdrama und Roadmovie im Irakkrieg um eine kleine Gruppe Journalisten und Mediziner, die einen Waffenstillstand nutzen wollen, um dringend nötige Medikamente nach Falludscha zu bringen. Aufwendiges und preisgekröntes Debüt. http://images.kino.de/flbilder/max09/auto09/auto44/09440746/b150x150.jpg Waffenstillstand

Filmdetails

Waffenstillstand

Politdrama und Roadmovie im Irakkrieg um eine kleine Gruppe Journalisten und Mediziner, die einen Waffenstillstand nutzen wollen, um dringend nötige Medikamente nach Falludscha zu bringen. Aufwendiges und preisgekröntes Debüt.


Waffenstillstand
Start: 01.04.2010

Drama / Kriegsfilm

Deutschland 2009
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Max von Pufendorf
Matthias Habich
Thekla Reuten

Regie: Lancelot von Naso
Verleih: 3L

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Inhalt

Die Leiterin einer Hilfsorganisation und ein Arzt wollen einen 24-stündigen Waffenstillstand nützen und medizinische Hilfsgüter nach Falludscha in die Hochburg des irakischen Widerstands bringen. Ein junger, die Chance für einen Exklusivbericht witternder Journalist und sein dem Plan abgeneigter erfahrener Kameramann schließen sich ihnen an. Dem Quartett samt irakischem Fahrer bleiben nur wenige Stunden für die gefährliche und nicht ganz legale Mission.


Kritik

Waffenstillstand

Die 24-stündige Feuerpause im Irakkrieg nutzt eine Zweckgemeinschaft unterschiedlicher Idealisten zur gefährlichen Fahrt von Bagdad nach Falludscha und zurück.

Wenn in Bagdad Bomben explodieren oder ein Politiker auf Stippvisite bei den Truppen weilt, bringen TV-Nachrichten den Krieg im Zweistromland wieder ins Gedächtnis. Ansonsten hat das mediale Interesse nachgelassen, obwohl im Irak der Kampf um geordneten Alltag oder auch nur ums Überleben noch lange nicht zu Ende ist. Und genau darum geht es Lancelot von Naso. In seinem Debütfilm folgt er einer Gruppe von Menschen, die während eines Waffenstillstandes aus ganz unterschiedlichen Motiven mit einem Kleintransporter von Bagdad nach Falludscha fahren:

Die Leiterin einer Hilfsorganisation und ein Arzt wollen medizinische Hilfsgüter in die Hochburg des irakischen Widerstands bringen, ein junger, die Chance für einen Exklusivbericht witternder Journalist und sein dem Plan abgeneigter erfahrener Kameramann (herausragend Hannes Jaenicke: außen cool, innen sensibel) schließen sich ihnen an. Dem Quartett samt irakischem Fahrer bleiben nur wenige Stunden für die gefährliche Mission, bei der Reise kristallisieren sich sehr persönliche Beweggründe für die nicht ganz legale Aktion heraus.

Die Bildgestaltung von Felix Kramer führt durch ein geschundenes Land und gleitet über von Leid gezeichnete Gesichter. Im Gegensatz zu vielen amerikanischen Irak-Filmen, die sich auf Einzelschicksale fokussieren oder auf die Perspektive von Soldaten, traumatische Erlebnisse oder Untaten (wie Paul Haggis' "Im Tal von Elah", Brian de Palmas "Redacted" oder Kathryn Bigelows "Tödliches Kommando - The Hurt Locker") sind es hier Individuen, die eigentlich wenig verbindet, bei der Rettungsaktion anderer um ihr eigenes Leben bangen müssen. Der Verlust von Menschlichkeit wird als universelles Thema geschildert.

Drastisch inszenierte Szenen wie die Selektion von Einheimischen durch die Helfer - einige wenige dürfen im kleinen Transporter mit nach Bagdad zurück, den anderen droht wahrscheinlich der Tod - führen ins Herz der Finsternis. Die mit dem Förderpreis Deutscher Film in Hof und mit dem VGF-Preis im Rahmen des Bayerischen Filmpreises ausgezeichnete Mischung aus Drama, Politthriller und Roadmovie setzt auf starke Emotionen und durchgehende Spannung. mk.

Waffenstillstand

Darsteller:  Max von Pufendorf   als Oliver
  Matthias Habich   als Alain Laroche
  Thekla Reuten   als Kim
  Hannes Jaenicke   als Ralf
  Husam Chadat   als Husam
  Peter Gantzler   als Eric
  David Michael Williamson   als Press Officer
  Harvey Friedman   als Civil Officer
  Larbi Sassy   als Abu Ali
  Meriam Raoui   als Fatima
  Calvin E. Burke   als Chief Mayberry
 
Regie:  Lancelot von Naso  
Drehbuch:  Lancelot von Naso  
  Kai-Uwe Hasenheit  
  Collin McMahon  
Produzent:  Florian Deyle  
  Martin Richter  
  Philip Schulz-Deyle  
  Dario Suter  
  Christoph Daniel  
  Marc Schmidheiny  
  Klaus Dohle  
Koproduzent:  Dirk Hamm  
  Oliver König  
Kamera:  Felix Cramer  
Schnitt:  Vincent Assmann  
  Kilian von Keyserlingk  
  Lancelot von Naso  
Musik:  Jonas Bühler  
  Oliver Thiede  
Produktionsdesign:  Annette Lofy  
Kostüme:  Tina Keimel-Sorge  
Maske:  Kerstin Gaecklein  
  Heiko Schmidt  
Ton:  Martin Frühmorgen  
  Immo Trümpelmann  
Casting:  Uwe Bünker  

Star

Max von Pufendorf

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Matthias Habich

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