Anica Dobra
Dusan Askovic
Damien Smith
Regie: Thomas Woschitz
Verleih: Neue Visionen
Liebe spielt sich auf jedem Flecken der Erde ab: Ein Paar in Belgrad kämpft um die Existenz seiner Liebe. Ein schwarzer Taxifahrer aus Brooklyn stürzt aus Eifersucht in emotionale Abgründe. Ein Mädchen aus Rios Favelas trifft ihren Telenovela-Schwarm. Ein luxemburgischer Familienvater gesteht sich seine Zuneigung zu einem jungen Mann ein. In Tokio schmachtet ein schüchterner PC-Techniker eine Köchin an. Und in Marseille bangt ein Mädchen um ihren Freund, der sich Ärger mit der Halbwelt zugezogen hat.

Herzklopfen global: Bei dem weltumspannenden urbanen Reigen um Liebe und was sie mit uns macht übernimmt die Musik der Band "Naked Lunch" eine Hauptrolle.
Der Max-Ophüls-Preis 2009 ging an das sehr direkte, sehr moderne Werk des Österreichers Thomas Woschitz, dessen Landsleute "Naked Lunch" mit ihren Songs von Melancholie und Sehnsucht einen emotionalen Nerv treffen und sechs Episoden aus sechs Städten dieser Welt viel Atmosphäre verleihen. Die Klänge zwischen Ambient und Alternative strukturieren die Geschichten nicht nur - sie verwandeln den Reigen in einen Musikfilm. Dessen Ästhetik orientiert sich am Video-Clip, mit dem der bei Lina Wertmüller in die Lehre gegangene Woschitz bereits Erfahrung hat. Sein Faible für Experimentelles schlägt sich einerseits in der virtuos stilisierten Kamera nieder, andererseits in dem raschen Wechsel seiner Fragmente von Leidenschaft und Leid, Lust und Frust, Glück und Unglück.
Das Leben ist seltsam und Liebe passiert einfach: Ein Paar in Belgrad (darunter Anica Dobra) kämpft um die Existenz seiner Liebe, ein schwarzer Taxifahrer aus Brooklyn stürzt aus Eifersucht in emotionale Abgründe, ein Mädchen aus Rios Favelas trifft ihren Telenovela-Schwarm, ein luxemburgischer Familienvater gesteht sich seine Zuneigung zu einem jungen Mann ein. In Tokio schmachtet ein schüchterner PC-Techniker eine Köchin an und in Marseille bangt ein Mädchen um ihren Freund, der sich Ärger mit der Halbwelt zugezogen hat.
Romantik und Tragik ergänzen sich in der Weltreise zur diesem verwirrenden Gefühl, das Enzo Brandners Kamera fast nur in Nahaufnahmen auskostet. Im Rhythmus der urbanen und doch irgendwie ortlosen Zentren bilden Neonlicht, Stahl, Beton, Glas und Asphalt die Koordinaten für einen Essay über Flüchtigkeit und Universalität der Liebe. Wie Elementarteilchen begegnen sich die Menschen, scheinbar zufällig, gefilmt aus schrägen Winkeln, verfolgt von unsteter Handkamera, dramaturgisch durch ein Kaleidoskop betrachtet. Das ist zeitgemäße Kinokunst zwischen Wong Kar-Wai und Jim Jarmusch und präsentiert ihr Thema wie eine Kompilation - bis die Zeit stehen bleibt.
tk.
| Darsteller: | Anica Dobra | als Milja | |
|---|---|---|---|
| Dusan Askovic | als Dusan | ||
| Damien Smith | |||
| Sri Gordon | |||
| Daniel Plier | |||
| Sascha Migge | |||
| Liza Machover | |||
| Samir Menouar | |||
| Magda Gomes | |||
| Erom Cordeiro | |||
| Kyoichi Komoto | |||
| Makiko Kawai | |||
| Regie: | Thomas Woschitz | ||
| Drehbuch: | Thomas Woschitz | ||
| Andrea Piva | |||
| Produzent: | Gabriele Kranzelbinder | ||
| Pol Cruchten | |||
| Jeanne Geiben | |||
| Miroslav Mogorovic | |||
| Kamera: | Enzo Brandner | ||
| Schnitt: | Thomas Woschitz | ||
| Frédéric Fichefet | |||
| Musik: | Naked Lunch | ||
| Ton: | Carlo Thoss | ||
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