Originaltitel: All About Steve
USA 2009
Sandra Bullock
Thomas Haden Church
Bradley Cooper
Regie: Phil Traill
Verleih: Fox
Die eigensinnige Kreuzworträtsel-Designerin Mary scheint für Beziehungen einfach nicht gemacht zu sein. Deshalb organisieren ihre Eltern völlig unvermittelt ein Blind Date mit dem Kameramann Steve. Mary verliebt sich Hals über Kopf in ihn und ist überzeugt davon, dass er das Knistern zwischen ihnen auch spürt. Steve ist berufsbedingt ständig unterwegs. So schließt sich Mary ihm kurzerhand an und begleitet ihn auf Schritt und Tritt. Das geht nicht nur Steve zunehmend auf den Geist.

Romantische Komödie mit Sandra Bullock, in der sie eine exzentrische Kreuzworträtsel-Designerin mimt, die einen Kameramann mit ihren ungebetenen Avancen nervt.
In Hinsicht von Selbstvertrauen und sozialem Schliff ist Bullocks Figur Mary Horowitz das genaue Gegenteil ihrer biestigen Boss-Lady aus der diesjährigen Hitkomödie "Selbst ist die Braut". So lebt die leicht neurotische Mary (angeblich vorübergehend) bei ihren Eltern, trägt gerne knallrote Lackstiefel und übertüncht ihre Unbeholfenheit im Umgang mit anderen, indem sie ihren immensen Wortschatz ohne Punkt und Komma anwendet. Bei einem Blind Date lernt sie den feschen TV-Kameramann Steve (Bradley Cooper, dieses Jahr ebenfalls bereits äußerst erfolgreich mit "The Hangover", bleibt eher unscheinbar) kennen. Die liebeshungrige Einzelgängerin ist gleich dermaßen hingerissen, dass sie ihn sofort auf dem Autositz vernaschen will. Panisch sucht er das Weite, doch Mary ist so verliebt, dass sie am nächsten Tag ein Kreuzworträtsel konstruiert, das sich ausschließlich um Steve dreht. Daraufhin verliert sie ihren Job bei der Zeitung und sie macht sich auf den Weg Steve aufzuspüren. Er ist mit seinem Kollegen, dem Reporter Hartman (Thomas Hayden Church aus "Sideways" amüsiert als sympathischer Schnösel) unterwegs, um über ein Kidnapping zu berichten. Steve kann seinen Unmut kaum verbergen, doch Hartmann stellt schnell fest, dass Mary ihm mit ihrem weitläufigen Wissen beruflich behilflich sein könnte. So steckt er ihr insgeheim jeweils die nächsten Anlaufpunkte (ein dreibeiniges Baby in Arizona, ein Twister in Oklahoma, ein eingestürzter Minenschacht voller Kinder in Colorado) zu. Darüber hinaus bestärkt er Mary in dem Glauben, dass Steve ihre Gefühle erwidert.
Während sich Mary quer durchs Land vergeblich abstrampelt, um beim Objekt ihrer Begierde zu landen, schließt sie immerhin ein paar neue Freundschaften mit netten schrulligen Zeitgenossen, die ebenso wie sie soziale Außenseiter sind. So wird von Drehbuchautorin Kim Barker denn auch die Botschaft untergebracht, das "Normalität" immer noch im Auge des Betrachters liegt. Die romantische Komponente bleibt dabei aber etwas unausgegoren und auch mit überzeugenden Gags wird leider auf Sparflamme gekocht. Debütregisseur Phil Trail, der bislang fürs britische Fernsehen inszenierte, liegt mehr daran das Publikum über seine Protagonistin, die zudem als Produzentin fungierte, lachen zu lassen, als mit ihr. ara.
| Darsteller: | Sandra Bullock | als Mary Horowitz | |
|---|---|---|---|
| Thomas Haden Church | als Hartman Hughes | ||
| Bradley Cooper | als Steve | ||
| Ken Jeong | als Angus | ||
| DJ Qualls | als Howard | ||
| Keith David | als Corbitt | ||
| Beth Grant | als Mrs. Horowitz | ||
| Kerri Kenney | als Miss Hancock | ||
| Katy Mixon | als Elizabeth | ||
| Regie: | Phil Traill | ||
| Drehbuch: | Kim Barker | ||
| Produzent: | Sandra Bullock | ||
| Mary McLaglen | |||
| Ausf. Produzent: | Trevor Engelson | ||
| Ted Field | |||
| Nick Osborne | |||
| Kamera: | Timothy Suhrstedt | ||
| Schnitt: | Rod Dean | ||
| Virginia Katz | |||
| Musik: | Christophe Beck | ||
| Produktionsdesign: | Maher Ahmad | ||
| Kostüme: | Gary Jones | ||
| Casting: | Juel Bestrop | ||
| Seth Yanklewitz | |||
Mit dem Gewinn der Goldenen Himbeere und des Oscars innerhalb von nur 24 Stunden hat Sandra Bullock Filmgeschichte geschrieben.
Am einen Tag pfui, am nächsten Tag hui: Sandra Bullock hat innerhalb von 24 Stunden mit dem Gewinn der Goldenen Himbeere und des Oscars die Höhen und Tiefen des Showbusiness erlebt und mit 45 Jahren Filmgeschichte geschrieben. Als erste Schauspielerin bekam sie kurz hintereinander die Auszeichnungen als schlechteste und beste Schauspielerin.
Traditionell fand einen Tag vor der glamourösen Oscar-Verleihung im Kodak Theater die Übergabe des Schmähpreises "Goldene Himbeere" für besonders schlechte Darbietungen und Filmwerke statt. Bullock erhielt den ungeliebten Preis allerdings nicht für ihre Oscar-prämierte Rolle in "The Blind Side", sondern für das deutlich flachere Date-Movie "Verrückt nach Steve".
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