Opulente Verfilmung des Klassikers von der "Moonsoon Wedding"-Regisseurin MIra Nair. http://images.kino.de/flbilder/max05/mbiz05/mbiz09/z0509515/b150x150.jpg Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeit

Filmdetails

Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeit

Opulente Verfilmung des Klassikers von der "Moonsoon Wedding"-Regisseurin MIra Nair.


Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeit
Start: 31.03.2005

Originaltitel: Vanity Fair

Drama

Großbritannien/USA 2004
Laufzeit: 141 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Reese Witherspoon
Eileen Atkins
Jim Broadbent

Regie: Mira Nair
Verleih: Universum

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Humor
Romantik
Spannung
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Inhalt

Im England des frühen 19. Jahrhunderts träumt die in Waisenhäusern aufgewachsene Rebecca Sharp (Reese Witherspoon) vom gesellschaftlichen Aufstieg. Ihre Anstellung als Gouvernante auf dem Anwesen des exzentrischen Sir Pitt Crawley (Bob Hoskins) ist da ein guter Anfang, zumal sie sich schnell mit dessen Tochter anfreundet und schließlich gar den Sohn des Hauses ehelicht. Als der in den Krieg zieht, ist Rebecca schon auf der nächsten Sprosse und macht dem Adeligen Marquis von Steyne (Gabriel Byrne) schöne Augen. Doch wer hoch hinaus will, kann auch tief fallen ...

Mira Nair, Regisseurin von "Monsoon Wedding", knöpft sich einen Roman von William Makepeace Thackeray vor und seziert in einem recht modern wirkenden Kostümszenario mit reger Starbeteiligung die Riten und Mechanismen der Upper Class ihrer Wahlheimat Großbritannien.


Kritik

Opulente Verfilmung des Literaturklassikers von "Moonsoon Wedding"-Regisseurin Mira Nair.

Großansicht Rawdon Crawley führt Becky in die Gesellschaft ein (Foto: Universum)

Rawdon Crawley führt Becky in die Gesellschaft ein (Foto: Universum)

Die englische Vollwaise Becky (Reese Witherspoon), Tochter eines verarmten britischen Künstlers und einer französischen Sängerin, ist zwar mittellos, aber gebildet und mit unbeirrbarem Aufstiegswillen gesegnet. Im Haushalt des Landadeligen Sir Pitt Crawley (Bob Hoskins) findet sie als Erzieherin eine Anstellung.

Dort erobert sie sowohl das Herz der exzentrischen Erbtante Mathilda (Eileen Atkins) als auch das des Sohnes Rawdon (James Purefoy), den sie wenig später heimlich heiratet.

In ihrer neuen Heimat London muss sie sich hingegen mit der Herablassung der blasierten Adelsgesellschaft und insbesondere der von George (Jonathan Rhys-Meyers), Ehemann ihrer Jugendfreundin Amelia (Romola Garai), auseinandersetzen.

Großansicht Becky ist für jede Maskerade zu haben (Foto: Universum)

Becky ist für jede Maskerade zu haben (Foto: Universum)

Opulenter Gesellschaftsklassiker

Doch mit Charme, Gewitztheit und einer gewissen Missachtung der Konventionen behauptet sich die schöne Aufsteigerin selbst in diesem Löwenkäfig und bringt schließlich auch den mächtigen Marquis von Steyne (Gabriel Byrne) dazu, Tür und Geldbeutel für sie zu öffnen. Doch nach dem Höhenflug folgt der tiefe Fall.

Opulente Kulissen und die atemberaubend farbenfrohen Kostüme aus indischer Seide von Kostümbildnerin Beatrix Aruna Pasztor sind neben Reese Witherspoons charmanter Darbietung die auffallendsten Attribute von Mira Nairs Gesellschaftsdrama. Die indische Regisseurin wagt sich mit "Vanity Fair", das auf dem Romanklassiker "Jahrmarkt der Eitelkeiten" von William Makepeace Thackeray basiert, an einen Literaturklassiker heran. Neben Witherspoon standen unter anderem die britischen Schauspieler Eileen Atkins, Jim Broadbent, Gabriel Byrne und Jonathan Rhys-Meyers vor der Kamera.

Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeit

Darsteller:  Reese Witherspoon   als Rebecca Sharp
  Eileen Atkins   als Miss Matilda Crawley
  Jim Broadbent   als Mr. Osborne
  Gabriel Byrne   als The Marquess of Steyne
  Romola Garai   als Amelia Sedley
  Bob Hoskins   als Sir Pitt Crawley
  Rhys Ifans   als William Dobbin
  Geraldine McEwan   als Lady Southdown
  James Purefoy   als Rawdon Crawley
  Jonathan Rhys Meyers   als George Osborne
  Douglas Hodge   als Pitt Crawley
  Natasha Little   als Lady Jane Sheepshanks
  Tony Maudsley   als Joseph Sedley
 
Regie:  Mira Nair  
Drehbuch:  Matthew Faulk  
  Mark Skeet  
  Julian Fellowes  
Produzent:  Janette Day  
  Donna Gigliotti  
  Lydia Dean Pilcher  
Koproduzent:  Jane Frazer  
Ausf. Produzent:  Howard Cohen  
  Pippa Cross  
  Jonathan Lynn  
Buchvorlage:  William M. Thackeray  
Kamera:  Declan Quinn  
Schnitt:  Allyson C. Johnson  
Musik:  Mychael Danna  
Produktionsdesign:  Maria Djurkovic  
  Nick Palmer  
  Lucinda Thomson  
  Sam Stokes  
Kostüme:  Beatrix Aruna Pasztor  
Ton:  Drew Kunin  
Casting:  Mary Selway  

Zurück in eine andere Welt

Seit Jahren führen Kostümfilme die Kinozuschauer in die Vergangenheit. Hochgetürmte Frisuren, gepuderte Perücken und wallende Reifröcke sind für die wenigen Stunden auf der Kinoleinwand so wunderbar romantisch.

Großansicht In "Marie Antoinette" mit Kirsten Dunst spielen Kostüme die Hauptrolle (Foto: Sony Pictures)

In "Marie Antoinette" mit Kirsten Dunst spielen Kostüme die Hauptrolle (Foto: Sony Pictures)

Der Klassiker stammt aus dem Jahr 1939: "Vom Winde verweht" mit Clark Gable und Vivien Leigh. Vor dem Hintergrund des amerikanische Bürgerkriegs sprüht der Film vor Drama und Romantik.

Seitdem haben wir vor allem Jane Austen die verträumte Vorstellung des 19. Jahrhunderts zu verdanken. Die Traumfabrik hat ihre Bücher in wunderbare Filme wie "Emma" mit Gwyneth Paltrow, "Sinn und Sinnlichkeit" mit Emma Thompson und "Stolz und Vorurteil" mit Keira Knightley verwandelt. Alle drei Dramen durften sich über Oscar-Nominierungen freuen. Emma Thompson nahm sogar für das Drehbuch einen Goldjungen entgegen.

Großansicht Bekam mit 26 Jahren den Oscar für "Shakespeare in Love": Gwyneth Paltrow (Foto: UIP)

Bekam mit 26 Jahren den Oscar für "Shakespeare in Love": Gwyneth Paltrow (Foto: UIP)

Im Korsett zum Oscar

Dass Historienfilme immer wieder mit Auszeichnungen rechnen dürfen, zeigte auch "Shakespeare in Love". Gleich siebenmal wurde der Film von der Academy geehrt. Gwyneth Paltrow angelte sich die goldene Statue als beste Hauptdarstellerin und Dame Judi Dench nahm mit nur einem achtminütigen Auftritt als Königin Elizabeth den Oscar als beste Nebendarstellerin mit nach Hause.

Der Spitzenreiter ist aber "Vom Winde verweht". Das Drama wurde 1939 mit acht Goldstatuen ausgezeichnet und dann gibt es da natürlich noch den großen Erfolgshit von 1997, "Titanic", mit elf Oscars geehrt - wenn man das Drama, das 1919 spielt, noch zu den Kostümfilmen zählen will. Historienfilme berühren also nicht nur das Kinopublikum, sondern auch die Kritiker. So ist es nicht verwunderlich, dass das Genre auch weiterhin Furore macht.

Star

Reese Witherspoon

Sie ist der heißeste eiskalte blonde Engel, den Hollywood neben Alicia Silverstone, Kirsten Dunst, Cameron Diaz und Drew Barrymore in...

Star

Jim Broadbent

Britischer Schauspieler. Freundlich, rundlich, gutmütig und sympathisch, auch hinterhältig, hilflos und feige, hat sich der britische...

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