Originaltitel: Entrapment
USA 1999
Sir Sean Connery
Catherine Zeta-Jones
Ving Rhames
Regie: Jon Amiel
Verleih: Fox
Eine Versicherungsdetektivin überzeugt ihren Chef, daß nur sie in der Lage ist, dem legendären Gentleman-Gauner Robert MacDougal das Handwerk zu legen, indem sie sich selbst als Meisterdiebin ausgibt. Im gleichen Maße, wie die Zuneigung der beiden zueinander wächst, entwickelt sich auch Mißtrauen - dennoch lassen sich die beiden auf einen spektakulären Raubzug zum Jahrtausendwechsel ein.

Mit einer auf Sex-Appeal und Action fundierten Werbekampagne stellte Fox die Falle, die nun mit einem lukrativen Einspiel von 20,7 Mio. Dollar ganz nach vorsommerlichem Plan zuschnappte. Der romantische Krimithriller von "Copykill"-Regisseur Jon Amiel in der Tradition alter Caper-Movies wie "Über den Dächern von Nizza" oder "Thomas Crown ist nicht zu fassen" hält denn auch weitgehend, was versprochen wird: Zwischen dem scheinbar alterslosen 007-Haudegen Sean Connery und der "Zorro"-Schönen Catherine Zeta-Jones entfaltet sich ein erotisch knisterndes Katz- und Maus-Spiel, das auch ordentlich Spannung parat hält.
Das von Connery (mit)produzierte Gaunerabenteuer teilt nicht nur den Hauptdarsteller der erfolgreichen Bond-Filme der 60er Jahre, sondern hat auch die internationalen Schauplätze, edlen Ausstattungen, das coole High-Tech-Zubehör und einen ausgeklügelten Verbrechensplot mit den edlen Jetsetter-Abenteuern von einst gemein. Statt vieler wohlgeformter Frauen am (Bett)Rande wird das Geschehen von einer ebenso gelenkigen wie ausgekochten Dame dominiert. Es handelt sich bei der "Verlockenden Falle" um die New Yorker Versicherungsdetektivin Virginia "Gin" Baker, die ihren Boss nach einem spektakulären Rembrandt-Raub überzeugt, sie auf den einzig möglichen Verdächtigen, Robert "Mac" MacDougal, in London anzusetzen. Sie ködert den stets allein arbeitenden Gentleman-Gangster mit dem Plan gemeinsam eine wertvolle chinesische Maske zu entwenden. Prompt nimmt er sie mit in sein entlegenes Schloss in Schottland, um dort militärisch präzise die Details für den Museumseinbruch auszuarbeiten. Höhepunkt dieser Aktion sind die suggestiven Verrenkungsmanöver (samt laut auf den Soundtrack gehauchter Atmungen) von Zeta-Jones, um ein Netz von Laserstrahlen zu umgehen, womit sie Tom Cruises Drahtseilakt in "Mission: Impossible" (Ving Rhames taucht entsprechend in einer relativ kleinen Nebenrolle auf) zu toppen versteht. Bald wird offensichtlich, daß beide mit verdeckten Karten spielen. Dennoch bilden sie für den ultimativen Coup in Kuala Lumpur erneut ein Team. Es gilt, während der Silvesternacht zum neuen Jahrtausend in den Computerraum der Internationalen Bank (im höchsten Gebäude der Welt, den Petronas-Towers: Schauplatz eines wahrhaft schwindelerregenden Stunts) einzubrechen und sich die Y2K-Maßnahmen zunutze machend acht Milliarden Dollar herunter zu laden.
Trotz des beträchtlichen Altersunterschieds der Protagonisten (real fast 40, im Film ca. 30 Jahre) ergeben Zeta-Jones' sprühender Sex-Appeal und Connerys unverwüstliches Charisma eine beeindruckende Kombination, die wenigstens ebenso explosiv ist wie die Kometenregen in "Armageddon". Eventuelle Unkenrufe werden mit dem geschickten Schachzug umgangen, daß Mac sich standhaft weigert, Gins Verführungskünsten nachzugeben, da er "nie Geschäft und Vergnügen mixt". Plausiblität und Logik waren sicherlich kein ernstes Anliegen der Filmemacher, stattdessen bieten sie eine unterhaltsame Alltagsflucht mit teuren Ingredenzien und voller beachtlicher Schauwerte. Eine verlockende Falle, die dem Gentleman schlechthin helfen wird, die Kinogänger auch in Deutschland ordentlich zur Kasse zu bitten. ara.
| Darsteller: | Sir Sean Connery | als Robert MacDougal | |
|---|---|---|---|
| Catherine Zeta-Jones | als Gin Baker | ||
| Ving Rhames | als Thibadeaux | ||
| Will Patton | als Hector Cruz | ||
| Maury Chaykin | als Conrad Greene | ||
| Kevin McNally | als Hans | ||
| William Marsh | als Technition | ||
| Regie: | Jon Amiel | ||
| Drehbuch: | Ronald Bass | ||
| William Broyles jr. | |||
| Produzent: | Sir Sean Connery | ||
| Michael Hertzberg | |||
| Rhonda Tollefsen | |||
| Ausf. Produzent: | Ronald Bass | ||
| Arnon Milchan | |||
| Iain Smith | |||
| Buchvorlage: | Ronald Bass | ||
| Michael Hertzberg | |||
| Kamera: | Phil Meheux | ||
| Schnitt: | Terry Rawlings | ||
| Musik: | Christopher Young | ||
| Produktionsdesign: | Norman Garwood | ||
| Kostüme: | Penny Rose | ||
| Ton: | David John | ||
Catherine Zeta-Jones schockiert amerikanische Ehemänner.
Ob als rassige Zorro-Braut Elena oder Verlockende Falle für Sean Connery - Catherine Zeta-Jones war bis vor kurzem America's Sweetheart.
Doch jetzt hat die attraktive Britin in einem Interview eine wunderbare Stilblüte produziert und damit Heerscharen männlicher Fans vor den Kopf gestoßen.
Ein Journalist hatte sie auf das Haustier von Kollege George Clooney angesprochen. Der smarte Ex-Doc beherbergt nämlich ein Hängebauchschwein in seinem Domizil. Darauf sexy Catherine:
"Es gibt eine Menge Frauen, die verbringen ihr ganzes Leben mit einem Hängebauchschwein!"
Das klingt fast ein wenig frustriert. Liegt das etwa daran, dass Ehegatte Michael Douglas langsam in die Jahre kommt, und die Auswirkungen der Gravitation auf seine zunehmende Körpermasse nicht mehr zu verleugnen sind?
Oder ist Catherine vielleicht zu sehr in ihrer Rolle als Marylin Rexroth gefangen: Die emanzipierte Power-Frau will sich in der neuen Komödie der kultigen Coen-Brüder an George Clooney rächen. Denn der hat sie als gerissener Winkeladvokat Miles Massey bei der Scheidung von ihrem Ehemann um wohlverdiente Millionen gebracht.
Marylins Plan: Einfach selbst den Rechtsverdreher heiraten, postwendend die Scheidung einreichen und die Hälfte seiner Vermögenswerte kassieren.
Der passende Titel der am Ende doch romantischen Komödie: "Intolerable Cruelty", also "unerträgliche Grausamkeit." Das hat Ms. Zeta-Jones-Douglas offensichtlich ziemlich wörtlich genommen.
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