Erotic-Fantasy aus Japan, über eine Frau, die in einem Fabelwesen aus dem See ihre alte, damals verstorbene Jugendliebe entdeckt. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto37/11371201/b150x150.jpg Underwater Love - A Pink Musical

Filmdetails

Underwater Love - A Pink Musical

Erotic-Fantasy aus Japan, über eine Frau, die in einem Fabelwesen aus dem See ihre alte, damals verstorbene Jugendliebe entdeckt.


Underwater Love - A Pink Musical
Start: 27.10.2011

Originaltitel: Onna no kappa

Musical / Erotik

Japan/Deutschland 2011
Laufzeit: 86 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Sawa Masaki
Yoshirô Umezawa
Ai Narita

Regie: Shinji Imaoka
Verleih: Rapid Eye Movies

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Inhalt

Die 35-jährige Asuka arbeitet in einer Fischfabrik und steht kurz davor, ihren Chef zu heiraten. Da steigt aus dem angrenzenden Teich ein Kappa hervor, ein Fabelwesen mit Schildkrötenmaul, Kopfplatte und Rückenpanzer. Es gibt sich als Wiedergeburt ihrer Jugendliebe Aoki zu erkennen, der zu Schulzeiten ertrank. Der anhängliche Geselle wirbt um Asoka, was ihren eifersüchtigen Verlobten erzürnt und bald auch den Gott des Todes, einen Sake-süchtigen Hippie, auf den Plan bringt. Aber dafür gibt es ja die mythische Analperle.


Kritik

Underwater Love - A Pink Musical

Nach Arthaus-Manier angerichtetes Softsex-Fantasy-Musical aus Japan um eine Frau, die im Fabelwesen aus dem angrenzenden Teich ihre verstorbene Jugendliebe entdeckt.

Shinji Imaoka ("Liebestoll im Abendrot") folgt dem Trend der letzten Jahre, die unwahrscheinlichsten Genres miteinander zu verbinden. So kombiniert er fröhlich den japanischen Pinku Eiga - zu deutsch: Softporno - mit folkloristischen Fabelwesen in lakonischer Manier mit Musicalnummern zu einem absurd komischen, zwischen Naturalismus und Abstraktion pendelnden shintoistischen Theater der schrägen Sorte. Dafür kollaborieren erstaunlich prestigeträchtige Namen: Star-Kameramann Christopher Doyle, der Zhang Yimous und Wong Kar-Wais Werke veredelte, dazu die deutsch-französischen Electropopper Stereo Total und als Produzent tritt Stephan Holl, Geschäftsführer von Rapid Eye Movies, in Erscheinung.

Diese Adult-Version von "Ponyo" mit der Belegschaft aus "Dancer in the Dark", dem Happening-Stil eines Michel Gondry ("Science of Sleep") und transzendentalen Phasen à la Apichatpong Weerasethakul ("Uncle Boonmee") wirft sich etwas übertrieben in Pose. Die Figuren dürfen sich so albern verhalten wie auf einem Kindergeburtstag, dann so lüstern und unterleibsbetont wie Asukas Kollegin, die als Hobby-Hure den Gurken knabbernden Schildkrötenmann verführt, im Angesicht des nahen Todes wiederum sind sie wieder verzweifelt und fassungslos.

Das verleiht der unorthodoxen Geschichte samt ihrer absichtlich sinnlosen Musical-Texte den Flair einer Parabel auf die Sterblichkeit. Befindet sich Asuka doch am Scheidepunkt ihres Lebens und sieht sich nicht nur der Reinkarnation ihrer verlorenen Jugendliebe gegenüber, sondern auch metaphysischen Fragen und ganz konkreten Todeserwartungen. Der Weg dahin führt aus den Fabrikhallen zu Bergwaldesquellen, wo das mitunter balladeske Stück sich dem Schicksal widmet - und ob es denn zu ändern ist. Für die Antworten sollte man einen Sinn für japanische Kultur ebenso wie für bizarre Exaltiertheit haben, denn beides kommt in dem experimentierfreudigen Arthaus-Werk wahrlich nicht zu kurz.

tk.

Underwater Love - A Pink Musical

Darsteller:  Sawa Masaki   als Asuka Kawaguchi
  Yoshirô Umezawa   als Tetsuya Aoki
  Ai Narita   als Reiko Shima
  Mutsuo Yoshioka   als Hajime Taki
  Emi Nishimura  
  Fumio Moriya  
  Hiroshi Satô  
  Yutaka Ônishi  
 
Regie:  Shinji Imaoka  
Drehbuch:  Shinji Imaoka  
  Fumio Moriya  
Produzent:  Stephan Holl  
  Daisuke Asakura  
Kamera:  Christopher Doyle  

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