Lena Schneider ist mit dem viel älteren Felix befreundet. Ihre Tochter versteht einfach nicht, was ihre Mutter an dem Steuerberater findet. Als sich Lenas Mutter Elisabeth bei ihr einnistet und erst mal die halbe Wohnung umräumt, sieht Lena nur eine Lösung: Ihre Mutter braucht einen Freund, und den sucht sie ihr nun, nicht ahnend, dass Tochter Johanna den gleichen Plan hat; allerdings für Lena. Elisabeth hat sich derweil in einen Herrn ihres Alters verguckt; er heißt Felix und ist Steuerberater.

Noch vor einigen Jahren wäre das Thema dieses Films Stoff für eine Nachmittags-Talkshow gewesen, und abends hätte RTL den passenden "Großen TV-Roman" gezeigt: "Hilfe, ich liebe den Mann meiner Tochter".
Tatsächlich wirkt die im Auftrag von ARD-Tochter Degeto hergestellte Produktion wie ein weiteres dieser seichten Filmchen, die man schon vieldutzendfach gesehen hat. Allerdings verpackt Drehbuchautorin Edda Leesch die Geschichte so sympathisch, dass man der Handlung gerne folgt, obwohl die vermeintlich überraschenden Wendungen nicht eben unvorhersehbar sind: Lena Schneider (Anna Loos), ganztätig arbeitende alleinerziehende Mutter einer halbwüchsigen Tochter, ist mit dem viel älteren Felix (Jürg Löw) befreundet. Der Plan des Paares, zusammenzuziehen, ist für Tochter Johanna (Luise Risch) ein Schock: Sie versteht einfach nicht, was ihre Mutter an dem Steuerberater findet, der ihr Opa sein könnte und außerdem begeistert Golf spielt. Als dann noch Lenas Mutter (Eleonore Weisgerber) der Meinung ist, sie habe ihre Tochter viel zu lange vernachlässigt, sich kurzerhand bei ihr einnistet und erst mal die halbe Wohnung um- und ausräumt, sieht Lena nur eine Lösung: Ihre Mutter braucht einen Freund, und den sucht sie ihr nun, nicht ahnend, dass Johanna den gleichen Plan hat; allerdings für Lena. Einen Kandidaten gibt's auch schon: ihren Lehrer (Felix Eitner). Mutter Elisabeth wiederum hat derweil auf dem Golfplatz einen Herrn in ihrem Alter kennen und lieben gelernt; er ist Steuerberater und heißt Felix...
Die Handlung mag konstruiert klingen, aber Regisseur Olaf Kreinsen gelingt eine kurzweilige Balance zwischen Komödie und Melodram: Die Konflikte sind durchaus existenzieller Natur; hinter den Pointen lauert stets das Drama. Die Figuren sind gerade so wenig überzeichnet, dass sie realistisch bleiben. In erster Linie aber lebt der Film von den drei Schauspielerinnen im Zentrum. Vor allem die junge Luise Risch passt perfekt zu Anna Loos, die ihre Lena wiederum völlig unprätentiös, aber deshalb um so überzeugender anlegt. Eleonore Weisgerber schließlich mutiert zwar allzu rasch vom aschenputteligen Muttertier zum Golfplatz-Vamp, doch das stört nicht weiter. Ebenso wenig wie der erwartbare Schluss: Die ARD zeigt "Von Müttern und Töchtern" zwar an einem Donnerstag, doch selbstredend ist es ein Freitagsfilm; und dafür ist er richtig gut. tpg.
| Darsteller: | Anna Loos | als Lena Schneider | |
|---|---|---|---|
| Eleonore Weisgerber | als Elisabeth Möller | ||
| Luise Risch | als Johanna Schneider | ||
| Felix Eitner | als Leo Koch | ||
| Jürg Löw | als Felix Heilmann | ||
| Edda Leesch | als Romy | ||
| Jannis Niewöhner | als Paul | ||
| Edgar M. Böhlke | als Heinz Pollmann | ||
| Stefan Weinert | als Carlos | ||
| Frank Voß | als Siggi | ||
| Nikolas Jürgens | als Olli | ||
| Regie: | Olaf Kreinsen | ||
| Drehbuch: | Edda Leesch | ||
| Produzent: | Iris Kiefer | ||
| Kamera: | Achim Poulheim | ||
| Schnitt: | Anke Berthold | ||
| Musik: | Claudius Brüse | ||
| Produktionsdesign: | Barbara Becker | ||
| Kostüme: | Lore Tesch | ||
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