Originaltitel: Bewitched
USA 2005
Nicole Kidman
Will Ferrell
Shirley MacLaine
Regie: Nora Ephron
Verleih: Sony Pictures
Schauspieler Jack Wyatt (Will Ferrell) hat schon bessere Tage gesehen, als ihm das Schicksal quasi als letzten Strohhalm die männliche Hauptrolle im Remake der beliebten TV-Show "Verliebt in eine Hexe" in den Schoß weht. Jetzt braucht er nur noch eine Partnerin, die ihm hoffentlich nicht die Show stiehlt, in der alten Serie wurde der Hauptdarsteller nämlich mal ausgewechselt. In der schönen Zufallsbekanntschaft Isabel (Nicole Kidman) wird er fündig - ohne zu ahnen, dass er vor einer richtigen Hexe auf der Suche nach bürgerlicher Normalität und mit starken Entzugserscheinungen steht.
Remake und freundliche Hommage zugleich ist diese Fantasy-Romantikkomödie mit satirischer Würznote aus der Feder und in einer Inszenierung von Nora Ephron ("E-Mail für Dich").
Magische Momente: Oscar-Gewinnerin Nicole Kidman verzaubert Comedystar Will Ferrell in der hinreißenden romantischen Komödie "Verliebt in eine Hexe".
Fast 40 Jahre sind vergangen, seit die Serie "Verliebt in eine Hexe" ihre Premiere im deutschen Fernsehen feierte. Der Serienhit mit Elizabeth Montgomery ist bis heute ein Dauerbrenner im TV-Programm - beste Voraussetzungen also für eine Kinofassung.
Und wenn dabei auch noch Nora Ephron die Fäden zieht, ist beste Unterhaltung vorprogrammiert. Die US-Regisseurin, seit "Schlaflos in Seattle" und "E-Mail für Dich" als ausgewiesene Spezialistin für bewegende Lovestorys bekannt, hat den TV-Oldie nun für die große Leinwand adaptiert - und zwar als hinreißend romantische Komödie, der ein perfekter Spagat zwischen Update und Hommage gelingt.
Schleudert geballtes Gift: Shirley MacLaine lehrt Will Ferrell das Fürchten (Foto: Sony Pictures)
In der Hauptrolle: Nicole Kidman. Die schöne Oscar-Gewinnerin schlüpft in die Rolle der sympathischen Hexe Isabel, die von dem abgestürzten Kinohelden Jack Wyatt für eine Neuauflage des Serienoldies "Verliebt in eine Hexe" entdeckt wird. Dass sie eine echte Hexe auf der Suche nach Normalität ist, ahnt Jack nicht.
So zwingt sich Isabel im neuen Leben zur magischen Abstinenz, bis sie erkennt, dass sie von Wyatt nur ausgenutzt wird. Mit Zauberei revanchiert sie sich - bis beide ein Gefühl entdecken, das auch ohne Tricks magisch ist: die Liebe.
| Darsteller: | Nicole Kidman | als Isabel/Samantha Bigelow/Stephens | |
|---|---|---|---|
| Will Ferrell | als Jack/Darrin Wyatt/Stephens | ||
| Shirley MacLaine | als Iris/Endora Smythson | ||
| Sir Michael Caine | als Nigel Bigelow | ||
| Jason Schwartzman | als Richie | ||
| Kristin Chenoweth | als Marie Kelly | ||
| Heather Burns | als Nina Johnson | ||
| Jim Turner | als Larry | ||
| Stephen Colbert | als Stu Robison | ||
| David Alan Grier | als Jim Fields | ||
| Steve Carell | als Onkel Arthur | ||
| Joan Plowright | als Tante Clara | ||
| Jarrad Paul | als Valet | ||
| Amy Sedaris | als Gladys Kravitz | ||
| Fred Willard | |||
| Regie: | Nora Ephron | ||
| Drehbuch: | Nora Ephron | ||
| Delia Ephron | |||
| Adam McKay | |||
| Produzent: | Douglas Wick | ||
| Lucy Fisher | |||
| Penny Marshall | |||
| Nora Ephron | |||
| Ausf. Produzent: | James W. Skotchdopole | ||
| Steven H. Berman | |||
| Bobby Cohen | |||
| Kamera: | John W. Lindley | ||
| Schnitt: | Stephen A. Rotter | ||
| Tia Nolan | |||
| Musik: | George Fenton | ||
| Produktionsdesign: | Neil Spisak | ||
| Steve Arnold | |||
| Kostüme: | Mary Zophres | ||
| Ton: | David MacMillan | ||
| Casting: | Francine Maisler | ||
Mit "Harry und Sally" und "Schlaflos in Seattle" definierte die Drehbuchautorin und Regisseurin die Standards der modernen romantischen Komödie. Ihr neuer Film "Verliebt in eine Hexe" stand jedoch ursprünglich gar nicht auf Nora Ephrons Wunschliste.
Wollten Sie schon immer eine Kinofassung von "Verliebt in eine Hexe" drehen?
NORA EPHRON: Nie. Bei einem solchen Auftrag wäre mir wahrscheinlich nichts eingefallen. Aber eines Tages bekam ich einen Anruf von Columbia: "Wir haben um elf Uhr ein Meeting mit Nicole Kidman. Sie will "Verliebt in eine Hexe" machen - und wir brauchen eine Idee für eine Story."
Da musste ich daran denken, dass Nicole eine ähnliche Nase wie Elizabeth Montgomery, die Hauptdarstellerin der Serie, hat. Und so kam ich auf die Idee, dass eine Frau in einem Remake besetzt wird, nur weil ihre Nase passt.
Als Hexe Isabel will Nicole Kidman nur eines: ein normales Leben führen (Foto: Sony Pictures)
Wollten Sie daraus von Anfang an eine Hollywood-Satire machen?
Das gehörte immer dazu. Aber ich muss Sie leider korrigieren: Was Ihnen als Satire erscheint, ist leider schreckliche Wahrheit. Viele männliche Stars in Hollywood tun so, als würden sie gern Filme mit substanziellen Frauenrollen machen. Aber das meinen sie nicht ernst. Tatsächlich wollen sie alle guten Dialoge und Szenen für sich haben.
Hat sich die Lage für Frauen in Hollywood nicht geändert?
Auf der Management-Seite schon. Aber es gibt immer noch nicht genügend Regisseurinnen oder Kamerafrauen. Die haben es weiterhin schwer.
"Verliebt in eine Hexe": Jack ahnt nichts vom wahren Ich seiner Angebeteten (Foto: Sony Pictures)
Woran liegt das?
Eine wesentliche Rolle spielt, dass die Studios Filme für männliche Teenager produzieren wollen - also Actionfilme. Schon allein deshalb werden Frauen von vielen Filmen ausgeschlossen. Ich selbst bin noch nie diskriminiert worden. Aber das liegt daran, dass ich keine Lust habe, einen Film zu drehen, wo Leute einander erschießen oder schnelle Autos fahren.
Trotzdem spielen Sie im Großbudget-Bereich mit - "Verliebt in eine Hexe" kostete über 70 Millionen Dollar. Wollten Sie mit Spezialeffekten zaubern?
Ich hasse Computereffekte. Sie führen bloß dazu, dass du wichtige Szenen unterbrechen musst, weil irgendein Greenscreen aufgestellt wird, um dort später die Bilder aus dem Rechner einzufügen. Ich versuchte, die Effekte so unscheinbar wie möglich zu halten - sie sollten auf keinen Fall von den Schauspielern ablenken. Die Tricks waren auch gar nicht so aufwändig: Sie kosteten bloß drei Millionen Dollar.
Langsam dämmert es Will Ferell, dass in dieser Familie so manches anders ist (Foto: Sony Pictures)
Was war dann so teuer?
Die Schauspieler. Das war unser größter Budgetposten.
Konnte Nicole Kidman als Komödiantin funktionieren?
Ich hatte sie in "To Die For" und den Aufführungen von "The Blue Room" gesehen. So wusste ich, dass sie auch ein komisches Talent hat. Sie hat nur dieses düstere Image, weil sie so häufig Frauen am Rande des Selbstmords spielt. Aber tatsächlich ist sie ähnlich hell und naiv wie ihre Figur in "Verliebt in eine Hexe".
Gelten seit "Schlaflos in Seattle" als Film-Traumpaar: Tom Hanks und Meg Ryan (Foto: Columbia Tristar)
Sie sagten einmal, Sie wurden Regisseurin, um Ihre Drehbücher zu schützen. Gilt das nach wie vor?
Ja. Aber es gibt mehrere Gründe, warum ich Regie führe. Ich möchte auch sicherstellen, dass meine Filme einen Regisseur haben. Eine Autorin, die Skripts über Beziehungsgeschichten schreibt, hat es nicht leicht, jemanden dafür zu finden. Lieber mache ich es selbst, als andere anzuflehen.
Dafür haben Sie eine kreative Partnerin. Mit Ihrer Schwester Delia haben Sie viele Ihrer Filme zusammen geschrieben - so auch "Verliebt in eine Hexe".
Wenn ich Regie führe, ist es sehr wichtig, jemanden dabei zu haben, der die wichtigen Aspekte des Drehbuchs kennt. Delia erinnert mich zum Beispiel daran, wenn bestimmte Dialogzeilen nicht rüberkommen. Abgesehen davon finde ich, dass sie als Autorin besser ist als ich.
Eine Freundschaft zwischen Mann und Frau? Unmöglich - zumindest in "Harry und Sally" (Foto: Jugendfilm)
Mit Ihren Drehbüchern wie "Harry und Sally" haben Sie die moderne romantische Komödie geprägt. Was hat sich seither in dem Genre verändert?
Teilweise sind die Filme zotiger geworden - ein gutes Beispiel ist "Die Hochzeits-Crasher", den ich übrigens sehr komisch fand. Aber sonst stelle ich keine großen Veränderungen fest. Ich weiß noch genau, wie revolutionär ich den "Stadtneurotiker" fand. So etwas habe ich seither nicht mehr erlebt.
Spätestens seit dem Triumph von "Moulin Rouge" (2001) rangiert die Australierin Nicole Kidman in der Liga der Weltstars. Die Rolle als Star...
Er macht aus seinen Rollen Auftritte von wahrer Könnerschaft und entwickelt in oft mehrminütigen Szenen aberwitzige Performances mit...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.