Schillernde Hommage an den Glamrock, seine Stars, Szene, Ideale und natürlich Musik. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz41/z0241409/b150x150.jpg Velvet Goldmine

Filmdetails

Velvet Goldmine

Schillernde Hommage an den Glamrock, seine Stars, Szene, Ideale und natürlich Musik.


Velvet Goldmine
Start: 26.11.1998

Drama / Musikfilm

Großbritannien/USA 1998
Laufzeit: 120 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Ewan McGregor
Jonathan Rhys Meyers
Toni Collette

Regie: Todd Haynes
Verleih: Tobis

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Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Besucher-
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Temperatur

lau

Inhalt

Arthur Stuart wird von seiner Zeitung zehn Jahre nach der inszenierten Ermordung des Glamrock-Stars Brian Slade auf dessen Spur angesetzt. Arthur, der selbst einmal Fan war, taucht wieder ein in die Untiefen einer Musikszene, die auch für ihr Leben die absolute Freiheit proklamierte. Er spricht mit seiner Ex-Frau Mandy und Musikkollegen und Liebhaber Curt Wild.


Kritik

Velvet Goldmine

In Cannes stach der dritte Spielfilm des New Yorker Filmemachers Todd Haynes ins Auge als einziger Wettbewerbsbeitrag, der sich originell um das Beschreiten neuer filmischer Wege bemühte. Die visuelle Grandezza und provokative Auseinandersetzung mit Begriffen wie Sexualität und Identität machen dieses Paradiesvogel-Rockmusical über die Tage des Glam Rock zu einem atemberaubenden Trip durch die frühen Siebziger, ohne angestaubt zu wirken oder gar in Melancholie zu verfallen. Die Opernhaftigkeit und Exaltiertheit dieses in alle Richtungen explodierenden Spacemärchens mag an die besten Konzeptalben dieser Ära, vornehmlich von David Bowie und Roxy Music, anknüpfen, aber die aufregende Aufbereitung bekannter Elemente hätte nicht moderner und dringlicher ausfallen können.

Von R.E.M.-Sänger Michael Stipe mitproduziert, mit Ewan McGregor als amerikanischer Kamikaze-Rocker Curt Wilde und der Entdeckung Jonathan Rhys-Myers als schillernd-androgyne Superstardiva Brian Slade blendend und publikumswirksam besetzt und einem prickelnden Soundtrack mit Größen wie Pulp oder Shudder to Think ausgestattet, steht "Velvet Goldmine" mit beiden Beinen fest in der Gegenwart. Nach einer Exposition im 19. Jahrhundert, in der ein Raumschiff (womöglich Bowies Spiders from Mars?) Oscar Wilde als Findelkind aussetzt und der Starman als direkter Vorfahre und Gottvater der Glambewegung ausgewiesen wird, setzt die eigentliche Handlung im Jahr 1984 ein - wie es sich Glitter-Musiker in den siebziger Jahren als ultimativen Orwell-Alptraum erdacht hatten: Es ist eine graue Zeit, in der der Große Bruder alle Aspekte des Lebens kontrolliert und jeglicher Spaß in der Musik gleichgeschaltetem Bombast-Muzak weichen mußte.

Es ist der zehnte Jahrestag des spurlosen Verschwindens des einstigen Jugendidols Brian Slade, der auf dem Höhepunkt seiner Karriere bei einem Konzert seine eigene Ermordung gefeiert hatte und danach untergetaucht war. Der Journalist Stuart (Christian Bale) wird beauftragt, nach dem einstigen Superstar zu fahnden. Wie in einem "Citizen Kane" in Federboas und Glitzer-Makeup macht sich Stuart daran, mit der Befragung von Brians Wegbegleitern Licht ins Dunkel zu bringen. In immer wieder neuen Episoden taucht die samtene Goldmine ein in eine Vergangenheit, in der Rockmusik noch Gefahr symbolisierte und Geschlechterrollen kaltlächelnd auf den Kopf gestellt wurden.

Lose inspiriert von der Biografie David Bowies und dem Inhalt seines "Ziggy Stardust"-Konzeptalbums, erzählt Todd Haynes von Brian Slades Aufstieg, der Liebe von Brian zu seiner Frau Mandy (Toni Collette), seiner fatalen Obsession von dem Rockjunkie Curt und dem "Rock 'n' Roll Suicide" auf dem Höhepunkt des Erfolges. Obwohl der Filmemacher süffig-überschäumende visuelle Entsprechungen für die bewußte Artifizialität und Dekadenz der Glam-Ära findet, verfällt er selbst nie ihren Exzessen: Kühl und distanziert folgt er seinen Figuren, zu denen der Regisseur keinerlei emotionalen Zugang erlaubt. So entgeht er der Gefahr, einfach nur eine weitere Successtory zu erzählen, zum anderen gelingt ihm mit seinem remixartigen Neuarrangement bekannter Versatzstücke eine intellektuelle Annäherung an den Moment, in dem Rockmusik der Idee absoluter Freiheit zum Greifen nahe kam, bevor sie von der Industrie institutionalisiert wurde. "Velvet Goldmine" ist ein Werk der Liebe - und gerade wegen seiner Komplexität und des schwindelerregenden Ideenreichtums ein berechtigter Anwärter für den Titel "Kultfilm des Jahres". ts.

Velvet Goldmine

Darsteller:  Ewan McGregor   als Curt Wild
  Jonathan Rhys Meyers   als Brian Slade
  Toni Collette   als Mandy Slate
  Christian Bale   als Arthur Stuart
  Eddie Izzard   als Jerry Devine
  Emily Woof   als Shannon
  Michael Feast   als Cecil
 
Regie:  Todd Haynes  
Drehbuch:  Todd Haynes  
  James Lyons  
Produzent:  Christine Vachon  
Koproduzent:  Olivia Stewart  
Ausf. Produzent:  Scott Meek  
  Michael Stipe  
  Sandy Stern  
Buchvorlage:  Todd Haynes  
  James Lyons  
Kamera:  Maryse Alberti  
Schnitt:  James Lyons  
Musik:  Carter Burwell  
Produktionsdesign:  Christopher Hobbs  
  Andrew Munro  
Kostüme:  Sandy Powell  
Maske:  Peter King  
Ton:  Peter Lindsay  

Nacktheit berauscht Ewan McGregor

Ewan McGregor hat kein Problem damit, sich nackt zu zeigen. Auf diese Weise hatte er seinen ersten Bühnenrausch und auch in diversen Filmen zog der Schotte bereits des Öfteren blank.

Großansicht Zeigt sich gern nackig und küsst noch dazu Männer: Ewan McGregor (Foto: Kurt Krieger)

Zeigt sich gern nackig und küsst noch dazu Männer: Ewan McGregor (Foto: Kurt Krieger)

Zwei Bekenntnisse rücken "Star Wars"-Darsteller Ewan McGregor derzeit ins Rampenlicht. Zum einen zeigt er sich vor der Kamera gerne im Adamskostüm. So hat der Schotte bereits in Filmen wie "Trainspotting - Neue Helden", "Die Bettlektüre" und "Velvet Goldmine" seine Männlichkeit zur Schau gestellt.

McGregor kann sich sogar noch gut an sein "Erstes Mal" erinnern, als er sich für ein Stück an der Schauspielschule entblätterte. "Ich erinnere mich daran, dass ich bei diesem ersten Mal in so eine Art Rauschzustand verfiel. Es brachte ein leichtes Machtgefühl mit sich", erinnert sich der 38-Jährige.

McGregor knutscht gerne mit Männern

Und dann hat Ewan noch zugegeben, dass er gerne Männer in seinen Filmen küsst! Es ist die Herausforderung als Schauspieler, die den Ehemann von Eve Mavraki und den Vater von drei Töchtern dabei reizt.

Vor allem an seinen Filmkuss mit Jonathan Rhys Meyers in "Velvet Goldmine" erinnert sich der Star aus "Moulin Rouge" gerne: "Als ich Jonny küsste, war es ein echter Kick. Es war einfach ein elektrisierender Moment. Aus folgendem Grund: Wenn du dich umgesehen hast, saßen da einige englische Elektriker herum. Die sind, wie ich glaube, hauptsächlich homosexuell und meinten nur 'F**k, nein!'. Aber ich mag es, Jungs auf der Leinwand zu küssen. Als Heterosexueller ist es ein sehr interessantes Unterfangen. Alles am Drehort, das deinen Puls in die Höhe treibt, ist gut." Aktuell züngelt er in der Homo-Komödie "I Love You Phillip Morris" mit Gummigesicht Jim Carrey.

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Star

Ewan McGregor

Vom Junkie bis zum Dandy und Sternenkrieger reicht die Karriere des schottischen Shooting Stars der 90er-Jahre. Ewan McGregor fiel bereits...

Star

Jonathan Rhys Meyers

* 27.07.1977

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