
Schon die erste Einstellung ist typisch für die Leichtigkeit, mit der Hartmut Schoen diesen Film inszeniert hat: Keck grinst Fritz, die heimliche Hauptfigur, in die Kamera. Doch die steht Kopf, wie auch Fritz, aus dessen Perspektive sich die Welt stets etwas anders darbietet. Fritz, sagt sein Bruder, der Erzähler, "hat's gut, der spinnt einfach".
Die Handlung des Films "Vom Küssen und vom Fliegen" beginnt mit dem Gewinn der Fußball-WM 1954. Die ganze Familie Finkbeiner ist aus dem Häuschen, außer Daniel, dem Patriarchen (Hans Teuscher); den hat, im allgemeinen Jubel unbemerkt, vor lauter Aufregung ein Herzinfarkt beinahe dahingerafft. Auf dem Krankenbett verkündet er eine Entscheidung, mit der schon so manches Märchen begann: Nur wer als erster seiner drei Söhne eine Frau ehelicht und dafür sorgt, dass der Familienname nicht ausstirbt, erbt die Fabrik.
Die beiden jüngeren Söhne (Johann von Bülow, George Lenz) machen sich gleich an's Werk. Dummerweise gilt beider Augenmerk derselben Frau, einer ausnehmend hübschen jungen Sportlehrerin (Lisa Martinek); noch ärgerlicher aber ist, dass sie mit beiden - und mit noch vielen anderen - ein arglistiges Spiel treibt. Derweil bleibt auch der älteste Sohn (Felix Eitner) nicht tatenlos: Arbeitet munter an seinem Traum vom Fliegen und stellt entzückt fest, dass Petra, die neue Buchhalterin (Susanne Lothar), aus ganz ähnlichem Holz geschnitzt ist wie er. Eine schöne romantische, fast schon märchenhafte Ballade aus der Zeit des Wirtschaftswunderwandels. tpg.
| Darsteller: | Hans Teuscher | als Daniel Finkbeiner | |
|---|---|---|---|
| Felix Eitner | als Fritz Finkbeiner | ||
| Johann von Bülow | als Erwin Finkbeiner | ||
| George Lenz | als Kurt Finkbeiner | ||
| Lisa Martinek | als Maria Matuschek | ||
| Susanne Lothar | als Petra Maier | ||
| Anneke Kim Sarnau | als Margot Brohammer | ||
| Stefanie Schmid | als Helga Dirlewanger | ||
| Eva Brumby | als Irmchen Finkbeiner | ||
| Heidy Forster | als Trudy Finkbeiner | ||
| Eva Pflug | als Elvira Wenzelburger | ||
| Regie: | Hartmut Schoen | ||
| Drehbuch: | Hartmut Schoen | ||
| Produzent: | Susan Schulte | ||
| Kamera: | Egon Werdin | ||
| Jürgen Carle | |||
| Schnitt: | Bernd Lorbiecki | ||
| Musik: | Matthias Frey | ||
| Produktionsdesign: | Jörg Höhn | ||
| Kostüme: | Gudrun Schretzmeier | ||
| Ton: | Heiko Toman | ||
In Rainer Matsutanis schwarzer Komödie "Nur über meine Leiche" hatte Felix Eitner 1995 einen seiner ersten Filmauftritte. Seit 2006 ermittelt...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.