Originaltitel: V for Vendetta
Großbritannien/Deutschland 2006
Natalie Portman
Hugo Weaving
Stephen Rea
Regie: James McTeigue
Verleih: Warner
Deutschland hat den Zweiten Weltkrieg gewonnen und das England der Gegenwart ist ein faschistischer Überwachungsstaat, in dem eingelullte Bürger wie die brave Evey (Natalie Portman) glauben, alles Böse auf der Welt käme von Terroristen wie dem maskierten Freiheitskämpfer V (Hugo Weaving). Als ihr ausgerechnet jener V eines Tages in höchster Not das Leben rettet, kommt Evey ins Grübeln.
Wieder einmal rebelliert ein streitlustiger Erlöser gegen den Orwell-schen Horrorstaat in einem aufwendigen SF-Kampfgetümel. Andy Wachowski und Larry Wachowski, die Masterminds hinter der "Matrix"-Serie, schrieben das Drehbuch nach einem Comic von "From Hell"-Autor Alan Moore.
Ein neuer Höhepunkt der Comicverfilmungen: Die Produktion der "Matrix"-Macher verbindet visionäres SF-Kino, politische Untertöne und spektakuläre Action.
Das hatte Alan Moore nicht verdient. Immer wieder hatte sich Hollywood an den Werken des legendären Comic-Künstlers versucht, doch bislang waren die Resultate nur halbgar. Mit "V wie Vendetta" ist dieser Bann endlich gebrochen.
Hart, düster und temporeich setzt Regisseur James McTeigue das Szenario eines faschistischen Englands um, in dem ein maskierter Unbekannter mit dem Namenskürzel "V" eine Revolution anzustoßen versucht. Doch erst als der virtuose Einzelkämpfer die junge Evey (Natalie Portman) rettet und in ihr eine Verbündete findet, gibt es eine Chance, die grausame Diktatur zu stürzen.
"V wie Vendetta" bringt aber nicht nur den filmischen Durchbruch für Alan Moore, er bedeutet auch eine grandiose Rehabilitation für die Gebrüder Wachowski, die produzierten und das Drehbuch schrieben.
Beide beweisen den gleichen erzählerischen Einfallsreichtum und den Sinn für bedrückende Science-Fiction-Welten, der noch ihren ersten "Matrix"-Film ausgezeichnet hatte.
Dabei gelingt es ihnen, beklemmende Parallelen zu den faschistoiden Tendenzen in der Gegenwartspolitik zu zeichnen. So passt die fulminante Comic-Verfilmung auch in den aktuellen Trend kontroverser Kinostücke. Aber sie verpackt ihre Brisanz in lupenreine Action.
Kein Comeback für Indy-Senior!
1989 waren Harrison Ford und Sean Connery in "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" als Vater und Sohn auf der Suche nach dem Heiligen Gral. Fans mussten 18 Jahre auf eine Fortsetzung der Abenteuerreihe warten, denn Produzent George Lucas, Regisseur Steven Spielberg und Hauptdarsteller Harrison Ford konnten sich lange nicht auf ein Drehbuch einigen. Nun geht es endlich weiter, doch Junior muss sich nach einem neuen Vater umsehen.
Auch wenn Connery, der sich vor zwei Jahren von Hollywood verabschiedete, lange über eine mögliche Rückkehr auf die Leinwand nachgedacht hatte, entschied er sich schließlich dagegen. "Wenn mich irgendetwas aus dem Ruhestand hätte holen können, dann 'Indiana Jones'", sagt der Schotte. "Es war großartig mit Steven und George zu arbeiten und eine Ehre, Harrison als meinen Sohn zu haben. Aber schlussendlich ist die Rente eine wundervolle Sache."
Einen humorvollen Rat hat Connery aber doch noch für Junior: "Verlange, dass Kriechtiere digital entstehen, Felsen niedrig sind und um Himmels willen, trage die Peitsche immer bei dir, falls du einem Stunt-Koordinator entkommen musst." Dem Filmteam wünscht er nur das Beste: "Es ist eine fantastische Besetzung. Hals- und Beinbruch, wir sehen uns 2008 im Kino."
Wie jetzt bekannt wurde, hat sich auch John Hurt ("V wie Vendetta") für das vierte Abenteuer verpflichtet. Welche Rolle der 67-Jährige übernehmen wird, ist jedoch noch nicht bekannt.
Mit gerade mal 14 Jahren und ihrer ersten Filmrolle fand Natalie Portman 1995 in Luc Bessons Thriller "Léon - Der Profi" internationale...
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