Oliver Pocher
Oliver Fleischer
Tanja Wenzel
Regie: Tobi Baumann
Verleih: Senator
Simon (Oliver Pocher), ein dröger Telefon-Verkäufer, kann sich in Kürze einmauern lassen: Er wird dreißig, ist einsamer Single, seit ihn seine Freundin vor einem Jahr verlassen hat, und wird vom Unglück verfolgt. Verzweifelte Anmachversuche im Kölner Nachtleben führen partout nicht zum Erfolg und die Verkupplungsbemühungen seiner kroatischen Putzfrau hemmen ihn restlos. Dann sieht er in einer Cafeteria die südamerikanische Milchschaumfachkraft Marcia (Ellenie Salvo González) und ist für immer verliebt. Nur ansprechen müsste er sie noch.
Tobi Baumann ("Der Wixxer") ist der geeignete Humor-Spezialist, um Tommy Jauds gleichnamigen Bestseller zu Kinoehren zu verhelfen. Top-Comedian Oliver Pocher gibt in der beißend ironischen, zugleich ehrlichen Männerkomödie den sexistisch-großmäuligen Ton an.
Oliver Pocher brilliert als glückloser, trotteliger und doch irgendwie liebenswerter Single auf der Suche nach der Frau seines Lebens.
Badelatschen im Großformat schmücken zurzeit die Bestsellerregale in deutschen Buchhandlungen. Sie illustrieren "Resturlaub", den zweiten literarischen Hit des Kölner Multitalents Tommy Jaud, der schon bei den erfolgreichen Fernsehsendungen "Die Wochenshow" und "Ladykracher" als Chefautor die Lachmuskeln reizte.
Zur Verfilmung seines ersten Romans "Vollidiot" versammelte sich denn auch die Crème de la Crème einheimischer TV-Comedy, um die Geschichte des deprimierten Endzwanzigers Simon Peters auf der Suche nach seiner Traumfrau ins Kino zu bringen.
Comedian Oliver Pocher spielt diesen kölschen Jung, der nicht überwinden kann, dass seine große Liebe ihm den Laufpass gegeben hat. Mit tatkräftiger Unterstützung seiner Freunde Paula und Flik startet er einen hilflosen Versuch nach dem anderen, um wieder unter die Haube oder zumindest in weiblicher Begleitung aufs Kanapee zu kommen.
Eigentlich müsste es ihm den Rest geben, dass ausgerechnet sein Lieblingsschuppen einer gesichtslosen Filiale der "All American Coffee Company" gewichen ist. Hätte er nicht ausgerechnet hinter dem Tresen dieser standardisierten Koffeinabfüllstation Marcia P. Garcia entdeckt, die zukünftige Mutter seiner Kinder. Davon weiß die Schönheit aus Bergisch Gladbach selbst allerdings noch nichts?
Mit sprühendem Dialogwitz, haufenweise abgedrehten visuellen Ideen - ein ganzer ICE braust an einer Stelle durch den Wohnungsflur - und äußerst flottem Tempo setzt Regisseur Tobi Baumann, dessen "Wixxer" 2004 beinahe zwei Millionen Deutsche in die Kinos lockte, der orientierungslosen Generation zwischen jugendlichem Elan und Nestbau ein Denkmal.
Unterstützung erhält er von Stars wie Anke Engelke oder Herbert Feuerstein, die mit ihren Gastauftritten für weitere funkelnde Momente sorgen. Nah am Leben und saukomisch - ein Muss für alle Einsamen und solche, die es werden wollen!
| Darsteller: | Oliver Pocher | als Simon Peters | |
|---|---|---|---|
| Oliver Fleischer | als Flik | ||
| Tanja Wenzel | als Paula | ||
| Anke Engelke | als Eule | ||
| Ellenie Salvo González | als Marcia | ||
| Herbert Feuerstein | als Kleiner Mann | ||
| Regie: | Tobi Baumann | ||
| Drehbuch: | Tommy Jaud | ||
| Produzent: | Christoph Müller | ||
| Sven Burgemeister | |||
| Buchvorlage: | Tommy Jaud | ||
| Kamera: | Jo Heim | ||
| Casting: | Emrah Ertem | ||
In der neuen Komödie "Vollidiot" will ein frustrierter Single Ende zwanzig seine Traumfrau erobern und tritt dabei von einem Fettnäpfchen ins andere. Ein beißend ironischer Männerspaß.
» Kannten Sie als Regisseur den Roman "Vollidiot" bereits vor dem Projekt?
TOBI BAUMANN: Tommy Jaud und ich haben vor "Vollidiot" schon mehrfach zusammengearbeitet, unter anderem bei der Serie "Liebesleben" für Sat.1. Ursprünglich kennen wir uns schon aus Zeiten der Sat.1-"Wochenshow".
Vom Roman besitze ich eines der ersten Druckexemplare mit einer Widmung von Tommy Jaud, die lautet: "Endlich habe ich etwas geschrieben, das du nicht verfilmen kannst." Das hat sich jetzt ja als unwahre Behauptung herausgestellt.
» Was hat sich gegenüber dem Roman geändert?
BAUMANN: Der Film ist sehr kleinteilig erzählt. Dies hat der Roman vorgegeben, der viel aus der Gedankenwelt der Hauptfigur Simon Peters erzählt. Wenn jemand dem Film vorwerfen sollte, dass es sich dabei um eine Art Sketchparade handelt, hat er dies genau richtig erkannt. Es ist keine Literaturverfilmung mit einem epischen Bogen, sondern eine Aneinanderreihung von Erlebnissen.
JAUD: Die Schnelligkeit der Erzählung ergibt sich auch aus unserer Erfahrung mit Sketch-Comedy. Das empfinde ich alles andere als negativ.
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