Biopic von George W. Bush, das sich mehr auf persönliche denn politische Aspekte konzentriert. http://images.kino.de/flbilder/max08/bf08/bf34/b0834115/b150x150.jpg W. - Ein missverstandenes Leben

Filmdetails

W. - Ein missverstandenes Leben

Biopic von George W. Bush, das sich mehr auf persönliche denn politische Aspekte konzentriert.


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Inhalt

George studiert in Yale und ist mehr an Alkohol, Partys und Frauen interessiert als daran, eine respektable Karriere einzuschlagen. Damit enttäuscht er seinen Vater Bush Senior. Als er Laura trifft, ändert er sein Leben. Vom Gouverneur von Texas steigt er schließlich bis zum Präsidenten der Vereinigten Staaten auf. Das brisanteste Problem seiner Regierung, ist der Irakkrieg.


Kritik

W. - Ein missverstandenes Leben

Oliver Stones Biopic über den amtierenden US-Präsidenten vermeidet Kontroversen, indem es sich mehr auf die persönlichen denn politischen Aspekte konzentriert.

Viele werden überrascht sein, wie sehr Stone, der nunmehr nach "JFK" und "Nixon" zum dritten Mal einen US-Präsidenten filmisch unter die Lupe nimmt, um Fairness und Ausgewogenheit bemüht ist. Zusammen mit seinem "Wall Street"-Skripter Stan Weiser entwirft er das äußerst menschliche Porträt des weltweit höchst unpopulären Regierungsoberhauptes George W. Bush und stilisiert ihn unerwartet zum Sympathieträger (nicht ohne relativ sanfte satirische Spitzen abzufeuern). Erheblich zum Gelingen dieses Kraftaktes trägt Josh Brolin ("No Country For Old Men") mit seiner humanen Performance bei. Dabei sieht er Bush zwar nicht umwerfend ähnlich, kann jedoch seine Manierismen und Sprachstil exakt imitieren.

Begonnen wird die aus penibler Recherche und freier Spekulation bestehende Bestandsaufnahme mit einer Kabinettssitzung nach dem 11. September, bei der die Entstehung des Slogans "Achse des Bösen" erste Einblicke in die Psyche des 43. US-Präsidenten gewährt. Einerseits leicht beeinflussbar, hat er dennoch seinen eigenen Kopf und will der Menschheit Gutes tun. Darauf folgt der erste von vielen Flashbacks, der bei Bushs versoffenen Uni-Tagen in Yale anknüpft. Er wird als liebenswerter Naivling skizziert, dem Partys und Frauen wichtiger sind als eine respektable Karriere einzuschlagen. Damit enttäuscht er seinen Vater Bush Senior (James Cromwell) zutiefst, der ihm dennoch immer wieder aus der Patsche hilft. Ihre gestörte Vater/Sohn-Beziehung fungiert als emotionales Triebwerk, mit dem die Motivationen des Protagonisten erklärt werden sollen. Ansonsten sind Juniors Bekanntschaft mit der patenten Bibliothekarin Laura und seine Bekehrung zum Christentum einsichtsreiche Stationen der Charakterstudie. In wesentlich größeren Schritten wird hingegen sein politischer Werdegang abgehakt. Diese reichen vom fehlgeschlagenen Versuch in den Kongress gewählt zu werden (was zu seinem Schwur führt, dass ihn niemals jemand wieder als "texanischer" oder "christlicher" ausbooten würde), über sein Amt als Gouverneur von Texas bis hin zu seiner Präsidentschaft. Bei letzterer konzentriert sich der Film fast ausschließlich auf den Irakkrieg, komplett mit authentischen Kriegs- und Kongressaufnahmen, womit ein stärkerer dokumentarischer Anstrich erzielt wird. Bei der Besetzung des Regierungskabinetts stechen vor allem Richard Dreyfuss als Vize Dick Cheney, Jeffrey Wright als Colin Powell und Thandie Newton als Condi Rice hervor. Letztlich mag Stones visuell geradlinig realisierte Geschichtsaufnahme zwar einige Schwächen aufweisen, faszinierend ist sie trotzdem. ara.

W. - Ein missverstandenes Leben

Darsteller:  Josh Brolin   als George W. Bush
  Elizabeth Banks   als Laura Bush
  Thandie Newton   als Condoleezza Rice
  Ioan Gruffudd   als Tony Blair
  Ellen Burstyn   als Barbara Bush
  Jeffrey Wright   als Colin Powell
  James Cromwell   als George Herbert Walker Bush
  Rob Corddry   als Ari Fleischer
 
Regie:  Oliver Stone  
Drehbuch:  Stanley Weiser  
Produzent:  Bill Block  
  Moritz Borman  
  Jon Kilik  
Koproduzent:  Ethan Smith  
Ausf. Produzent:  Elliot Ferwerda  
  Paul Hanson  
  Jon Kilik  
Schnitt:  Julie Monroe  
Produktionsdesign:  Derek R. Hill  

Naomi Watts stillt mit Maschinengewehr

Da staunten die Ausbilder nicht schlecht!

Großansicht Eine echte Supermom: Naomi Watts (Foto: Kurt Krieger)

Eine echte Supermom: Naomi Watts (Foto: Kurt Krieger)

Es war ein verdammt seltsamer Anblick: Hollywood-Star Naomi Watts mit einem Baby auf dem einen Arm und einem Maschinengewehr im anderen. Zwar war die Waffe nur eine Übungsflinte und nicht echt, aber ihr Sohn Samuel dafür schon.

Zu der ungewöhnlichen Situtation kam es, weil Naomi Watts kurz nach Samuels Geburt im Dezember 2008 am Set des Agententhrillers "Fair Game" antreten sollte. Doch als Regisseur Doug Liman seine Hauptdarstellerin sah, verordnete er ihr erstmal ein hartes Trainingsprogramm. "Man sah mir die Schwangerschaft noch ziemlich an, als wir zu drehen beginnen sollten", berichtet Naomi Watts. "Doug sagte zu mir: 'Ok, Du bewegst Deinen Arsch jetzt erstmal in ein Bootcamp und bringst Dich in Form, Lady!'".

Naomi Watts nahm diesen Befehl gelassen entgegen und erinnert sich sogar gerne an ihr Training: "Es waren faszinierende Tage. Wer kann schon von sich behaupten, dass er gleichzeitig gestillt und eine Waffe nachgeladen hat?"

Bush-Lüge kostet Agentin beinah das Leben

In "Fair Game" spielt Naomi Watts nach eine wahren Geschichte die CIA-Agentin Valerie Plame, deren Fall weltweit Schlagzeilen gemacht hat: Ihr Status als Undercover-Spionin wurde von konservativen Medien aufgedeckt, weil ihr Mann Joseph Wilson als Botschafter die Bush-Regierung angegriffen hatte. Wilson hatte im Rahmen seiner Tätigkeit berichtet, dass der Irak nicht wie vermutet Uran aus dem Niger bezogen hatte. Doch George W. Bush behauptete dies trotzdem. Daraufhin protestierte Wilson mit einem Artikel in der New York Times, der ein politisches Erdbeben auslöste. Durch den Racheakt konservativer Medien geriet Valeria Plames Leben in höchste Gefahr. "Fair Game" lief bei den Filmfestspielein in Cannes und kommt in Deutschland am 25. November ins Kino.

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