Charlie Kaufmans neuer Streich: Jim Carrey und Kate Winslet lassen ihre Erinnerungen an die gemeinsame Vergangenheit auslöschen - und fangen von vorne an. http://images.kino.de/flbilder/max04/mbiz04/mbiz14/z0414510/b150x150.jpg Vergiss mein nicht!

Filmdetails

Vergiss mein nicht!

Charlie Kaufmans neuer Streich: Jim Carrey und Kate Winslet lassen ihre Erinnerungen an die gemeinsame Vergangenheit auslöschen - und fangen von vorne an.


Vergiss mein nicht!
Start: 20.05.2004

Originaltitel: Eternal Sunshine of the Spotless Mind

Drama / Komödie

USA 2004
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Jim Carrey
Kate Winslet
Kirsten Dunst

Regie: Michel Gondry
Verleih: Constantin

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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lau

Inhalt

Joel (Jim Carrey) staunt nicht schlecht, als ihm nach längerer Zeit die verflossene, doch immer noch heimlich begehrte Clementine (Kate Winslet) über den Weg läuft - ohne sich an ihn zu erinnern! Joel findet heraus, dass Clementine sich einer neuartigen Hirnklempnerei unterzogen hat, bei der unangenehme Erinnerungen gelöscht werden sollen. Um sich seinerseits nun Clementine aus dem Kopf zu schlagen, greift Joel zu derselben, fragwürdigen Therapie, um prompt, als er es sich mittendrin anders überlegt, in Teufels Küche zu geraten.

Charlie Kaufman ("Adaptation", "Being John Malkovich") dichtete das Skript, und Michel Gondry ("Human Nature") führte Regie bei der verzwickten Comedy-Antwort auf "Total Recall".


Kritik

Charlie Kaufmans neuer Streich: Jim Carrey und Kate Winslet lassen ihre Erinnerungen an die gemeinsame Vergangenheit auslöschen - und fangen von vorne an.

Großansicht Clementine und Joel führen eine turbulente Beziehung (Foto: Constantin)

Clementine und Joel führen eine turbulente Beziehung (Foto: Constantin)

Joel (Jim Carrey) und Clementine (Kate Winslet) schlagen sich mit der quälenden Routine ihrer Beziehung herum, bis Clementine dem kurzerhand ein Ende setzt. Sie lässt alle Erinnerungen an Joel medizinisch ausradieren.

Als Joel ausgerechnet am Valentinstag feststellen muss, dass seine Freundin ihn nicht mehr kennt, wendet er sich deprimiert an den Erfinder der sagenhaften "Heil-Methode", Dr. Mierzwiak (Tom Wilkinson), um seinerseits diese Demütigung und Clementine vergessen zu können.

Als sich in Folge eines Computerfehlers in Joels Kopf plötzlich die Wahrnehmungsebenen vermischen, fällt dem Patienten auf, dass mit den schmerzhaftesten Erinnerungen auch die schönsten gemeinsam erlebten Momente verschwinden. Sein Unterbewusstsein rebelliert und startet den aussichtslosen Kampf gegen das Vergessen. Und nun kann er Clementine im wahrsten Sinne des Wortes nicht aus seinem Kopf bekommen.

Großansicht Dr. Mierzwiak soll Joel beim Vergessen helfen (Foto: Constantin)

Dr. Mierzwiak soll Joel beim Vergessen helfen (Foto: Constantin)

Eine Reise durchs Gehirn

Auf so vertrackte wie originelle Weise entführt Drehbuchgenie Charlie Kaufman nach "Adaption" mit erneuter Hilfe von Clip-Profi Michel Gondry ("Human Nature") wieder in das Gehirn seiner Protagonisten.

Mit seinem bis dato menschlichstem Skript erzählt Kaufman von nichts anderem als der Liebe und dem ganz normalen Beziehungsdrama und ist trotz erneuter Umwege durch Gehirnwindungen mit zwei hervorragenden Hauptdarstellern auf erfreuliche Art und Weise näher an der Realität als mit seinen vorangegangenen Meisterwerken.

Vergiss mein nicht!

Darsteller:  Jim Carrey   als Joel Barish
  Kate Winslet   als Clementine Kruczynski
  Kirsten Dunst   als Mary
  Mark Ruffalo   als Stan
  Elijah Wood   als Patrick
  Tom Wilkinson   als Dr. Howard Mierzwiak
  Thomas Jay Ryan   als Frank
  Jane Adams   als Carrie
  David Cross   als Rob
  Ryan Whitney   als Joel, Kind
  Lola Daehler   als Clementine, Kind
  Debbon Ayer   als Joels Mutter
  Deirdre O'Connell   als Hollis
 
Regie:  Michel Gondry  
Drehbuch:  Charlie Kaufman  
Produzent:  Steve Golin  
  Anthony Bregman  
Ausf. Produzent:  David L. Bushell  
  Charlie Kaufman  
  Glenn Williamson  
  Georges Bermann  
Kamera:  Ellen Kuras  
Schnitt:  Valdis Oskarsdóttir  
Musik:  Jon Brion  
Produktionsdesign:  Dan Leigh  
  David Stein  
Kostüme:  Melissa Toth  
Ton:  Drew Kunin  
Casting:  Jeanne McCarthy  

Oscars ohne Luder - aber mit Winslets Eltern

Plüschtiere, Halskettchen oder Silberanhänger - wer dem Glück auf die Sprünge helfen will, besorgt sich einen Talisman.

Großansicht Kate dürfte sogar ihren Hund mitbringen, Paris muss leider draußen bleiben (Foto: Kurt Krieger)

Kate dürfte sogar ihren Hund mitbringen, Paris muss leider draußen bleiben (Foto: Kurt Krieger)

So auch Kate Winslet, die bei der Oscar-Verleihung in der Nacht zum Montag auf einen Goldjungen hoffen darf: Sie ist als beste Hauptdarstellerin für "Vergiss mein nicht!" nominiert. Und damit der Traum vom Oscar endlich in Erfüllung geht, setzt die schöne Britin auf lebendige Glücksbringer: Mama und Papa.

"Meine Eltern waren immer dabei, wenn ich für einen Oscar nominiert war", erklärt Kate. "Das erste, was ich getan habe, wenn ich von meiner Nominierung erfahren habe, war immer ein Anruf zuhause: 'Holt das Kleine Schwarze raus, ihr kommt mit!' Naja, natürlich trägt mein Vater kein Kleid - aber diesmal will er extra ein bisschen abnehmen."

Dabei haben Kates Eltern schon drei Mal als Talisman versagt. Winslet war bereits für "Sinn und Sinnlichkeit", "Titanic" und "Iris" nominiert. Mit der diesjährigen Nominierung ist sie die einzige Schauspielerin unter 30, die vier Mal von der Academy für einen Oscar vorgeschlagen wurde. Die diesjährige Nachricht kam besonders überraschend:

"Der Film ist in den USA immerhin schon vor knapp einem Jahr gelaufen", wundert sich Winslet. "Ich bin erstaunt, dass man sich noch so gut an ihn erinnert. Aber irgendwie hat diese Clementine etwas ganz Besonderes an sich, das einen nicht mehr los lässt. Die Menschen mögen eben Liebesgeschichten."

Du kommst hier net rein!

Ihren Ehemann, den Regisseur Sam Mendes, wird Winslet natürlich auch zur Verleihung mitbringen. Wählerischer ist die Academy dagegen bei anderen Stars. So wurden Britney Spears, Pamela Anderson und Paris Hilton kurzerhand von der Gästeliste gestrichen. Und Beyoncé, die immerhin den nominierten Song "Believe" aus "Der Polarexpress" zum Besten geben wird, darf ihren Verlobten Jay-Z nicht mitbringen. Ein Insider begründete das so:

"Die Academy will keine Luder-Parade und keine B-Promis, die nichts mit Kino zu tun haben. Sie will Leute, die sich über mehrere Jahre einen Namen im Filmgeschäft gemacht haben."

Außerdem hat man bei den Oscars keine Lust auf geschmacklose Kleider, die mehr zeigen als sie verbergen. Und dafür sind Brit, Pam und Paris immer gut. Frau Spears hatte zudem darauf bestanden, ihren kompletten Tross von Bodyguards und "engen Freunden" anzuschleppen. Nun wird sich die ganze Bande auf Britneys Couch drängeln - vor dem Fernseher.

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