Originaltitel: Another 48 Hours
USA 1990
Eddie Murphy
Nick Nolte
Brion James
Regie: Walter Hill
Verleih: Paramount
Nichts als Ärger für Cop Jack Cates: zwei lederbefrackte Killer sind hinter ihm her. Zudem droht ihm der Ausschluß aus der Polizei wegen seines übereifrigen Einsatzes, um den ominösen Drogenzar "Iceman" zu stellen. 48 Stunden bleiben Jack, dessen Existenz zu beweisen. Der Ex-Sträfling Reggie, den Jack um Mithilfe ersucht, lehnt eine Zusammenarbeit ab. Als die Killer plötzlich auch auf ihn Jagd machen, ist Reggie jedoch gezwungen, wie vor sieben Jahren mit Jack im Team auf den "Iceman" Jagd zu machen. Zunächst verdächtigt Jack den Internal-Affairs-Mann Wilson, aber Reggie kann Cates' Partner als Iceman identifizieren.

Mit furiosen Verfolgungsjagden und markigen Sprüchen gewürzt, gelingt es Genrespezialist Walter Hill ("Red Heat") beinahe nahtlos, die Chemie des ersten Teils dieses Actioncomedy-Superhits, der Eddie Murphy 1982 zum Star machte, wiederzubeleben. Nach den bekannten Regeln eines Cop-Buddy-Movies gedreht, glänzt neben Murphy abermals Nick Nolte ("Tödliche Fragen") als mit allen Wassern gewaschener Bulle. Auch wenn man einige Szenen in leicht abgewandelter Form bereits aus dem Original zu kennen glaubt, und die Handlung nicht immer stimmig scheint, ist die Inszenierung, vor allem in den zahlreichen Actionszenen perfekt.
| Darsteller: | Eddie Murphy | ||
|---|---|---|---|
| Nick Nolte | |||
| Brion James | |||
| Kevin Tighe | |||
| Ed O'Ross | |||
| David A. Marshall | |||
| Andrew Divoff | |||
| Tisha Campbell | |||
| Regie: | Walter Hill | ||
| Drehbuch: | John Fasano | ||
| Jeb Stuart | |||
| Larry Gross | |||
| Produzent: | Lawrence Gordon | ||
| Kamera: | Matthew F. Leonetti | ||
| Musik: | James Horner | ||
Übles Gemetzel am Set...
Regisseur gefeuert: Der "Kopfschuss" ging selbst Sylvester Stallone zu weit (Foto: Kurt Krieger)
Das Blut spritzt in Fontänen, Knochen splittern in Serie, Schmerzens- und Todesschreie überall: So sieht ein ganz normaler Arbeitstag von Sylvester Stallone aus. Denn egal ob "Rocky", "Rambo" oder zuletzt "The Expendables" - in einem Stallone-Film geht's voll zur Sache.
Wie schlimm es daher am Set von Slys neuem Action-Kracher "Headshot" zugehen sollte, kann man nur erahnen. Denn Sylvester Stallone hat den Regisseur Wayne Kramer ("Mindhunters") gefeuert, weil ihm dessen Herangehensweise zu brutal war:
"Mr. Kramer wurde eigentlich eingestellt, um eine schwarze Komödie zu drehen", erklärt Stallone die Kündigung. "Doch seine Vision des Films war viel düsterer und gewalttätiger als das Projekt ursprünglich sein sollte. Deshalb wurde Mr. Kramer Anfang der Woche von seinen Aufgaben entbunden. Es war eine saubere, professionelle Trennung ohne Streitereien."
Wie ein Film mit einem Titel, der zu Deutsch "Kopfschuss" lautet, allerdings eine Komödie sein soll, konnte Sylvester Stallone nicht erklären. Laut Drehbuch tut sich Sly in "Headshot" mit einem jungen New Yorker Cop zusammen, um einen Doppelmord aufzuklären. Die Untersuchung führt die beiden auf eine großangelegte Verschwörung, die bis in die Zentren der politischen Macht in Washington hineinreicht. Das Duo kennt jedoch kein Zurückweichen und nimmt es mit allen auf, die sich in den Weg stellen.
So weit, so Standard. Den Unterschied soll nun Wayne Kramers Nachfolger machen und das wird nach Sylvester Stallones Willen kein Geringerer als Walter Hill. Der Action-Veteran inszenierte bereits in den 70er-Jahren die Genre-Ikone Charles Bronson ("Ein stahlharter Mann") und später unter anderem Bruce Willis in "Last Man Standing".
Nun ist Walter Hill aber vor allem wegen seiner beiden "Nur 48 Stunden"-Filme im Gespräch. Die beiden Blockbuster mit Eddie Murphy und Nick Nolte verbinden perfekt Action mit Comedy und dienen als Blaupause für Buddy-Erfolge wie die "Lethal Weapon"- und "Bad Boys"-Filmreihen.
Daher lobt Sly Stallone auch: "Ich haben größten Respekt vor Walter Hills unglaublichen Werken und hoffe, dass dieser legendäre Regisseur unser Projekt übernimmt."
Wie viel Kopfschuss und wie viel Zwerchfellattacke "Headshot" dann am Ende liefert, wird aber auch stark von Sylvester Stallones komödiantischem Talent abhängen...
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