Tom Cruise
Penélope Cruz
Cameron Diaz
Regie: Cameron Crowe
Verleih: Paramount
Um eine Geliebte loszuwerden, flirtet Sunnyboy David mit Sofia. Später lässt er sich von der Geliebten nach Hause fahren, die den Wagen aus Enttäuschung über eine Brücke lenkt. Sie stirbt, David überlebt entstellt. Alle wenden sich von David ab, bis sein Gesicht in einer Operation wieder hergestellt werden kann und Sofia ihm ihre Liebe gesteht. Dann geschieht Merkwürdiges...

"Öffne deine Augen!" - so lautet nicht nur die Übersetzung des Titels von Alejandro Amenábars "Abre Los Ojos" aus dem Jahr 1997, dem Cameron Crowes erster Film nicht nach eigenem Drehbuch zu Grunde liegt, es ist auch ein gängiger Ausdruck, um das Ende einer Hypnose zu signalisieren. Mit just jenen ebenso aufschlussreichen wie anleitenden Worten beginnt das von Cameron Crowe ("Vanilla Sky" war ursprünglich einer der Arbeitstitel seiner Rock'n'Roll-Ode "Almost Famous") Popkultur-bewusst inszenierte Remake des vielschichtigen Psychothrillers. Die komplexe Story dreht sich um einen narzisstischen Playboy, für den nach einem Autounfall die Grenzen zwischen Realität und (Wach)Traum verschwimmen. In der Protagonistenrolle findet sich Mr. Moviestar Tom Cruise, der mit Penelope Cruz (wiederholt ihre Rolle aus dem Original) und Cameron Diaz ("3 Engel für Charlie") ein bizarres Beziehungsdreieck eingeht.
Cruise war von Amenábars surrealem Psychogramm dermaßen angetan, dass er nicht nur die Remakerechte erwarb, sondern auch gleich dessen erfolgreiches US-Debüt "The Others", mit seiner Exfrau Nicole Kidman in der Hauptrolle, koproduzierte. Die Regie der ehrfürchtigen Neuadaption wurde wiederum von Cameron Crowe übernommen, mit dem Cruise bereits bei "Jerry Maguire - Spiel des Lebens" zusammengearbeitet hatte. Crowe war von den Fragen fasziniert, inwieweit Popkultur das Bild, das man von sich selbst hat, beeinflusst haben könnte und welche Konsequenzen beiläufiger Sex (und sonstiges gedankenloses Handeln) nach sich ziehen kann. Ersteres ist für eine Vielzahl von Referenzen (z.B. Poster von "Außer Atem" und "Jules und Jim", die Hülle eines Bob-Dylan-Albums, ein Hologram von John Coltrane, ein Videoclip von Björk und selbst eine Ausgabe von "Erinnerungen, Träume, Gedanken" des Psychoanalytikers C.G. Jung) verantwortlich, während letzteres Dreh- und Angelpunkt der Gedanken anregenden Geschichte bildet.
David Aames (Cruise findet in seiner hervorragenden Darstellung das rechte Maß an Humanität und Humor) ist ein steinreicher und attraktiver Lebemann, der die bildhübsche Julie (Diaz) lediglich als eine lockere Bettgefährtin sieht. Sie ist ihm lästig, als er bei seiner Geburtstagsparty die charismatische Tänzerin Sofia (Cruz) kennenlernt, die er seinem besten Freund Brian (Jason Lee) ausspannt. Nach einer Nacht voller gewitzter verbaler Schlagabtausche sieht David, wie er sagt, "die Möglichkeit von wahrer Liebe gegeben". Doch am nächsten Morgen begegnet ihm Julie, die ihn überredet, in ihr Auto einzusteigen, das sie in ihrer Eifersucht und Wut über ihre verschmähte Liebe von einer Brücke fährt. Sie stirbt, David hingegen überlebt mit fürchterlich entstelltem Gesicht. Da die Erzählstruktur sich in Vor- und Rückblenden entfaltet, sieht man David mit einer Latexmaske immer wieder in einer Gefängniszelle mit dem Psychiater McCabe (Kurt Russell), der seine Zurechnungsfähigkeit für einen zunächst nicht weiter spezifizierten Mord feststellen soll. In Folge verschwimmen die Grenzen zwischen Traum und Realität komplett, so dass sich nicht mehr die Frage stellt, ob David einen Traum erlebt, sondern an welcher Stelle der Erzählung er beginnt.
Die unerwartete Auflösung des Rätselspiels wagt sich in Science-Fiction-Gefilde, schneidet Themen wie fortgeschrittene Tieffriertechnik für Menschen an und taucht tief in trügerische Manipulationen des Unterbewusstseins ein. An dieser Stelle werden entfernte Parallelen zu "A.I. - Künstliche Intelligenz" von Steven Spielberg, der einen Cameoauftritt absolviert und zugleich Regisseur von Cruises nächstem Film, "Minority Report", ist, ebenso wie zu Kubricks "Eyes Wide Shut" mit Cruise in der Hauptrolle geweckt. Mehrfach werden zwei oder mehr Möglichkeiten als Realität angeboten, wie gleich zu Beginn, als David durch ein Menschen leeres Manhattan fährt und dies anschließend mit einer rekonstruierten realistischen Version ersetzt wird. Der Reiz für den Zuschauer besteht darin, die verschiedenen Hinweise aufzugreifen, um sich im vertrackten Psycholabyrinth zurechtzufinden. Ein hypnotisch-faszinierendes Rätselraten ist garantiert. ara.
| Darsteller: | Tom Cruise | als David Aames | |
|---|---|---|---|
| Penélope Cruz | als Sofia Serrano | ||
| Cameron Diaz | als Julie Gianni | ||
| Kurt Russell | als Dr. Curtis McCabe | ||
| Jason Lee | als Brian Shelby | ||
| Noah Taylor | als Edmund Ventura | ||
| Timothy Spall | als Thomas Tipp | ||
| Tilda Swinton | als Rebecca Dearborn | ||
| Alicia Witt | als Libby | ||
| Johnny Galecki | als Peter Brown | ||
| Michael Shannon | als Aaron | ||
| Jennifer Aspen | als Nina | ||
| Ivana Milicevic | als Emma | ||
| Mark Pinter | als Carlton Kaller | ||
| Stacey Sher | als Rayna | ||
| Shalom Harlow | als Colleen | ||
| Jennifer Gimenez | als Lola | ||
| Conan O'Brien | |||
| Regie: | Cameron Crowe | ||
| Drehbuch: | Cameron Crowe | ||
| Produzent: | Tom Cruise | ||
| Paula Wagner | |||
| Cameron Crowe | |||
| Koproduzent: | Donald J. Lee Jr. | ||
| Ausf. Produzent: | Jonathan Sanger | ||
| Danny Bramson | |||
| Kamera: | John Toll | ||
| Schnitt: | Joe Hutshing | ||
| Mark Livolsi | |||
| Musik: | Nancy Wilson | ||
| Produktionsdesign: | Catherine Hardwicke | ||
| Beat Frutiger | |||
| John Chichester | |||
| Michael Rizzo | |||
| James F. Truesdale | |||
| Ray Kluga | |||
| Kostüme: | Betsy Heimann | ||
| Ton: | Jeffrey Wexler | ||
"Dieses geheime Rezept, sollten Sie es kochen, zerstört sich in wenigen Sekunden selbst!"
"Mission Impossible" heißt es zum vierten Mal für den Mann, dem in Hollywood nichts unmöglich ist: Tom Cruise (Foto: UIP)
So könnte die nächste Nachricht an den Superagenten Ethan Hunt alias Tom Cruise lauten. Denn auf seine vierte "Mission Impossible" wird der Kultspion von Brad Bird geschickt, dem Regisseur der rattenscharfen Küchengaudi "Ratatouille"!
"Alles ist unterschrieben, Brad Bird macht es", hat Tom Cruise verraten und lobt: "Seine Filme 'The Incredibles' und 'Ratatouille' zeigen, wie enorm talentiert Brad ist!"
Zwar hat Brad Bird besonders in "The Incredibles" gutes Gespür für augenzwinkernde Action bewiesen, doch ist er vornehmlich ein Animationsexperte. Deshalb hatten bis zuletzt die Meisten auf seinen Konkurrenten Edgar Wright getippt. Der Regisseur der epochalen Zombiekomödie "Shaun of the Dead" und von "Hot Fuzz" zog aber nun den Kürzeren. "Ich verehre Edgar", räumt der bekennende Scientologe Tom Cruise ein. "Total netter Typ, sehr smart, sehr talentiert, irgendwann will ich mal mit ihm arbeiten. Aber bei 'Mission: Impossible IV' haben wir uns gegen ihn entschieden."
Erneut an Bord der vierten "Mission Impossible" ist wie auch schon beim dritten Abenteuer von Ethan Hunt die Produzentenlegende J.J. Abrams. Der Macher von "Lost", "Fringe" und "Star Trek" hat bereits mit den Vorbereitungen begonnen. "J.J. und ich geben gerade richtig Gas und haben jetzt schon Spaß ohne Ende", sagt Tom Cruise. "Ich arbeite sehr gern mit Leuten, die mir auch menschlich liegen."
Trotzdem gibt es derzeit weder eine Story, geschweige denn weitere Darsteller. Dafür haben Cruise und Abrams aber den ursprünglich für Anfang 2012 geplanten Kinostart nun bereits für 2011 ins Auge gefasst.
Davor ist Tom Cruise als Topspion mit deutlich komödiantischem Anstrich im Kino zu sehen: Neben "Vanilla Sky"-Kollegin Cameron Diaz glänzt er in "Knight & Day" als Superagent, der entweder größenwahnsinnig, paranoid oder beides ist - oder gegen den ein unfassbares Komplott läuft ...
Mit seinem achten Film "Top Gun" avancierte Cruise zum Weltstar und wurde als jüngster Hollywood-Schauspieler auf dem Walk of Fame verewigt....
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