Originaltitel: Cold Mountain
USA 2003
Jude Law
Nicole Kidman
Renée Zellweger
Regie: Anthony Minghella
Verleih: Buena Vista
Nachdem man sich eben erst beschnuppert hat, reißt der Ausbruch des Bürgerkrieges Mitte des 19. Jahrhunderts das Siedlerpaar Inman (Jude Law) und Ada (Nicole Kidman) aus South Carolina gleich wieder auseinander. Während er als Konföderierter unter dem Banner des Südens Heldentaten vollbringt, muss Großstadtpflanze Ada an der Heimatfront den Hof in Schwung und die Verehrer von der Scholle halten. In beiden Fällen ist die schräge, aber patente Ruby (Renee Zellweger) eine willkommene Hilfe. Unterdessen macht sich Inman auf den tückenreichen Heimweg.
Homers "Odyssee" lässt schön grüßen, wenn Bilderzauberer Anthony Minghella ("Der englische Patient") eine beeindruckende Starriege zum Abenteuerurlaub unter Gefechtsbedingungen bittet.
Große Liebe in gefährlichen Zeiten. Zwischen aufwühlender Action und intimer Romantik entfaltet Oscar-Preisträger Anthony Minghella ein spektakuläres Bürgerkriegs-Epos.
Vor 65 Jahren wurde Kinogeschichte geschrieben. Damals startete "Vom Winde verweht", der nach Zuschauerzahlen noch immer erfolgreichste Film aller Zeiten. Doch erst 2004 findet er seinen legitimen Nachfolger.
Auch "Unterwegs nach Cold Mountain" ist im amerikanischen Bürgerkrieg angesiedelt, und er erzählt eine Geschichte von vergleichbarer Romantik und Dramatik.
Eigentlich geht es um zwei Geschichten: Pfarrerstochter Ada (Nicole Kidman) muss sich in Kriegszeiten alleine durchschlagen und ihre Farm in der Kleinstadt Cold Mountain bewirtschaften - ein Überlebenskampf, den sie nur mit Hilfe der resoluten Ruby (Renée Zellweger) meistert.
Während dessen ersehnt sie die Rückkehr ihres geliebten Inman (Jude Law aus "Der talentierte Mr. Ripley"), der als Soldat apokalyptische Schlachten durchleidet. Um die Frau seines Lebens wiederzusehen, desertiert er und begibt sich auf eine lebensgefährliche Odyssee.
Filmemacher Anthony Minghella hatte schon mit "Der englische Patient" ein episches Melodram erfolgreich für die Leinwand aufbereitet und mehrere Oscars geholt. So war er der ideale Kandidat, den gleichnamigen Bestsellerroman von Charles Frazier zu adaptieren, auch wenn er diesmal nur einen der begehrten Awards einheimsen konnte.
Der Bürgerkrieg im amerikanischen Süden zerstört das Land und fordert massenweise Opfer (Foto: Buena Vista)
Mit "Unterwegs nach Cold Mountain" gelang ihm auch deshalb ein neues Bravourstück, weil er sich die Elite seiner Branche holte, darunter Kameramann John Seale ("Rain Man").
Selbst Kleinrollen besetzte er mit Top-Darstellern - von Donald Sutherland bis zu Natalie Portman.
Wir schreiben das Jahr 1985: Richard Nixon ist nach wie vor amerikanischer Präsident, der Kalte Krieg tobt heftig und ein nukleares Desaster scheint unabwendbar. Kurz: Die Welt steht vor dem Kollaps und nur Superhelden könnten die Menschheit noch retten.
Jude Law will die Rolle des Milliardärs Adrian Veidt alias Ozymandias ergattern (Foto: Kurt Krieger)
Diese wurden aber von der Regierung verboten, da die Bevölkerung die Superkräften der Helden fürchtet.
Soweit das Szenario der zwischen 1986 und 1987 erschienenen Comicserie "The Watchmen" von Dave Gibbons und Alan Moore. Die kultige Reihe findet nun den Weg auf die große Leinwand und der erklärte Fan Jude Law bemüht sich um eine der Hauptrollen.
Kritiker haben das düstere Werk oftmals als den "Citizen Kane" unter den Comics bezeichnet, der hohe künstlerische Anspruch ist unbestritten.
"Wer wacht über die Wächter?", das ist eins der zentralen Themen der Geschichte. Denn ein Unbekannter - vielleicht in der Tat der Wächter der Wächter - bringt einige Ex-Superhelden brutal um. Aber wer ist zu einer solchen Tat überhaupt imstande?
Detective Rorschach, ein faschistischer Psychopath mit fanatischem Gerechtigkeitssinn, begibt sich auf die Suche nach der Antwort. So reaktiviert er schließlich nach und nach die alte Riege der "Watchmen", allen voran "The World's Smartest Man" und Verbrechensbekämpfer Ozymandias alias Multimilliardär Adrian Veidt.
Dessen Rolle möchte unbedingt der bekennende Comic-Liebhaber Jude Law ("Unterwegs nach Cold Mountain") übernehmen. Der Oscar nominierte Schauspieler trägt aus Verehrung für die "Watchmen" sogar ein kleines Rorschach-Tattoo.
Darren Aronofsky, der mit "Requiem for a Dream" bereits eindrucksvoll gezeigt hat, wie spannend und nervenaufreibend er eine Geschichte erzählen kann, wird die ungewöhnliche Superhelden-Story inszenieren. Drehbeginn ist Ende 2005.
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