Originaltitel: Going the Distance
USA 2010
Drew Barrymore
Justin Long
Charlie Day
Regie: Nanette Burstein
Verleih: Warner
Eigentlich sollte es nur ein harmloser Sommerflirt werden: Die beiden Singles Erin und Garrett genießen ihre begrenzte gemeinsame Zeit in vollen Zügen, schließlich müssen sie schon bald wieder ihren Jobs nachgehen. Erin in San Francisco und Garrett in New York. Doch aus den charmanten Rendevous, den vielen Gemeinsamkeiten und der bloßen Zuneigung zueinander wird schon bald mehr. Bis die beiden feststellen, dass ihre Liebe auch über die Ferne hinweg und trotz des gut gemeinten Abratens ihres Umfelds bestehen will.

Mit klassischen Mitteln erzählte Romantikkomödie über eine Fernbeziehung, in der Drew Barrymore und Justin Long ihre Genreerfahrungen voll ausspielen.
Dass man sich auch aus der Distanz lieben kann, wissen wir bereits seit Tom Hanks und Meg Ryan, die sich 1993 in Nora Ephrons romantischer Komödie "Schlaflos in Seattle" übers Radio kennen lernten. Das Für und Wider von Fernbeziehungen loten nun auch Drew Barrymore und Justin Long auf ebenso romantisch-komödiantische Art und Weise in "Verrückt nach Dir" aus, im US-Original treffender "Going the Distance" betitelt. In dem Spielfilmdebüt der versierten Dokumentarfilmerin Nanette Burstein, die im Jahre 2000 für "On the Ropes" für einen Oscar nominiert wurde, lernen sich die beiden in einer New Yorker Kneipe kennen. Sie, Erin, Single und angehende Journalistin, hat gerade eines der begehrten Sommer-Praktika beim Sentinel ergattert, er, Garrett, Talent Scout in der Musikbranche, hat soeben von seiner Freundin den Laufpass bekommen. Obwohl sich beide auf Anhieb verstehen, den gleichen Humor, den gleichen Geschmack haben, kurz, auf einer Wellenlänge funken, wissen sie, dass ihr Flirt nur von kurzer Dauer sein kann. Denn in ein paar Wochen ist Erin wieder zu Hause in San Francisco und Garrett stürzt sich in New York in seine Arbeit. Doch allen Unkenrufen von Erins überfürsorglicher Schwester Corrine (Christine Applegate) sowie Garretts besten Kumpels Box (Jason Sudeikis) und Dan (Charlie Day) zum Trotz lieben sich die zwei auch dann noch weiter, als ein ganzer Kontinent zwischen ihnen liegt. Man schreibt sich tonnenweise (schlüpfrige) sms, telefoniert stundenlang (technisch wenig spektakulär durch klassische Split-Screen-Technik gelöst) und gibt ein Vermögen für sündhaft teuere Flüge aus, um sich wenigstens ab und zu mal zu sehen. Und irgendwann steht fest. Erin zieht nach New York, egal, ob sie dort nun einen Job findet oder nicht. Aber dann bekommt sie ein Angebot, das sie in Zeiten der Medienkrise eigentlich nicht ausschlagen darf, einen Redakteursposten beim renommierten San Francisco Chronicle.
"Verrückt nach Dir" hat das Sub-Genre der Romantik-Komödie nicht unbedingt neu erfunden und auch die Gewissensfrage "Karriere oder Liebe" wurde schon zuweilen im Kino gestellt. Dennoch hat Bursteins Long-Distance-Spaß seine Momente, was an der guten Chemie zwischen Barrymore und Long liegt, die hier ihre (gemeinsamen) Genre-Erfahrungen ("Er steht einfach nicht auf dich") souverän ausspielen und auch körperlich voll zur Sache gehen, etwa bei einer wilden und im Übrigen saukomischen Sex-Szene auf dem Esstisch im Hause von Erins Schwester, bei der vor allem Long seinen Astralleib zur Schau stellen darf. Für gute Laune sorgen auch die Sidekicks, Garretts WG-Kumpel, die in der hellhörigen Wohnung für die passende musikalische Untermalung sorgen, wenn ihr Mitbewohner mal wieder ein Girl abgeschleppt hat (wenn's zärtlich wird, tönt z.B. Berlins "Top Gun"-Hit "You Take My Breath Away" aus den Boxen). Neben einem eingängigen Soundtrack mit vielen Ohrwurm-Songs gibt's als Dreingabe noch ein bisschen was Philosophisches über Männer, die weinen können, und die Antwort auf die Frage, welche Frauen heutzutage noch auf Schnauzbärte abfahren. Und schließlich wird in dem Film, der ansonsten hauptsächlich auf Humor und Heiterkeit setzt, lang und breit darüber räsoniert, ob man(n) in einer Fernehe überhaupt treu sein kann. Und Erins Mann kann. lasso.
| Darsteller: | Drew Barrymore | als Erin | |
|---|---|---|---|
| Justin Long | als Garrett | ||
| Charlie Day | als Dan | ||
| Jason Sudeikis | als Box | ||
| Christina Applegate | als Corinne | ||
| Ron Livingston | als Will | ||
| Oliver Jackson-Cohen | als Damon | ||
| Jim Gaffigan | als Phil | ||
| Natalie Morales | als Brandy | ||
| Kelli Garner | als Brianna | ||
| June Diane Raphael | als Karen | ||
| Rob Riggle | als Ron | ||
| Sarah Burns | als Harper | ||
| Terry Beaver | als Professor | ||
| Matt Servitto | als Hugh | ||
| Leighton Meester | als Amy | ||
| Regie: | Nanette Burstein | ||
| Drehbuch: | Geoff LaTulippe | ||
| Produzent: | Jennifer Gibgot | ||
| Garrett Grant | |||
| Adam Shankman | |||
| Ausf. Produzent: | Dave Neustadter | ||
| Richard Brener | |||
| Michael Disco | |||
| Kamera: | Eric Steelberg | ||
| Schnitt: | Peter Teschner | ||
| Musik: | Mychael Danna | ||
| Produktionsdesign: | Kevin Kavanaugh | ||
| Kostüme: | Catherine Thomas | ||
| Casting: | Kathleen Chopin | ||
| Juel Bestrop | |||
| Seth Yanklewitz | |||
Da ist einiges geboten für die männlichen Kinofans!
Klagen sich demnächst gegenseitig ihr Liebesleid: Drew Barrymore und Christina Applegate (Foto: Kurt Krieger)
Denn mit Drew Barrymore und Christina Applegate tummeln sich in der Liebeskomödie "Going the Distance" zwei der schönsten Frauen Hollywoods auf der Leinwand. Der sexy Engel und die einstige Al-Bundy-Dumpfbacke spielen zwei Schwestern, von der die jüngere sich mit einer aufreibenden Fernbeziehung herumplagt. Barrymore trifft dabei vermutlich auf Justin Long, mit dem sie auch im Privatleben verbandelt ist.
Für Christina Applegate wird "Going the Distance" der erste große Kinoauftritt, nachdem sie sich letzten August wegen einer Krebserkrankung einer Brust-OP unterzogen hatte. Zwar wurde die Diagnose in einem sehr frühen Stadium gestellt, doch da in Applegates Familie viele schwere Fälle aufgetreten waren, entschloss sie sich sicherheitshalber zu dem großen Eingriff. Inzwischen ist Christina vollständig geheilt und durfte sich zwischenzeitlich sogar über eine Emmy-Nominierung freuen für ihre Leistung in der Sitcom "Samantha Who?" über eine ehemalige Karrierezicke mit Gedächtnisverlust. Da kommt nun ein prominent besetztes Filmprojekt gerade recht...
"Nach Hause telefonieren" machte sie an der Seite von Knuddel-Alien "E.T." berühmt. Aus der Hollywood-Schauspielerfamilie Barrymore (...
Eine der unterschätzten wunderbaren Komödiantinnen Hollywoods. Mit blonder Löwenmähne, Miniröcken und prallem Dekolleté ging...
Kate Beckinsale ist zurück als Sexiest Vampire-Lady Undead! Diesmal wollen Menschen sowohl Vampire als auch Lykaner vernichten...
Top-Drama mit Brad Pitt als innovativem Baseball-Coach. Für 6 Oscars nominiert!
Steven Spielbergs wundervolles Epos um die Freundschaft eines Bauernsohns zu einem Kriegspferd. Chance auf 6 Oscars!
David Finchers starke US-Neuverfilmung der Kult-Krimitrilogie "Millennium" mit Daniel Craig und Rooney Mara.
Schöne Komödie um die Freundschaft eines Gelähmten mit seinem Pfleger.