Originaltitel: Surveillance
USA/Deutschland 2008
Pell James
Julia Ormond
Bill Pullman
Regie: Jennifer Chambers Lynch
Verleih: Warner
Nachdem mitten im amerikanischen Nirgendwo ein grausamer Mord geschah, schickt das FBI mit den Agents Anderson (Julia Ormond) und Hallaway (Bill Pullman) zwei Ermittler an den Ort des Geschehens. Im Büro von Captain Billings (Michael Ironside) müssen sie widersprüchliche Zeugenaussagen gegeneinander abwägen: Kokserin Bobbi (Pell James), die 8-jährige Stephanie (Ryan Simpkins) und ein verquerer Cop geben verwirrende Statements ab.
Beherzt springt Davids Tochter Jennifer Lynch ("Boxing Helena") in den Psychopool ihres kultisch verehrten Daddys und taucht nach allerhand menschlichen Abgründen. Das leistet einem schwarzhumorigen, surrealen Mordpuzzle Vorschub, das von schrägen Typen und starken Stilismen lebt.
Der Name Lynch bürgt für Qualität: Jennifer Chambers, Tochter des berühmten David, schockiert mit einem nervzerrenden Slasher-Alptraum, bei dem nichts ist wie es scheint.
Ein Farmhaus im amerikanischen Nirgendwo. Zwei Einbrecher überfallen ein Ehepaar im Schlaf. Blut spritzt, die Frau versucht schreiend zu fliehen. Vergeblich. Erinnerungen an "Blutgericht in Texas" werden wach. Jennifer Chambers Lynch, Tochter des Alptraum-Spezialisten David Lynch, hat 15 Jahre nach "Boxing Helena" wieder einen Film geschrieben und inszeniert, eine tiefschwarze, bitterböse Mörder-Mär, die durchaus als Variante von "Blue Velvet" gelesen werden kann.
Ein raffiniertes Serienkillerpaar treibt in "Unter Kontrolle" sein Unwesen, zwei FBI-Agenten (Julia Ormond & Bill Pullman) haben sich an seine Fersen geheftet. In einer heruntergekommenen Polizeistation werten sie Zeugenaussagen aus. Ein schwieriges Unterfangen, denn niemand sagt die Wahrheit, jeder hat etwas zu verbergen ...
Wer meint, die Gesetze des Genres zu kennen, wird bei diesem Thriller, dessen Gewalt geradezu surreal wirkt, eines Besseren belehrt. Dutzendweise werden falsche Fährten ausgelegt, der Plot schlägt Haken und jede Szene wartet mit neuen Überraschungen auf.
Die Filmemacherin versteht ihr Handwerk - sei es bei der Führung der exzellenten Schauspielerriege oder der geschickten Konstruktion des Spannungsbogens. Abgerundet wird das radikale, schockierende Werk durch eine Kamera, die ständig in Bewegung ist, und ein Sounddesign, das die omnipräsente Bedrohung unterstreicht.
| Darsteller: | Pell James | als Bobbi Prescott | |
|---|---|---|---|
| Julia Ormond | als Elizabeth Anderson | ||
| Bill Pullman | als Sam Hallaway | ||
| French Stewart | als Officer Jim Conrad | ||
| Kent Harper | als Officer Jack Bennet | ||
| Hugh Dillon | als Vater | ||
| Ryan Simpkins | als Stephanie | ||
| Cheri Oteri | als Stephanies Mutter | ||
| Michael Ironside | als Captain Billings | ||
| Regie: | Jennifer Chambers Lynch | ||
| Drehbuch: | Jennifer Chambers Lynch | ||
| Kent Harper | |||
| Produzent: | Marco Mehlitz | ||
| Kent Harper | |||
| David E. Michaels | |||
| Ausf. Produzent: | David Lynch | ||
| Kamera: | Peter Wunstorf | ||
| Schnitt: | Daryl K. Davis | ||
| Musik: | Todd Bryanton | ||
| Produktionsdesign: | Sara McCudden | ||
| Kostüme: | Cathy McComb | ||
| Casting: | Lina Todd | ||
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