Originaltitel: Riding in Cars With Boys
USA 2001
Drew Barrymore
Steve Zahn
Brittany Murphy
Regie: Penny Marshall
Verleih: Columbia Tristar
Mit 15 bandelt die frühreife Beverly mit dem liebenswerten Verlierer Ray an und wird prompt schwanger. Das macht ihre Pläne, zu studieren und Schriftstellerin zu werden zu nichte. Ihren Eltern zuliebe heiratet sie Ray. Als er nach einer Entziehungskur rückfällig wird, verlässt Beverly ihn und schlägt sich fortan alleine mit ihrem Sohn durch.

Regisseurin Penny Marshall ("Rendezvous mit einem Engel") zeigte bereits mit "Zeit des Erwachens" ein Talent, herzrührendes Drama mit komischen Elementen zu entschärfen. Das selbe Rezept wendet sie nun in der tragikomischen Coming-of-Age-Story "Unterwegs mit Jungs" an. Die Geschichte basiert lose auf dem autobiografischen Roman von Beverly D'Onofrio, die sich ihre Frustration von der Seele schrieb, wie ihre Schwangerschaft als 15-Jährige ihren Traum von einer Collegeausbildung zerstörte. Die Protagonistin im Altersrahmen von 15 bis 36 Jahren wird von Drew Barrymore - in ihrer bislang ambitioniertesten Rolle - gespielt.
Erzählt wird die Dramödie in Rückblenden mit kurzem Voiceover von Beverlys (Barrymore) erwachsenem Sohn Jason (Adam Garcia), mit dem sich die grell geschminkte Beverly auf einen Roadtrip aufmacht, um seinen Vater aufzusuchen, dessen Unterschrift sie für die Veröffentlichung ihrer Memoiren benötigt. Die eigentliche Handlung setzt im Jahr 1961 ein. Beverly ist eine intelligente und frühreife Elfjährige, die sich zu Weihnachten einen BH wünscht und damit ihren Vater (James Woods) verärgert. Vier Jahre später bandelt sie mit dem liebenswerten Verlierer Ray (exzellent: Steve Zahn aus "Joyride - Spritztour") an und wird prompt schwanger. Ihren geschockten Eltern zuliebe heiratet sie den gutherzigen, aber eher hirnlosen Ray und zieht mit ihm in eine Sozialwohnung. Als ihr Sohn Jason geboren wird, empfindet Beverly ihre Mutterrolle als störend und belastend, da sie ihren Traum vom Studium und einer Karriere als Schriftstellerin noch nicht aufgegeben hat. Doch ein Stipendium bekommt sie nicht, als sie ihren Sohn wegen Rays chronischer Unzuverlässigkeit mit zum Vorstellungsgespräch bringen muss. Die Hoffnung auf einen Umzug nach Kalifornien, wo sie ein staatlich gefördertes College besuchen könnte, platzt, als Rays Heroinsucht offenbar wird. Beverly verbannt ihn nach einer gescheiterten Entziehungskur aus ihrem Leben und schlägt sich fortan alleine mit ihrem Sohn durch. Dabei lässt sie Jason stets fühlen, dass sie ihn für ihr verpfuschtes Leben verantwortlich macht. In einer Szene mit ihrer besten Freundin Fay (Brittany Murphy aus "Don't Say A Word"), mit der sie stets eine engere Gefühlsbindung als zu ihrem Mann hatte, gibt sie zu, nicht sicher zu sein, ob sie ihren Sohn wirklich liebt. Es ist einer der ehrlichsten Momente des Films, der sich ansonsten (zu) stark bemüht, die bisweilen irritierenden Kanten seiner Protagonistin zu glätten. Wenn das Leben Beverly eine Enttäuschung nach der anderen austeilt, sucht sie die Schuld dafür stets bei anderen, jedoch nie bei sich selbst. In ihrer Egozentrik ist ihr auch nicht bewusst, dass sie auf ihren Sohn eine große Verantwortung abschiebt und er quasi als ihr Elternteil fungiert und nicht umgekehrt. Doch wenn sich die Probleme allzu hoch auftürmen, steuert Marshall stets mit (teils fehlplatziertem) Humor gegen. Generell für seine komischen Rollen bekannt, entpuppt sich Steve Zahn als die größte Überraschung, der seinen Verlierertyp, der einfach nicht aus seiner Haut kann, unprätentiös als tragische Figur anlegt, der man intensive Gefühle entgegen bringt. In weiteren Nebenrollen treten Lorraine Braco als Beverlys Mutter und Rosie Perez als Rays zänkische neue Frau auf. Gemäß amerikanischer Filmtradition werden die verschiedenen Zeitperioden nicht nur mit zeitgenössischen Kostümen und Sets gestaltet, sondern auch durch entsprechende Songs gekennzeichnet (Everly Brothers für die Fünfziger, Three Dog Night definieren die Siebziger und Billy Idol verkörpert die Achtziger). Simplifizierung hat sich bei manchem Marshall-Film (siehe "Eine Klasse für sich") als probates Stilmittel erwiesen, komplexe Situationen mainstreamgerecht aufzubereiten. Hier bürdet sich die Regisseurin allerdings bisweilen mehr auf als sie umzusetzen in der Lage ist - auch wenn der Film das Herz immer auf dem rechten Fleck trägt. ara.
Kein Mensch - außer vielleicht Ex-Ehemann Tom Cruise - würde die Bezeichnung Hexe mit Nicole Kidman in Verbindung bringen.
Die Schöne aus "Moulin Rouge" hat weder Warzen auf der Nase, noch läuft sie mit einem Buckel durch die Gegend.
Allerdings ist sie interessiert an der Rolle der Hexe Samantha in der Serien-Adaption "Bewitched". ABC strahlte den TV-Erfolg von 1964 bis 1972 mit Elizabeth Montgomery in der Hauptrolle aus. Die Leinwand-Umsetzung soll nun Penny Marshall ("Unterwegs mit Jungs") übernehmen.
Ob Kidman tatsächlich bald einen Zauberstab schwingt, bleibt abzuwarten - das Casting für den Film hat nämlich noch gar nicht begonnen. Gerüchten zufolge gibt es aber schon einen heißen Anwärter für die Rolle ihres Leinwand-Partners Darren: "Austin Powers" Mike Myers.
"Nach Hause telefonieren" machte sie an der Seite von Knuddel-Alien "E.T." berühmt. Aus der Hollywood-Schauspielerfamilie Barrymore (...
Er ist das Schlitzohr vom Dienst und hat in Slacker-Filmen, Teenie-Komödien und Horrorthrillern gleichermaßen das Image des umtriebigen...
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