Katharina, Nele, Tara, Rike, Jochen, Bastian, Antonin und Luise - das sind die Studentinnen und Studenten der Schauspiel-Abschlussklasse einer Kunsthochschule in der deutschen Provinz. Das Ende ihrer Ausbildung naht. In wenigen Wochen ist das Intendantenvorsprechen. Dort entscheidet sich - so die Angst und so die Hoffnung - ihr weiterer Karriereweg. Doch trotz des nahenden Termins ist Franz Borchert, der 67-jährige Leiter der Schauspielabteilung, seit Wochen verschwunden. Einige munkeln, er sei krank, andere, dass die Schließung der Abteilung drohe. Daher sei der ehemalige Schauspieler, der seit Jahren ohnehin nur als Interimschef regiert, untergetaucht. Ein unhaltbarer Zustand. Denn ohne kompetente Betreuung droht das Vorsprechen ein Desaster zu werden. Um sich zu retten, proben die Schauspielstudenten den Aufstand. Katharina schreibt eine Protest-Email an den Rektor, und Nele gelingt es, die alternde Diva Corinna Trampe als Betreuerin zu gewinnen. Zunächst nur für sich, als die anderen aber Nele fehlende Solidarität vorwerfen, übernimmt die Trampe für alle die Regie von Gorkis "Nachtasyl", dem Abschluss-Stück der Gruppe. Doch plötzlich taucht Borchert wieder auf. Denn tatsächlich steht die Existenz der Abteilung Schauspiel und damit Borcherts Ego und Prestige auf dem Spiel. Der Bereich soll evaluiert werden, und die "externen Kennzahlen", so die zuständige Unternehmensberaterin, seien sehr schlecht. Zur Vorführung von "Nachtasyl" werden daher nicht nur Intendanten eingeladen, die junge Schauspieler suchen, sondern auch eine Expertenkommission. Sie wird die Qualität der Ausbildung abschließend beurteilen und über die Zukunft der Abteilung entscheiden. Als Borchert sich doch in die Proben der Abschlussinszenierung einmischt, werden alle Teil eines Intrigenspiels aus Gerüchten, Ängsten und Eitelkeiten. Am Ende findet das Vorsprechen statt. Nur anders, als es sich Lehrer und Intendanten - und selbst die Schüler - vorgestellt haben. Die Abschlussklasse findet überraschend einen eigenen Weg, sich aus der Situation zu befreien.
Autor und Regisseur Nicolas Wackerbarth improvisierte alle Szenen für "Unten Mitte Kinn" zusammen mit seinem Ensemble aus jungen, hochtalentierten Schauspielern und sehr erfahrenen Darstellern wie Ursula Werner und Fritz Schediwy.
Quelle: ZDF, www.zdf.de
| Darsteller: | Kathleen Morgeneyer | als Anna | |
|---|---|---|---|
| Anne Müller | als Nele | ||
| Luise Berndt | als Luise | ||
| Grit Paulussen | als Rike | ||
| Lucie Heinze | als Tara | ||
| Konstantin Frolov | als Antonin | ||
| Christoph Letkowski | als Bastian | ||
| Ole Lagerpusch | als Jochen | ||
| Ursula Werner | als Corinna Trampe | ||
| Fritz Schediwy | als Franz Borchert | ||
| Tilo Nest | als Lutger | ||
| Jan Neumann | als Rüdiger Kling | ||
| Daniela Holtz | als Unternehmensberaterin | ||
| Alfred Hartung | |||
| Regie: | Nicolas Wackerbarth | ||
| Drehbuch: | Nicolas Wackerbarth | ||
| Kamera: | Bernhard Keller | ||
| Schnitt: | Janina Herhoffer | ||
| Ton: | Bernd von Bassewitz | ||
| Casting: | Ulrike Müller | ||
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