Originaltitel: Crazy/Beautiful
USA 2001
Kirsten Dunst
Jay Hernandez
Bruce Davison
Regie: John Stockwell
Verleih: Buena Vista
Die 17-jährige Nicole ertränkt ihre Selbstmordtendenzen mit Alkohol, Drogen und Sex, während ihr Vater, ein Kongressabgeordneter, hilflos wegsieht. Das arme reiche Mädchen verliebt sich in Musterschüler und Footballstar Carlos, ein ehrgeiziger Junge aus armen Verhältnissen, der von einer Karriere als Navy-Pilot träumt. Ihre Eltern sind gegen die Beziehung, doch die beiden halten zusammen.

Die Unterhaltungsration, die Hollywood für das jugendliche Publikum parat hält, besteht zumeist aus den diversen Genrevariationen der Teenkomödie. Ab und zu wird ein Drama, wie der Überraschungshit "Save The Last Dance", eingestreut, und in dessen Fußstapfen tritt nun der für Traumfabrik-Verhältnisse verblüffend ehrlich-ungeschminkte Problemfilm "Schön/Verrückt". Jungstar Kirsten Dunst, die sich zuvor vor mit "Girls United" oder "Ich liebe Dick" als quirliger Cheerleader-Typ empfahl, zeigt hier wie schon in "The Virgin Suicides" ihre emotional komplexe Seite als psychisch traumatisiertes Partygirl aus reichem Elternhaus, das durch ihre Beziehung zu einem disziplinierten Latino-Mitschüler Halt findet.
Der Prolog zeigt die 17-jährige Nicole (Dunst) in einer Müllkolonne am Strand, zu der sie wegen Trunkenheit am Steuer verdonnert worden ist. Zufällig macht sie die Bekanntschaft des gutaussehenden Carlos (Newcomer Jay Hernandez), der wie sie zur selben Highschool geht. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein: Nicoles Vater ist der Kongressabgeordnete Tom Oakley (Bruce Davison tief berührend in einer emotionalen Rolle), der seine suizide Tochter aufgegeben zu haben scheint. Sie ertränkt ihren Kummer über den Selbstmord ihrer Mutter und die Vernachlässigung durch ihren Vater mit Alkohol, Sex und Drogen und interessiert sich null für die Schule. Carlos hingegen ist ein Musterschüler und Footballstar aus armen Verhältnissen, der darauf hinarbeitet bei der elitären Navy-Akademie in Annapolis aufgenommen zu werden. Entgegen der Ablehnung ihrer Eltern - Carlos Mutter sieht in Nicole einen schlechten Einfluss und selbst Nicoles Vater verlangt von Carlos, sich von ihr zu trennen, da er nicht will, dass Carlos in ihren Sog von Selbstdestruktion gezogen wird. Doch das junge Paar hält zusammen und kann wichtige Lektionen für's Leben lernen.
Dunst liefert eine beindruckende Glanzleistung und scheut sich nicht, sich ungeschminkt (aussehend) und mit ungepflegten Haaren von ihrem Teenidol-Image zu distanzieren. Sie verleiht ihrer tief verletzten Figur realistische Tiefe und legt glaubhaft Nicoles Schmerz dar. Hernandez verfügt über einiges Charisma und die Chemie zwischen denbeiden stimmt. Der Soundtrack liefert poppige akustische Untermalung genau auf die Zielgruppe junger Mädchenn abgestimmt. ara.
| Darsteller: | Kirsten Dunst | als Nicole Oakley | |
|---|---|---|---|
| Jay Hernandez | als Carlos Nunez | ||
| Bruce Davison | als Tom Oakley | ||
| Herman Osorio | als Luis | ||
| Miguel Castro | als Eddie | ||
| Tommy de la Cruz | als Victor | ||
| Rolando Molina | als Hector Nunez | ||
| Soledad St. Hilaire | als Mrs. Nunez | ||
| Lucinda Jenney | als Courtney | ||
| Taryn Manning | als Maddy | ||
| Richard Steinmetz | als Coach Bauer | ||
| Ana Argueta | als Rosa | ||
| Keram Malicki-Sanchez | als Foster | ||
| Regie: | John Stockwell | ||
| Drehbuch: | Phil Hay | ||
| Matt Manfredi | |||
| Produzent: | Mary Jane Ufland | ||
| Harry Ufland | |||
| Rachel Pfeffer | |||
| Koproduzent: | Rick Dallago | ||
| Ausf. Produzent: | Guy Riedel | ||
| Kamera: | Shane Hurlbut | ||
| Schnitt: | Melissa Kent | ||
| Musik: | Paul Haslinger | ||
| Produktionsdesign: | Maia Javan | ||
| Tom Meyer | |||
| Kostüme: | Susan Matheson | ||
| Ton: | Steve Weiss | ||
Boris B. macht Bumbum in der Wäschekammer und Anna K. Werbemillionen ohne einen Sieg - Tennisstars waren schon immer für filmreife Stoffe gut. Voilá: Der Film wird "Wimbledon" heissen, ohne Wäschekammer zwar, aber dafür mit Kirsten Dunst.
"Ich treibe keinen Sport. Ich esse was ich will!" Was Kirsten Dunst da über Kirsten Dunst sagt, klingt nicht nach viel Lust auf einen Spitzen-Platz in der Tennis-Weltrangliste.
Immerhin: "Viele Mädchen sind viel zu dünn. Beängstigend. Ich habe zum Glück genug Fleisch auf den Knochen." Das sollte eine gute Basis sein für einen überzeugenden Auftritt auf dem Center Court, denn genau da schickt sie Regisseur Richard Loncraine ("Richard III") hin.
In "Wimbledon", einst das Wohnzimmer von Boris Becker, soll sie Ruhm, Ehre und Preisgeld einspielen - mit Hindernisssen allerdings, denn es wird eine Liebes-Komödie. Der Glückliche an Kirstens Seite ist übrigens Paul Bettany ("A Beautiful Mind").
Regisseur und Filmpartner dürfen sich trotz der jugendlichen 21 Lenze der Schauspielerin auf eine reife Leistung freuen: Kirsten Dunst hatte mit sieben Jahren bereits mehr als 100 Werbespots gedreht und mit 12 als faszinierende Jung-Vampyrette Brad Pitt in "Interview mit einem Vampir" verzaubert.
Es folgten 22 weitere Filme, darunter "Jumanji", "Verrückt/Schön" und eben "Spider-Man". In "Mona Lisa Smile" grinst sie demnächst mit Julia Roberts um die Wette - dieser Film befindet sich derzeit in Postproduktion.
Kleine Eitelkeit: Kirsten Dunst liebt es, wenn ihr süßer Bauchnabel gut im Bild ist. In der "Wimbledon"-Rolle kann sie den so lange genüsslich präsentieren, bis ihn jemand als beste Nebenrolle für den Oscar vorschlägt...
Sie ist für ihre Nabelschauen berühmt, denn in kaum einem ihrer Filme lässt sich Kirsten Dunst die Gelegenheit entgehen, ihren süßen...
Der blonde Bruce Davison, dessen Haare sich seit seinem Debüt 1969 ("Blutige Erdbeeren") im Lauf der Jahre zu Föhnwellen legten, wurde durch...
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