Nick Romeo Reimann
Fabian Halbig
Leonie Tepe
Regie: Christian Ditter
Verleih: Constantin
Während Hannes und Maria versuchen, mit der ersten Liebe klar zu kommen, haben die Eltern von Olli und Maria ganz andere Probleme. Deren Firma ist pleite, ein Umzug in eine andere Stadt scheint unvermeidlich. Weil dies aber auch das Ende der Ruhrpott-Bande bedeuten würde, setzen die Vorstadtkrokodile alles daran, ihre Auflösung zu verhindern. Dabei decken die jungen Detektive eine groß angelegte Sabotageaktion auf. Nachdem sie den Rädelsführer entlarvt haben, kann die Fabrik bestehen und die Gang erhalten bleiben.

Spaß und Spannung stehen auch beim Sequel mit der coolen Ruhrpott-Bande im Fokus, doch es geht auch um erwachsenere Themen wie Liebe und Sex, Trennung und Verlust.
Nach guten Kritiken, einem soliden Kassenerfolg (knapp 650.000 Besucher) und diversen Preisen (Weißer Elefant und Kindertiger) für das Original dürfen die "Vorstadtkrokodile" nun ihr zweites Leinwandabenteuer bestehen. Dabei kann Regisseur und Autor Christian Ditter, der schon für Teil 1 verantwortlich zeichnete, auf seine Stammbesetzung (erwachsene Nebendarsteller inklusive) bauen. Zudem muss er sich nicht lange mit dem Vorstellen der inzwischen bekannten Hauptfiguren aufhalten, sondern kann sofort in seine temporeiche Story eintauchen.
Schon der Prolog hat an actiongeladener Spannung einiges zu bieten, wenn die Krokodile auf einer maroden Hängebrücke einen halsbrecherischen und dank des Einsatzes von Dynamit auch explosiven Stunt absolvieren müssen. Zurück im Alltag werden sogleich zwei Problemfelder etabliert: Die erste aufkeimende Liebe, in diesem Fall zwischen Hannes (Ex-"Wilder Kerl" Nick Romeo Reimann) und Maria (Leonie Tepe) sowie - ganz aktuell - Arbeitslosigkeit und Hartz IV. Betroffen sind die Eltern von Olli (Manuel Steitz) und Maria. Deren Firma ist pleite, man kann die Wohnung nicht mehr halten, der Umzug in eine andere Stadt scheint unvermeidlich. Weil dies zugleich aber das Ende der eingeschworenen Ruhrpott-Jugendbande bedeuten würde, setzen die Vorstadtkrokodile alles daran, ihre Auflösung zu verhindern. Dabei decken die radelnden bzw. Rollstuhl fahrenden Nachwuchsdetektive per Zufall eine groß angelegte Sabotageaktion auf. Nachdem sie in einem furiosen Finale den Rädelsführer entlarvt haben, kann die Fabrik samt Arbeitsplätzen bestehen und damit auch die Krokodils-Gang erhalten bleiben.
Neben den wie schon im ersten Teil hervorragend choreografierten Verfolgungsjagden und einem spektakulären Showdown in einem aufgelassenen Bergwerk präsentiert Ditter einige Neuerungen. So lockert er die traurige soziale Komponente mit spaßigen Sprüchen wie "Wenn ich mal groß bin, werde ich auch mal arbeitslos" auf, gibt mit Hilfe von Cousine Jenny (DWK5-Entdeckung Ella Maria Gollmer als überzeichnete Paris-Hilton-Ober-Zicke), die als Kais Babysitterin angeheuert wird, Schmink- und Styling-Tipps für Heranwachsende und macht so den ersten Disco-Besuch zu einem aufregenden Abenteuer. Dazu gesellt sich ein wenig Fäkal-Humor auf dem Mädchen-Klo und die bereits bekannte Ruhrpott-Nostalgie, während Kais Rollstuhl-Handicap schon komplett im Krokodils-Alltag integriert ist. "Vorstadtkrokodile 2" kommt nicht nur wegen der "reiferen" Themen Liebe und Sex bzw. Trennung und Verlust um einiges erwachsener daher, auch die Eltern spielen sich diesmal mehr in den Vordergrund. Während allerdings Esther Schweins vorwiegend ihr tiefes Dekollete zur Schau stellt und Christian Kahrmann als tumber Türsteher weiter gegen sein Benny-Beimer-Image ankämpft, zieht Nora Tschirner - dank "Zweiohrküken" schon wieder in aller Munde - sehr souverän ihren Part als kumpelhafte, blutjunge und vorbildliche alleinerziehende Mutter durch. Weil der Soundtrack richtig rockt, die Dialoge authentisch und damit glaubwürdig klingen und die meisten Gags zünden, können es die zweiten Vorstadtkrokodile mit ihren Vorgängern absolut aufnehmen. lasso.
| Darsteller: | Nick Romeo Reimann | als Hannes | |
|---|---|---|---|
| Fabian Halbig | als Kai | ||
| Leonie Tepe | als Maria | ||
| Manuel Steitz | als Olli | ||
| Javidan Imani | als Jorgo | ||
| Robin Walter | als Peter | ||
| David Hürten | als Frank | ||
| Ella Maria Gollmer | als Jenny | ||
| Nora Tschirner | als Hannes' Mutter | ||
| Maria Schrader | als Kais Mutter | ||
| Smudo | als Kais Vater | ||
| Esther Schweins | als Ollis und Marias Mutter | ||
| Dietmar Bär | als Marias und Ollis Vater | ||
| Raoul Brauner | als Boller 1 | ||
| Roman Brauner | als Boller 2 | ||
| Regie: | Christian Ditter | ||
| Drehbuch: | Christian Ditter | ||
| Neil Ennever | |||
| Produzent: | Christian Becker | ||
| Lena Schömann | |||
| Buchvorlage: | Max von der Grün | ||
| Kamera: | Christian Rein | ||
| Schnitt: | Ueli Christen | ||
| Musik: | Heiko Maile | ||
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