In Berlin gedrehter Thriller über einen Wissenschaftler, der das Rätsel lösen muss, warum ein anderer seine Identität angenommen hat und er selbst sterben soll. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto02/11020340/b150x150.jpg Unknown Identity

Filmdetails

Unknown Identity

In Berlin gedrehter Thriller über einen Wissenschaftler, der das Rätsel lösen muss, warum ein anderer seine Identität angenommen hat und er selbst sterben soll.


Unknown Identity
Start: 03.03.2011

Originaltitel: Unknown

Thriller / Mystery

USA/Deutschland/Großbritannien/Frankreich 2011
Laufzeit: 113 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Liam Neeson
Diane Kruger
January Jones

Regie: Jaume Collet-Serra
Verleih: Studiocanal

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Inhalt

Auf einem Kongress in Berlin will sich US-Biologe Dr. Martin Harris mit Kollegen aus dem Ausland treffen. Doch nach einem Unfall und einem mehrtägigen Koma ist sein Leben auf den Kopf gestellt. Seine Frau behauptet, ihn nicht zu kennen, ein anderer Mann hat seine Identität und den Platz an ihrer Seite eingenommen, und mysteriöse Killer machen Jagd auf ihn. Auf der Flucht durch Berlin versucht Harris, das Rätsel zu lösen und mit Hilfe einer Taxifahrerin und eines Ex-Stasi-Mannes sein kollabiertes Leben zu behalten.


Kritik

Unknown Identity

In Jaume Collet-Serras Mystery-Thriller ist Liam Neeson im Fokus eines skrupellos umgesetzten Frightplans von Killern, die ihm nicht nur seine Identität nehmen wollen.

Berlin im Winter ist ein hartes Pflaster für amerikanische Besucher. In "Flight Plan" wurde Jodie Fosters Mann dort ermordet - und geht es nach den wortkargen Hitmen in dieser Verfilmung von Didier van Cauwelaerts Roman "Hors de moi" droht Neeson ein ähnliches Ende. Die Gründe kennen anfangs weder er noch der Zuschauer, der sich von der nicht zu kompliziert verknoteten Geschichte bereitwillig einfangen lässt, weil sie kompetente Unterhaltung ohne Implausibilitätsexzesse bietet.

Als renommierter Biologe Dr. Harris hat Neeson eine attraktive Ehefrau vom Typ Frostblondine bei sich und ein Kongresstreffen mit Kollegen und einem orientalischen Fürsten vor sich. Doch gleich nach der Ankunft in Berlin, muss er seine Frau allein ins Hotel einziehen lassen und gerät auf der Suche nach seinem vergessenen Koffer mit seinem Taxi in einen schweren Unfall. Als er nach einigen Tagen aus dem Koma erwacht, ist seine Lebensretterin, die Taxifahrerin (Diane Kruger), verschwunden und er selbst in Aufruhr. Denn im Hotel behauptet seine Frau, ihn nicht zu kennen und hat den Beweis schon an ihrer Seite: einen anderen Mann, der sich im Unterschied zu Neesons Figur auch als Dr. Harris ausweisen kann. Nur kurzfristig zweifelt der Biologe an seinem Verstand, der Zuschauer allerdings nie, da er von Beginn weiß, wer Original und Fälschung ist. Gesucht wird fortan das Motiv für die offensichtliche Verschwörung und ein Beweis, der Neesons Geschichte im Film bestätigen könnte.

Damit nun weder Zuschauer noch Protagonist zuviel Zeit zum Nachdenken bekommen, schaltet der von Joel Silvers Company und Studio Babelsberg mitproduzierte Thriller atemlos in den Actionmodus - mit mehreren Verfolgungsjagden, knackigen Nahkämpfen, Kollisionen und Explosionen. Regisseur Collet-Serra inszeniert temporeich, hält die Spannung, experimentiert mit Unschärfen und dem Ton, zeigt inszenatorisch die Originalität, die ein solcher Thriller aufgrund der langen Geschichte des Genres nur noch bedingt haben kann. Dass Neeson eine Rolle wie diese mühelos tragen kann, ist keine Überraschung, wohl aber die Etablierung einer illegalen Migrantin und eines Ex-Stasi-Mannes als heimliche Helden einer am Ende mit einem Twist aufgelösten Geschichte. In deren Entwicklung macht der Film vieles richtig, nicht zuletzt, alles aus Neesons Perspektive zu erzählen und die Brücke zu Bourne zu schlagen. kob.

Unknown Identity

Darsteller:  Liam Neeson   als Dr. Martin Harris
  Diane Kruger   als Gina
  January Jones   als Elizabeth Harris
  Aidan Quinn   als Der andere Dr. Martin Harris
  Frank Langella   als Rodney Cole
  Bruno Ganz   als Ernst Jürgen
  Karl Markovics   als Dr. Farge
  Sebastian Koch   als Professor Bressler
  Olivier Schneider   als Smith
  Stipe Erceg   als Jones
  Eva Löbau   als Schwester Gretchen
  Mido Hamada   als Prinz Shada
  Petra Schmidt-Schaller   als Zollbeamtin
  Rainer Bock   als Herr Strauss
 
Regie:  Jaume Collet-Serra  
Drehbuch:  Oliver Butcher  
  Stephen Cornwell  
Produzent:  Joel Silver  
  Leonard Goldberg  
  Andrew Rona  
Koproduzent:  Dr. Carl Woebcken  
  Christoph Fisser  
  Henning Molfenter  
Ausf. Produzent:  Susan Downey  
  Steve Richards  
  Sarah Meyer  
  Peter McAleese  
  Olivier Courson  
Buchvorlage:  Didier van Cauwelaert  
Kamera:  Flavio Labiano  
Schnitt:  Timothy Alverson  
Musik:  John Ottman  
  Alexander Rudd  
Produktionsdesign:  Richard Bridgland  
Kostüme:  Ruth Myers  
Ton:  Olivier Tarney  
Casting:  Lucinda Syson  

Berlinale setzt auf deutsche Produktionen

Auch wenn's mitunter schwer zu verstehen ist: Berlin spricht Deutsch!

Großansicht Der Titel ist Programm: "Almanya - Willkommen in Deutschland" wurde in den Berlinale-Wettbewerb eingeladen (Foto: Concorde)

Der Titel ist Programm: "Almanya - Willkommen in Deutschland" wurde in den Berlinale-Wettbewerb eingeladen (Foto: Concorde)

Die Berlinale (10. bis 20. Februar) hat nun die verbliebenen Titel des 22 Filme umfassenden Wettbewerbsprogramms bekannt gegeben, von denen 16 als Weltpremieren gezeigt werden. Erstmals werden auch 3D-Filme gezeigt, neben Wim Wenders' "Pina" kommen zwei weitere künstlerische 3D-Filme zur Aufführung: der Animationsfilm "Les contes de la nuit" von Michel Ocelot als Weltpremiere sowie als Sondervorführung außer Konkurrenz Werner Herzogs 3D-Dokumentarfilm "Cave of Forgotten Dreams".

"Almanya - Willkommen in Deutschland" (außer Konkurrenz) ist das Spielfilmdebüt von Yasemin Samdereli, eine Einwandererkomödie, die die Roxy Film GmbH produziert hat. Ein Held der sogenannten "Berliner Schule" ist Ulrich Köhler, er stellt seinen neuen Film "Die Schlafkrankheit" (Produzent: Komplizen Film auf der Berlinale vor. Wolfgang Murnberger ist mit seinem neuen Film "Mein bester Feind" (Aichholzer Filmproduktion) als Weltpremiere außer Konkurrenz dabei, eine im durch die Nazis besetzten Wien angesiedelte Tragikomödie mit Moritz Bleibtreu und Georg Friedrich.

Um den Goldenen Bären konkurriert der ungarische Filmemacher Béla Tarr mit "A Torinói ló", der in Koproduktion mit Vega Film AG in Zürich und der Berliner zero fiction film entstanden ist. Frisch aus Sundance kommt J.C. Chandors Debütfilm "Margin Call", in der Kevin Spacey, Jeremy Irons und Stanley Tucci mit der Finanzkrise ringen. Joshua Marston("Maria voll der Gnade") zeigt seinen zweiten Spielfilm "The Forgiveness Of Blood".

Bilder zu "Almanya - Willkommen in Deutschland"

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Aus Argentinien kommt "Un Mundo Misterioso" von Rodrigo Moreno, an dem Rohfilm als deutscher Koproduzent beteiligt ist. Auch das mexikanische Spielfilmdebüt "El premio" von Paula Markovitch, die das Drehbuch zu "Lake Tahoe" schrieb, entstand mit deutscher Beteiligung. In Studio Babelsberg gedreht und mit dem Berliner Studio als Koproduzent realisiert wurde der Thriller "Unknown Identity" von Jaume Collet-Serra mit Liam Neeson und Diane Kruger, der außer Konkurrenz läuft. Bavaria Pictures ist bei Alexander Mindadzes "Innocent Saturday" an Bord, einer russisch-deutsch-ukrainischen Koproduktion.

"Jodaeiye Nader az Simin" von Asghar Farhadi ("Darbareye Elly") aus dem Iran, "Saranghanda, Saranghaji Anneunda" (Kommt Regen, kommt Sonnenschein) von Lee Yoon-ki aus Südkorea, sowie "Les femmes du 6ème étage" von Philippe Le Guay (mit Sandrine Kiberlain und Carmen Maura) aus Frankreich (außer Konkurrenz) runden den Wettbewerb ab.

Als Sondervorvorführung zeigt die Berlinale "Offside" von Jafar Panahi- eine Solidaritätsbekundung für den verurteilten iranischen Regisseur. Als Abschlussfilm der 61. Berlinale wird am 19. Februar im Anschluss an die Preisverleihungsgala der Gewinnerfilm des Goldenen Bären gezeigt.

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